Ohne große Probleme: Deutschland hat sich in Nordirland für die WM 2018 in Russland qualifiziert. Am Sonntag spielt die DFB-Elf noch gegen Aserbaidschan. Ohne große Probleme: Deutschland hat sich in Nordirland für die WM 2018 in Russland qualifiziert. Am Sonntag spielt die DFB-Elf noch gegen Aserbaidschan. © getty
Ohne große Probleme: Deutschland hat sich in Nordirland für die WM 2018 in Russland qualifiziert. Am Sonntag spielt die DFB-Elf noch gegen Aserbaidschan.

Deutschland für WM 2018 in Russland qualifiziert: Sieg gegen Nordirland

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft kann für die Weltmeisterschaft in Russland planen. Titelverteidiger Deutschland hat sich nach einem 3:1 über Nordirland vor dem letzten Spiel in der Qualifikation gegen Aserbaidschan für das Turnier qualifiziert. Sandro Wagner trifft erneut für die DFB-Elf.

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Was hatten sich die deutschen Stars im Vorfeld nicht auf dieses Spiel gefreut. Mats Hummels wirkte am Tag vor der Partie in der WM-Qualifikation fast wie ein Kind vor Heiligabend. Mit leuchtenden Augen schwärmte er von den „enthusiastischen nordirischen Fans“, von einer „ganz besonderen Atmosphäre“. Auch Bundestrainer Jogi Löw lobte neben der Mentalität und den defensiven Qualitäten des Gegners vor allem das Publikum, welches „eine Mannschaft zu Höchstleistungen pushen kann“. Und dann sorgten ausgerechnet Jogis Jungs selbst dafür, dass die Party im mit 19 000 Zuschauern seit Monaten ausverkauften Windsor-Park schon vorbei war, bevor sie überhaupt richtig begonnen hatte.

Die „Green White Army“, wie die Anhänger der Nordiren genannt werden, gröhlten noch lauthals ihre Lieblingshymne „we are not Brazil, we are Northern Ireland“, da zog ein gewisser Sebastian Rudy plötzlich den Stecker raus. Nach nicht mal 90 Sekunden drosch der Neu-Münchner eine Direktabnahme aus knapp 25 Metern genau in den Winkel – ein frühes Traumtor, das den Deutschen gegen die Defensiv-Künstler von der Insel natürlich voll in die Karten spielte.

Deutschland in der Einzelkritik: Die Noten gegen Nordirland

Sandro Wagner verändert das DFB-Spiel

Rudy war übrigens einer von fünf deutschen Profis des FC Bayern in der Startelf – das waren mehr als zuletzt in München selbst. Löw hatte sich auch – wie angekündigt – dafür entschieden, Jeromé Boateng nach rund einem Jahr verletzungsbedingter Abwesenheit wieder von Anfang an zu bringen. Ihm merkte man förmlich an, wie gut ihm das tat. In den Zweikämpfen und der Spieleröffnung wirkte er schon fast wieder wie der Alte. Außerdem setzte Löw etwas überraschend auf Sandro Wagner als zentrale Spitze. Der Hoffenheimer Sturmtank dankte es ihm mit einer sehr engagierten Leistung. Zunächst traf er mit einem schönen Flugkopfball nur den Pfosten, dann pumpte er den Ball aus knapp 20 Metern herrlich in den linken Giebel – 2:0.

Durch Wagners Aufstellung veränderte sich das gesamte Spiel der Deutschen. Während mit Timo Werner oder Lars Stindl der Gegner eher spielerisch zerpflückt werden soll, gingen die Angriffe gestern immer wieder über die Außen, die den Schlaks in der Mitte suchten. Am souveränen Auftritt änderte das allerdings nichts – genauso wenig wie an der tollen Stimmung im kleinen Hexenkessel, in dem die Nordiren seit vier Jahren kein Heimspiel verloren hatten. Joshua Kimmich sorgte mit dem Treffer zum 3:0 endgültig dafür, dass diese beeindruckende Serie zu Ende ging.

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Deutschland baut unfassbare Bilanz aus

Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass auch die deutschen Fans ihren Anteil an einem friedlichen Fußballabend hatten. Nach dem beschämenden Auftritt einiger Chaoten beim Länderspiel gegen Tschechien vor fünf Wochen in Prag, blieb es diesmal im Stadion ruhig - obwohl sich auch in Belfast wieder einige finstere Gestalten in der Stadt gezeigt hatten.

Nach dem Euro-Desaster der Bundesligisten mit sechs Pleiten in sechs Spielen, die auch Löw als „alarmierend“ bezeichnet hatte, zeigte die Nationalelf mal wieder ihr bestes Gesicht und baute ihre unfassbare Bilanz weiter aus: Seit 1934 hat die DFB-Auswahl keines ihrer 46 Auswärtsspiele in 14 erfolgreichen WM-Qualifikationen verloren (36 Siege, zehn Unentschieden)!

Perfekte Qualifikation? SPORTBUZZER-Reporter Heiko Ostendorp berichtet aus Belfast

Sonntag Schaulaufen der Reservisten?

Die abschließende Partie am Sonntag (20.45 Uhr) in Kaiserslautern gegen Aserbaidschan verkommt nach der frühzeitig eingetüteten Qualifikation nun vermutlich zum Schaulaufen der Reservisten, bevor das Länderspiel-Jahr mit dem Klassiker Doppelpack in London gegen England (10. November) und Frankreich (14. November in Köln) beendet wird.

Am 1. Dezember werden die dann im Moskauer Kreml die Gruppen für die Weltmeisterschaft ausgelost. Bereits jetzt steht fest, dass Titelverteidiger Deutschland sicher im ersten Lostopf der besten Teams gesetzt sein wird. Russland, my idem!

Deutschland (Herren) Nordirland (Herren) Fussball WM-Qualifikation (Herren) Nordirland-Deutschland (05/10/2017 20:45)

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