Schiri-Boss Lutz Michael Fröhlich nahm sich Manuel Gräfe zur Brust. Schiri-Boss Lutz Michael Fröhlich nahm sich Manuel Gräfe zur Brust. © imago
Schiri-Boss Lutz Michael Fröhlich nahm sich Manuel Gräfe zur Brust.

DFB kontert Schiedsrichter-Kritik von Manuel Gräfe: "Geht entschieden zu weit"

Schiri-Chef Lutz Michael Fröhlich griff den Berliner Referee heftig an, nachdem dieser Missstände beim DFB ausgemacht hatte.

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Der DFB hat ungewohnt heftig auf die Schiedsrichter-Schelte des Bundesliga-Unparteiischen Manuel Gräfe reagiert. Der neue Chef der Referees, Lutz Michael Fröhlich, kündigte ein Gespräch mit dem Berliner an. Gräfe hatte die bisherigen Bosse Hellmut Krug und Herbert Fandel scharf kritisiert, ihnen Vetternwirtschaft und Korruption vorgeworfen. Auch sein Berliner Kollege Felix Zwayer, der in diesem Jahr zum FIFA-Schiedsrichter gemacht wurde, bekam sein Fett weg. Zwayer war in den Wettskandal um Robert Hoyzer verwickelt. Hier gibt es Gräfes Vorwürfe in Gänze.

Fröhlichs Antwort ließ nicht lange auf sich warten. "Es läuft der Start für die neue Bundesliga-Saison, und darauf sollte jeder Schiedsrichter seinen Fokus legen", grollte der neue Chef der Schiedsrichter, der den Job von Fandel und Krug übernommen hatte. Gräfe hatte den Ex-Schiedsrichter (200 Bundesliga-Einsätze) ausdrücklich für seine Kompetenz gelobt. Fröhlich hatte aber keine Zeit für nette Worte. "Bei allem Verständnis zu einer öffentlichen Meinungsäußerung geht es entschieden zu weit, wenn ein Schiedsrichter einen Kollegen öffentlich und in dieser Form attackiert. Darüber muss mit Manuel Gräfe geredet werden, und zwar zeitnah", erklärte der 59-Jährige.

Gräfe legt nach - Sonntag im Einsatz

Auch die Kritik an Fandel und Krug könne man "so nicht stehen lassen", führte Fröhlich weiter aus, der seine aktive Karriere 2005 beendete. In der Bild am Sonntag legte Gräfe allerdings nach, sagte: "Ich habe persönlich nichts gegen Fandel und Krug, habe auch definitiv keine persönlichen Motive und bin mit mir und meiner Karriere sehr zufrieden. Mir geht es um die Sache. Diese Vetternwirtschaft sollte aufhören. Denn wer wenn nicht wir Schiedsrichter müssen gerecht und fair sein."

Der Berliner leitet am Sonntag die Bundesliga-Partie zwischen dem SC Freiburg und Eintracht Frankfurt, die um 15.30 Uhr beginnt. Wie ihr das Spiel im TV, Online-Stream und Ticker verfolgen könnt, steht hier. Gräfe wird dann mehr denn je im Fokus stehen.

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