06. Juni 2018 / 23:19 Uhr

DFB und DFL: Videobeweis verhinderte 64 Fehler

DFB und DFL: Videobeweis verhinderte 64 Fehler

Redaktion Sportbuzzer
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Der DFB und die DFL haben nach der Premieren-Saison des Video-Assistenten in der Bundesliga ein positives Fazit gezogen.
Der DFB und die DFL haben nach der Premieren-Saison des Video-Assistenten in der Bundesliga ein positives Fazit gezogen. © imago
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Der DFB und die DFL haben nach der Premieren-Saison des umstrittenen Video-Assistenten in der Bundesliga ein positives Fazit gezogen.

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Der DFB und die DFL haben nach der Premieren-Saison des umstrittenen Video-Assistenten in der Bundesliga ein positives Fazit gezogen. Die Fußball-Verbände sehen aber auch noch Optimierungsbedarf. So müssen die Akzeptanz des neuen Hilfsmittels und die Transparenz für die Fans in den Stadien verbessert werden, schreiben der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Deutschen Fußball Liga (DFL) einer gemeinsamen Mitteilung.

Nach der Testphase wird der Videobeweis ab der kommenden Saison offiziell in der höchsten deutschen Spielklasse zum Einsatz kommen. In der 2. Bundesliga werde der Assistent „offline“ getestet, also ohne Auswirkungen auf den Spielbetrieb. DFB-Präsident Reinhard Grindel hatte den Videobeweis noch gerügt. "Es wurde zu oft eingegriffen. Deshalb ist es auch wichtig, dass es bei unserem Schiedsrichter-Lehrgang in Grassau vor Saisonstart noch einmal eine ganz klare Ansage gibt, wie der Videobeweis umzusetzen ist“, so Grindel.

Videobeweis in Deutschland: Diese strittigen Entscheidungen erhitzten in der Saison 2017/18 die Gemüter

Confed Cup 2017: Im Finale sorgte der Videobeweis im Spiel der deutschen Auswahl gegen Chile für Furore: Obwohl nach dem Ellenbogenschlag von Gonzalo Jara gegen Timo Werner der Videoassistent eingeschaltet wurde, entschied Schiedsricher Milorad Mazic falsch. Er verwarnte Jara nur, anstatt ihn für die Tätlichkeit vom Platz zu stellen. Der SPORTBUZZER zeigt die bisherigen strittigen Videobeweis-Einsätze in Deutschland in dieser Galerie. Zur Galerie
Confed Cup 2017: Im Finale sorgte der Videobeweis im Spiel der deutschen Auswahl gegen Chile für Furore: Obwohl nach dem Ellenbogenschlag von Gonzalo Jara gegen Timo Werner der Videoassistent eingeschaltet wurde, entschied Schiedsricher Milorad Mazic falsch. Er verwarnte Jara nur, anstatt ihn für die Tätlichkeit vom Platz zu stellen. Der SPORTBUZZER zeigt die bisherigen strittigen Videobeweis-Einsätze in Deutschland in dieser Galerie. ©
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Schiri-Chef Fröhlich: "Das ist ein guter Wert"

Durch den Video-Assistenten seien in der abgelaufenen Bundesliga-Spielzeit 64 Fehlentscheidungen verhindert worden. „Das ist ein sehr guter Wert“, wird Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich zitiert. Es habe jedoch auch einige Situationen gegeben, „in denen am Ende trotz des Video-Assistenten nicht die korrekte Entscheidung stand. Daran werden wir weiter arbeiten.“

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In den 306 Erstliga-Partien 2017/18 wurden insgesamt 1870 Situationen vom Video-Assistenten überprüft. Bei 1321 Szenen fand keine Kommunikation zwischen Schiedsrichter und Video-Assistent statt. 461 Situationen führten zu einem verbalen Austausch und der Bestätigung der jeweiligen Entscheidung des Unparteiischen. Bei 88 Eingriffen empfahl der Video-Assistent eine Entscheidungsumkehr. Durch diese 88 Eingriffe seien die 64 Fehlentscheidungen verhindert worden - in 13 Fällen blieben die Schiedsrichter bei ihrer Entscheidung, hinzu kamen elf fehlerhafte Eingriffe der Video-Assistenten. Wenn der Video-Assistent eingriff, nahm dies im Schnitt 57 Sekunden in Anspruch.

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