Fünf Jahre stand Jörn Meyer an der Seitenlinie des SV Bruchhausen-Vilsen. © Udo Meissner

Die Ära Meyer endet mit einem historischem Pokaltriumph

Saison-Rückblick: Nach einer enttäuschenden Hinrunde stellt Kreisligist SV Bruchhausen-Vilsen sein Potenzial unter Beweis

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Im Januar gab der Fußball-Kreisligist SV Bruchhausen-Vilsen bekannt, dass Trainer Jörn Meyer am Ende der Saison den Verein verlassen wird. Die Lila-Hemden, teilten die Verantwortlichen damals weiter mit, wollten sich neu orientieren. Das Ende einer fünfjährigen Ära war damit besiegelt. Doch der Übungsleiter und sein Team ließen sich nicht hängen, warfen noch einmal alles in die Waagschale, um sich gebührend zu verabschieden. „Es ist ja nicht so, dass nur ich den Verein verlasse, sondern auch einige Spieler. Niemand soll nachher sagen: Die haben nicht alles gegeben“, erklärte Jörn Meyer. Am Saisonende stand der vierte Tabellenplatz und – noch viel wichtiger – der dritte Kreispokalsieg in fünf Jahren zu Buche. „Es ist unglaublich. Das ist ein drehbuchreifer Abschied“, frohlockte der Trainer nach dem 1:0-Sieg über die U23 des TuS Sulingen.

Dabei hatte sich ein solches Ende nicht angekündigt – die Vilser liefen nahezu die komplette Hinrunde den eigenen Ansprüchen hinterher. Meyer machte die schlechten Resultate vor allem an dem geringen Durchschnittsalter des Kaders fest. Die jungen Spieler, meinte er, würden noch in der Anpassungsphase stecken. „Die Integration braucht eben seine Zeit. Wir haben unsere gesunde Mischung aus Erfahrung und Nachwuchs verloren“, attestierte der Übungsleiter. Dennoch hielt er bei Fehlern die schützende Hand über seine Akteure. Das sollte sich auszahlen: Die Vilser gewannen die finalen vier Partien der Hinrunde, überwinterten auf dem neunten Rang.

Im Januar wurde es dann offiziell: Der Verein wird sich zum Saisonende von Jörn Meyer trennen. Der machte keinen Hehl daraus, dass er gerne in Vilsen weitergemacht hätte, akzeptierte die Entscheidung aber. Anschließend blieben die Vilser vier weitere Partien ungeschlagen. „Wir wollen uns nicht hängen lassen“, erklärte Meyer ein weiteres Mal. Und warf gleich hinterher: „Es wäre der perfekte Abschied, wenn wir zum fünften Mal in Folge in das Kreispokalfinale einziehen würden.“ In der Liga arbeiteten sich die Lila-Hemden derweil auf Platz vier vor. Damit erreichten sie das ausgegebene Ziel, unter den besten Fünf zu landen. Außerdem erfüllten die Vilser Meyers sehnlichsten Wunsch. Sie standen tatsächlich erneut im Pokalfinale. Und nicht nur das: In einer eng umkämpften Partie gegen den Kreisligameister TuS Sulingen U23 gewannen sie mit 1:0 und bereiteten ihrem Coach einen drehbuchreifen Abschied.

In der kommenden Saison wird Frank Fischer an der Seitenlinie stehen. Er trainierte den SV Bruchhausen-Vilsen bereits früher und kehrt nun vom TVE Nordwohlde zurück. Den Aufstieg nimmt Fischer in der anstehenden Spielzeit noch nicht ins Visier, wohl aber einen Platz im oberen Tabellendrittel. „Die Bezirksliga-Absteiger sind natürlich Favoriten. Außerdem stecken wir in einem personellen Umbruch. Es kommen neue Spieler und es wird dauern, bis die Automatismen greifen“, schätzt der Neu-Coach. Einen erneuten Pokalsieg hält er für nahezu ausgeschlossen: „Das, was Jörn geschafft hat, wird es so nicht mehr geben.“

Region/Bremen SV Bruchhausen-Vilsen (Herren)

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