11. September 2018 / 09:47 Uhr

DFB-Team: 96-Sturmlegenden machen Werbung für Niclas Füllkrug

DFB-Team: 96-Sturmlegenden machen Werbung für Niclas Füllkrug

Redaktion Sportbuzzer
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Für Hans Siemensmeyer, Thomas Brdaric und Dieter Schatzschneider ist klar, dass Jogi Löw einen echten Neuner braucht - so einen wie Niclas Füllkrug.
Für Hans Siemensmeyer, Thomas Brdaric und Dieter Schatzschneider ist klar, dass Jogi Löw einen echten Neuner braucht - so einen wie Niclas Füllkrug. © Collage/imago/Christian Schroedter/Jens Wolf/André Bauer/Rainer Surrey
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Die drei Sturmlegenden von Hannover 96 haben einen Tipp für Bundestrainer Joachim Löw und seine offensivschwache Nationalmannschaft: einen echten Mittelstürmer. So einen wie Niclas Füllkrug zum Beispiel. 

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Die deutsche Nationalmannschaft hat sich nach dem katastrophalen WM-Aus im Sommer halbwegs rehabilitiert. Gegen Weltmeister Frankreich lieferte das Team von Bundestrainer Jogi Löw beim 0:0 eine gute Leistung ab, gegen Peru gab es am Sonntagabend einen 2:1-Sieg.

Deutlich wurde aber in den Spielen: Ein echter Mittelstürmer, der fehlt der Nationalmannschaft. Dortmunds Marco Reus versuchte sich in den Partien als Angreifer, konnte aber nicht wirklich etwas bewegen. Zu harmlos war das, was sich da im Sturmzentrum abspielte. Auch einer wie Timo Werner kommt eigentlich lieber über die Außen – und beide sind mit rund 1,80 Metern auch keine Riesen im gegnerischen Strafraum. „Gerade wenn wir über die Außen gekommen sind und die Spieler den Kopf hochgenommen haben, steht in der Mitte einer, der gefühlt 1,50 Meter groß ist. Das ist abenteuerlich“, sagte 96-Sturmlegende Dieter Schatzschneider.

Nach den Rücktritten von Mario Gomez und Sandro Wagner fehlt Bundestrainer Löw eine Sturmspitze. Auf 96-Stürmer Niclas Füllkrug hatte Löw für die beiden Spiele verzichtet. Wir haben mit Schatzschneider, Hans Siemensmeyer und Thomas Brdaric drei Ex-96-Sturmstars gefragt, was sie sich für die offensive Zukunft der Nationalelf wünschen.

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​"Das muss man ein Stück weit Jogi ankreiden"

Ein klare Meinung zu dem Thema hat Brdaric. Der 43-Jährige stürmte für 96 (2003/2004 und 2005 bis 2008) und die Nationalmannschaft (2002 bis 2005). „Wir haben es in Deutschland versäumt, und das muss man auch ein Stück weit Jogi ankreiden, die Position des klassischen Mittelstürmers zu fördern“, sagte er. Für Brdaric ist ein Verzicht auf Füllkrug unverständlich. „Alle, die in der Bundesliga zweistellig treffen können, die haben einen Anspruch, in der Nationalmannschaft dabei zu sein“, so der Ex-Stürmer, der jetzt Trainer beim Regionalligisten Rot-Weiß Erfurt ist (das komplette Interview mit Thomas Brdaric lest Ihr hier). Das Kriterium erfüllt Füllkrug locker: Mit 14 Treffern war der 96-Stürmer in der vergangenen Saison der drittbeste Torjäger der Bundesliga. „Ich traue ihm sogar eine Zwei davor zu“, sagte Schatzschneider.

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Schatzschneider hat bei Füllkrug "noch ganz viel Fantasie"

Nein zu Füllkrug und Ja zum Freiburger Nils Petersen, das stößt bei Hans Siemensmeyer auf Unverständnis. „Den mitzunehmen, verstehe ich gar nicht. Der ist ja auch schon 29, das hat keine Zukunft“, sagte er, „wenn ich das Angebot an Stürmern sehe, kann man auf jeden Fall an unseren Fülle denken, auch wenn der seine 14 Tore aus der letzten Saison erst noch mal bestätigen müsste.“ Bisher konnte „Fülle“ in dieser Bundesliga-Saison noch nicht jubeln. Fakt ist: Nach seiner starken letzten Saison haben ihn die gegnerischen Verteidiger ganz an­ders auf dem Radar. Aber gerade jetzt, in der aktuellen Sturmdiskussion, könnte er sich mit Toren noch näher an seinen Nationalelftraum heranschießen. „Klar kann er das packen“, sagte Schatzschneider, „wenn ich sehe, was der im Strafraum macht, das ist klasse. Im Kopfballspiel ist er der Allerbeste. Er ist noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung, bei ihm habe ich noch ganz viel Fantasie.“

Die würde Löw in der Stürmerfrage in Zukunft auch guttun. Vielleicht hat Füllkrug ja dann eine Chance in der Nationalelf.

Umfrage: Sollte Niclas Füllkrug für die Nationalmannschaft spielen?

von Jonas Freier, Uwe von Holt und Tobias Manzke

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