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Lösung für Stürmer-Krise beim DFB? Davie Selke will für Deutschland zur EM 2020

Redaktion Sportbuzzer
Davie Selke könnte für Deutschland bei der EM 2020 stürmen. In einem Interview hat sich der Hertha-Star nun in Stellung gebracht. © imago/MIS

Klare Ansage von Hertha-BSC-Stürmer Davie Selke an Bundestrainer Joachim Löw: Der 23-Jährige will für die deutsche Nationalmannschaft spielen. Der U21-Europameister könnte in der aktuellen Stürmer-Krise wie gerufen kommen.

Deutschland, deine Stürmer! Nach den Rücktritten von Sandro Wagner und Mario Gomez fehlt der DFB-Elf eine klare Sturmspitze. Die Länderspiele gegen Frankreich und Peru haben gezeigt, dass die Nationalmannschaft von Bundestrainer Joachim Löw vor allem im Abschluss noch große Probleme hat. Heißt die Lösung Davie Selke?

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Diese Kandidaten gibt es: Wer soll für Deutschland stürmen?

Niclas Füllkrug: Spielte eine starke letzte Saison für Hannover 96 und erzielte dabei 14 Tore in 34 Partien. Passt als Spielertyp zu den wiedergefundenen deutschen Tugenden im DFB-Team. Kampf, Leidenschaft, Wille - das zeichnet Füllkrug aus. Problem: Sein Wechsel zu einem Topklub in diesem Sommer klappte nicht. Aber dafür ist das Spiel in Hannover auf ihn zugeschnitten.  © imago/Christian Schroedter
Davie Selke: Der 1,92 Meter große Selke ist technisch stark und kann sich im Strafraum auch aufgrund seiner Größe durchsetzen. Er ist erst 23 Jahre alt, erzielte in 81 Bundesligaspielen aber schon 23 Treffer. In der vergangenen Saison traf er zehn Mal für Hertha BSC. Sein bisher wohl größter Erfolg: der EM-Titel 2017 mit der U21.  © Getty
Sandro Wagner: Der Bayern-Stürmer war bereits Teil der deutschen Nationalmannschaft, verkündete allerdings nach der Nicht-Berücksichtigung für die WM in Russland seinen Rücktritt. Löw bestätigte nun noch einmal, dass es für Wagner kein Zurück gibt. Die richtige Entscheidung?   © 2018 Getty Images
Mark Uth: 14 Tore in 31 Partien, die vergangene Saison verlief für Uth wie im Traum. Seine Treffsicherheit weckte Interesse bei anderen Vereinen und so wechselte er in der Sommerpause von der TSG Hoffenheim zu Schalke 04. Viele rechneten nun mit seiner Nominierung für die Spiele gegen Frankreich und Peru. Doch Uth startete mit Schalke schlecht in die neue Saison und konnte sich nicht wirklich zeigen. © imago/RHR-Foto
Max Kruse: Ein Spieler mit eingebautem Knipser-Gen. Kruse ist inzwischen Kapitän von Werder Bremen. 220 Mal lief er in der Bundesliga auf, 63 Mal traf er dabei ins Tor. Kruse bestritt insgesamt 14 Länderspiele für Deutschland, doch im März 2016 strich ihn Löw aus dem Kader Nationalelf. Der DFB veröffentlichte dazu eine Erklärung: Kruse sein „nach Einschätzung des Bundestrainers seiner Vorbildrolle als Nationalspieler nicht nachgekommen“ und habe sich „unprofessionell verhalten.“ Kruse hatte damals 75 000 Euro in einem Taxi verloren und war mit einer Journalistin in einer Disco in Streit geraten. Seitdem wurde er nie wieder von Löw eingeladen.  © Getty
Daniel Ginczek: Kam noch nie in der deutschen Nationalmannschaft zum Einsatz, obwohl er sicher das Format dazu hat. Doch Ginczek ist zu häufig verletzt. Zumindest sein Start in die neue Saison ist verheißungsvoll. Für den VfL Wolfsburg erzielte er in den ersten beiden Ligaspielen bereits ein Tor. © Getty
Nils Petersen: Spielt in den Überlegungen von Löw eine wichtige Rolle. Vor der WM in Russland gehörte er zum DFB-Kader, wurde aber vor Start des Turniers aussortiert. Nun ließ ihn Löw ließ gegen Peru für 20 Minuten ran und war positiv überrascht.  © Getty
Thomas Müller: Gehört zum festen DFB-Personal. Stand gegen Frankreich in der Startelf und rochierte in der Offensive mit Reus und Werner. Spielte in der Vergangenheit mal auf den Außen, mal im offensiven Mittelfeld und dann wieder als Mittelstürmer. Zweimal bei der WM bester deutscher Torschütze, doch bei EM-Turnieren ging er bisher leer aus. Und nun, 2018, auch erstmals bei einer WM.  © Getty
Marco Reus: Löw testete Reus inzwischen einige Male als Sturmspitze, bisher allerdings mit mäßigem Erfolg. Sein letztes Tor für das DFB-Team erzielte er bei der WM gegen Schweden, da aber als Mittelfeldspieler. Als Stürmer blieb er bisher blass.   © Getty
Timo Werner: Fester Bestandteil der Nationalmannschaft. Brilliert durch seine Schnelligkeit, doch die kommt auf den Außen besser zur Geltung. Vor dem Tor lässt er zu oft Großchancen aus – so auch am Sonntag gegen Peru.  © Getty
André Schürrle: Der 27-Jährige wagte im Sommer den Schritt aus Dortmund zurück in die Premier League. Beim FC Fulham gelang ihm ein vielversprechender Auftakt mit zwei Toren in den ersten Spielen. Explizites Ziel des Weltmeisters: In London will er sich wieder in Löws Fokus spielen. Ob das gelingt? © Getty

"EM 2020 automatisch mein Ziel"

Der Stürmer von Hertha BSC hat große Pläne, wie er nun im Kicker verraten hat. In Berlin hat er in 27 Spielen bisher zehn Tore und fünf Vorlagen gegeben, dazu ist er amtierender U21-Europameister. In der aktuellen Saison will Selke "mindestens" elf Tore schießen. Zuletzt muss der Ex-Spieler von Werder Bremen und RB Leipzig wegen eines im Juli erlittenen Lungenrisses pausieren.

Wenn er seine Leistungen aus der Vorsaison wiederholen kann, ist für ihn auch eine Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft realistisch. "Verstecken muss ich mich dann sicher nicht. Die letzte Saison war gut, die will ich bestätigen. Gelingt mir das, wird die EM 2020 automatisch mein Ziel", so die klare Ansage in Richtung Bundestrainer Löw.


Hier abstimmen: Wer soll für die deutsche Nationalmannschaft stürmen?


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