19. August 2018 / 20:24 Uhr

DFB-Pokal: Mönchengladbach siegt zweistellig – Holstein Kiel dreht Partie bei 1860

DFB-Pokal: Mönchengladbach siegt zweistellig – Holstein Kiel dreht Partie bei 1860

Redaktion Sportbuzzer
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Holstein Kiel jubelt dank Alexander Mühling, Gladbach schießt elf Tore in Bremen.
Holstein Kiel jubelt dank Alexander Mühling, Gladbach schießt elf Tore in Bremen. © dpa/Getty
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Der BSC Hastedt geht am Weser-Stadion mit 1:11 unter, feiert aber, als hätte es ein Unentschieden gegeben. Im Ost-Duell bezwingt Union Berlin mit einiger Mühe Carl Zeiss Jena.

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BSC Hastedt – Borussia Mönchengladbach 1:11

Borussia Mönchengladbach hat im Schongang die zweite Runde im DFB-Pokal erreicht. Der fünfmalige deutsche Meister setzte sich am Sonntagabend beim Fünftligisten BSC Hastedt mit 11:1 (6:0) durch und zeigte dabei eine Woche vor dem Ligastart gegen Bayer Leverkusen eine souveräne Vorstellung. Vor 4997 Zuschauern auf Platz elf neben dem Bremer Weserstadion erzielten Thorgan Hazard (3. Minute/Foulelfmeter/42./84.), Alassane Plea (8./50./78.), Raffael (15./31./66.), Florian Neuhaus (39.) und Jonas Hofmann (56.) die Treffer für den Fußball-Bundesligisten. Diyar Kücük gelang zwei Minuten vor dem Ende der Ehrentreffer für die Gastgeber.

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Gladbachs Trainer Dieter Hecking hatte 23-Millionen-Euro-Einkauf Plea in die Startformation befördert, um dem Franzosen Spielpraxis zu geben. Und der aus Nizza gekommene Angreifer deutete gegen die allerdings sehr harmlosen Amateure einige Male an, dass Borussias Sportdirektor Max Eberl mit dem 25-Jährigen ein guter Griff gelungen sein könnte. Plea agierte im neuen 4-3-3-System der Gladbacher zentral im Sturmzentrum, flankiert vom WM-Dritten Hazard (links) und Raffael (rechts).

Nachdem Hazard die Gäste per Foulelfmeter früh in Führung gebracht hatte, gelang Plea in der achten Minute sein erstes Pflichtspieltor für die Borussia. Auch danach hatte der Franzose weitere Chancen. In der 22. Minute hatte er Pech mit einem Schuss an den Pfosten, kurz vor der Pause vergab er allerdings eine weitere Gelegenheit sehr leichtfertig, als er das leere Tor nicht traf.

Hecking hatte Plea nach einer durchwachsenen Vorbereitung zuletzt ansteigende Form attestiert, die der Stürmer nun in Bremen auch unter Beweis stellte. In der Bundesliga wird sich Plea jedoch noch etwas steigern müssen, auch wenn ihm zwei weitere Tore gelangen.

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Insgesamt zeigte die Borussia, die die vergangene Saison nur auf einem enttäuschenden neunten Platz abgeschlossen hatte, viele vielversprechende Ansätze. Immer wieder nahm der Erstligist die Defensive des BSC über die Flügel aus den Angeln. Der 18 Jahre alte Louis Beyer deutete bei seinem Pflichtspieldebüt für die Borussia sein großes Potenzial auf der rechten Seite an. Die Gastgeber trauten sich dagegen viel zu wenig zu und kamen erst kurz vor Schluss zu ersten Chance, die Kücük nutzte.

1860 München – Holstein Kiel 1:3

Mit einem Doppelschlag von Alexander Mühling hat Holstein Kiel einen drohenden Pokal-K.-o. beim Fußball-Drittligisten TSV 1860 München abgewendet. Der Mittelfeldspieler war am Sonntag beim 3:1 (0:1) des Zweitligisten in München vor 14.200 Zuschauern im Grünwalder Stadion mit zwei platzierten Rechtsschüssen in der 74. und 83. Minute erfolgreich. Der ebenfalls gute Kingsley Schindler erhöhte sogar noch (87.). Nico Karger hatte die in der ersten Hälfte besseren „Löwen“ frühzeitig in Führung gebracht (7.).

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Kiels Trainer Tim Walter hatte in der vergangenen Saison noch als Coach der Reserve des FC Bayern die „Löwen“ in der Regionalliga in beiden Lokalderbys besiegen können. Bei seiner Rückkehr nach München sah es lange Zeit nicht gut aus: Das 1860-Team von Coach Daniel Bierofka dominierte mit schnellem Tempofußball. Daraus fiel auch das 1:0. Nach Pass von Adriano Grimaldi zog Karger davon und tunnelte Kiels Schlussmann Kenneth Kronholm am Ende seines Sololaufes.

Ein zweites Karger-Tor wurde aberkannt, weil der Ball vor der Flanke von Philipp Steinhart knapp im Aus war (28.). Die Kieler kamen erst kurz vor der Pause zu ersten Chancen durch Janni Serra. Erst traf der Stürmer das Außennetz (40.), dann köpfte er neben das Tor (42.). Kiel entfachte nach der Pause wesentlich mehr Druck, wirkte auch physisch stärker und belohnte sich entsprechend mit den drei späten Treffern.

Carl Zeiss Jena – Union Berlin 2:4

Der 1. FC Union zeigt sich zum Pokalauftakt eisern. Auch einige Patzer, ein Eigentor von Hauptdarsteller Christopher Trimmel und ein engagierter Drittligist Carl Zeiss Jena konnten den Einzug der Berliner in die 2. Runde des nationalen Fußball-Cups nicht verhindern. Am Ende hieß es 4:2 (3:2) für den Zweitligisten.

Die Gäste gingen am Sonntag durch den schwedischen Neuzugang Sebastian Andersson (14. Minute), einen Kopfball von Toni Kroos (29.) und einen verwandelten Foulelfmeter von Simon Hedlund (45.+5) dreimal in Führung. Mit seinem zweiten Treffer machte Hedlund (71.) alles klar. Der Gastgeber hatte durch ein Tor von Maximilian Wolfram (21.) und das Eigentor von Trimmel (42.) zweimal noch ausgeglichen.

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