Holstein Traingslager 001 Verbotener Entwurf: Dieses mit einer Förde-Seekarte von 1900 bedruckte Holstein-Trikot hat die Deutsche Fußball Liga für die Zweite Liga verboten. Nicht nur Eileene Rüland, Organisatorin des Trainingslagers, und Störche-Betreuer Tim Petersen finden das schade. © Paesler
Holstein Traingslager 001

DFL macht Holstein Strich durchs Trikot

Aufdruck einer alten Förde-Seekarte wird nicht für den Zweitliga-Alltag genehmigt

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Knapp fünf Stunden benötigte der Mannschaftsbus des Fußball-Zweitligisten Holstein Kiel, dann war der Zielort am Dienstag erreicht: Romantik-Hotel „Aselager Mühle“ in Herzlake. Im Gepäck der Störche jede Menge gute Vorsätze für das am Sonnabend endende Kurztrainingslager. Doch der gnadenlose Arm, der für das Bundesliga-Unterhaus zuständigen Deutschen Fußball Liga (DFL), reichte auch bis ins sommerlich idyllische Emsland.

Und die Nachricht aus der DFL-Zentrale dürfte Betreuer und Zeugwart Tim Petersen zusätzlichen Stress bereiten. Denn ein Alleinstellungsmerkmal der neuen Puma-Trikots stößt bei den Liga-Oberen auf wenig Gegenliebe. Gemeint ist die von Eike Wolf kreierte Idee, auf der Vorderseite der Shirts eine Seekarte der Kieler Förde von 1900 zu zeigen – Förde übrigens damals mit H geschrieben. Dass sowohl dieses Detail als auch das Nacken-Logo „Kiel ahoi“ sowie die Rückennummer in der Größe gemäß den DFL-Vorgaben korrigiert werden müssen, war den Kielern bekannt.

Am Montag aber war die der Werbeagentur Wolf&Carow entsprungene Zweitliga-„Föhrde“ endgültig im DFL-Paragrafen-Dickicht versickert. Und Holstein-Pressesprecher Wolf Paarmann meinte: „Schade, die DFL ist der Meinung, dass das ein nicht erlaubtes Bild ist und kein Design-Element. Wir entwickeln jetzt eine neue Idee.“ Immerhin, am Dienstagnachmittag habe die DFL, so Paarmann, vorerst genehmigt, dass Holstein in Testspielen mit den „Föhrde“- Trikots auflaufen darf. Eventuell sogar in Pokalspielen, wenn der DFB keinen Einspruch erhebe.

Der 52-jährige Petersen nahm’s gelassen. Auch ohne das DFL-Dekret hatte der Vater der fast 13-jährigen Zwillinge Mette und Lynn eine kurze Nacht hinter sich gebracht. Bis Dienstag um ein Uhr nachts habe er das Gepäck vorbereitet, um fünf Uhr sei er schon wieder im Trainingszentrum Projensdorf gewesen, um die pünktliche Abfahrt um acht Uhr nicht zu gefährden. „Das war jetzt einmal ein bisschen extrem“, so der ehemalige Freizeit-Kicker Petersen. „Ich verbringe mehr Zeit mit der Holstein-Familie als mit meiner eigenen. Ohne das Verständnis von meiner Frau Kirsten und meinen Kindern wäre das nicht möglich.“

„Hoch und weit bringt Sicherheit“ – so lautete das Motto Petersens zu seiner aktiven Verteidiger-Zeit. Eine Devise, die den KSV-Profis heute nicht ausreichen dürfte. Gegner ist ab 17.30 Uhr im Eintracht-Stadion von Neuenkirchen Champions-League-Teilnehmer Schachtjor Donezk (Marktwert knapp 112 Millionen Euro). Der ukrainische Double-Sieger bestreitet derzeit ebenfalls ein Trainings-Camp in Harsewinkel. Im Aufgebot des Uefa-Pokal-Gewinners von 2009 stehen immerhin 15 aktuelle A-Nationalspieler.

Rechtzeitig zu diesem Test signalisierten die zuletzt angeschlagenen Kieler Dominic Peitz, Patrick Herrmann, Alexander Mühling und Christopher Lenz durch intensives Mitwirken am ersten Trainingsspiel in Herzlake ihre Einsatzbereitschaft. Torjäger Kingsley Schindler (Probleme an der Hüftmuskulatur) hingegen musste sich wie Atakan Karazor (Bänderriss) mit Aqua-Jogging und physiotherapeutischen Maßnahmen begnügen.

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