20. März 2018 / 09:03 Uhr

Bild: DFL hätte Antrag von Martin Kind auf 50+1-Ausnahme bei 96 abgelehnt

Bild: DFL hätte Antrag von Martin Kind auf 50+1-Ausnahme bei 96 abgelehnt

Redaktion Sportbuzzer
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Martin Kind
Martin Kind © imago/kaletta
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Die DFL hätte den Antrag von Martin Kind auf eine Ausnahmegenehmigung von der 50+1-Regel im Februar abgelehnt. Das berichtet die Bild-Zeitung – und beruft sich auf ein 78-seitiges Liga-Papier.

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Eigentlich war für Anfang Februar eine Entscheidung der Deutschen Fußball Liga (DFL) über den Antrag von Martin Kind auf eine Ausnahmegenehmigung von der 50+1-Regel bei Hannover 96 erwartet worden. Stattdessen ließ Martin Kind den Antrag ruhen und die DFL teilte mit, eine „ergebnisoffene Grundsatzdebatte“ in Sachen „50+1“ führen zu wollen.

Nun berichtet die „Bild“-Zeitung, dass die DFL den Antrag abgelehnt hätte. So habe Hannover 96 in den vergangenen 20 Jahren etwa 46 Millionen Euro von seinen Hauptsponsoren erhalten. Laut Statuten der DFL für einen erfolgreichen Antrag müsste Kind mindestens denselben Betrag eingebracht haben. „Ich kann sagen, dass ich deutlich mehr aufgewendet habe. Das liegt der DFL testiert vor“, sagte der 96-Clubchef im Februar.

DFL sagt: Kind investierte zu wenig

Laut Bild kommt die DFL nach Prüfung des Antrags allerdings lediglich auf eine von Kind aufgewendete Summe von 19,698 Millionen Euro.

Darüber hinaus seien die größten Posten keine Investitionen, sondern Verzichte. Dabei gehe es um ein Gehalt als Präsident und Geschäftsführer, das sich Kind für die letzten 20 Jahre zugerechnet habe. Auch Darlehen, die Kind dem Verein gewährt hat und Spenden der Kapitalgesellschaft an den Verein seien keine Förderleistug, argumentierte die DFL.

Hannover 96: Zahlen sind uns nicht bekannt

Hannover 96 zeigte sich von der Berichterstattung der "Bild"-Zeitung "irritiert": "Weder die Unterlagen noch die Zahlen sind uns bekannr, sodass wir dazu nicht detalliert Stellung nehmen können und werden", teilte der Club mit. (Hier mehr zur Reaktion von Hannover 96)

DFL: Gezielte Stimmungsmache

Auch die DFL nahm Stellung zu der Berichterstattung der "Bild"-Zeitung. Grundsätzlich äußere sich die Deutsche Fußball Liga nicht zu internen Vorgängen, die Vereine betreffen. Dennoch betonte die DFL: „Wir nehmen zur Kenntnis, dass im Vorfeld der DFL-Mitgliederversammlung am Donnerstag offensichtlich von interessierter Seite gezielt Stimmung gemacht wird. Dadurch soll erkennbar ein sachlicher Austausch erschwert werden.“

+++ Hinweis: Dieser Beitrag wurde um die Reaktion von Hannover 96 und der DFL ergänzt. +++

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