IMG_Jan-Phillip_Wottge_-_1_1_2212RJ42 Lägerdofs Keeper Marvin Koch (rechts) rettet in höchster Not gegen PSV-Angreifer Torben Czekay (links). Torge Kunter (Mitte) ist nur Zuschauer. © Wottge
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Die Defensive ist beim PSV Neumünster die Baustelle

Personell dezimierter PSV Neumünster spielt beim 3:1 gegen Lägerdorf viele Chancen heraus - Merlin Höckendorff zieht es nach München

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Mit einem 3:1-Heimsieg gegen den TSV Lägerdorf vergrößerte der PSV Neumünster in der Fußball-Oberliga seinen Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz auf fünf Punkte. Dabei musste PSV-Coach Maik Gabriel seine Elf im Vergleich zur Vorwoche auf fünf Positionen umbauen.

Standen die Ausfälle von Philipp Reinhold, Dominik Ulrich (beide privat verhindert) und Patrick Nagel (Sprunggelenk) bereits im Vorwege fest, ereilten Gabriel kurzfristig die Absagen von Timo Nath und Christoph Pfützenreuter. Nath zog sich beim Lehrgang der Polizei-Nationalmannschaft einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu und fällt wohl drei Wochen aus. Pfützenreuter plagte eine Fußprellung. „Unter den personellen Voraussetzungen macht mich unsere Leistung extrem stolz“, erklärte PSV-Coach Maik Gabriel. Insbesondere die Spieler aus der zweiten Reihe boten durchweg Ansprechendes an. Im Tor strahlte der 19-jährige Joe Gabriel bei seiner Oberligapremiere große Ruhe aus. Issam Khemiri kam auf der ungewohnten Linksverteidigerposition zum Einsatz und traf zum 2:0 (15.). Ein Sonderlob des Trainers heimste zudem Routinier Robin Ziesecke ein. „Er hat kaum einen Ball verloren, hat geschickt das Tempo variiert“, verneigte sich Gabriel vor der Performance des 30-jährigen Spielmachers, der als Nagel-Ersatz fast jede gefährliche Angriffssituation initiierte und per Strafstoß zum 3:0 (18.) traf. 25 Minuten zeigte der PSV trotz seines Rumpfkaders, warum der Abstiegskampf in dieser Saison kein Thema werden sollte.

Hohes Pressing, schnelles Umschaltspiel und viel Torgefahr. Wären da nicht die Schwächen in der Chancenverwertung. „Wir haben wieder Chancen für mehrere Spiele. Eigentlich müssen wir den Sack viel früher zumachen“, ärgerte sich Marc Barck, der bereits nach drei Minuten für den Brustlöser gesorgt hatte und später Khemiris Tor vorlegte. Nach vorne hui, nach hinten ab und an pfui. Erneut offenbarte die Gabriel-Elf Defizite in der Rückwärtsbewegung, doch die konnten die Steinburger lediglich zum 1:3-Anschlusstreffer nutzen. „Das ist unsere Baustelle. Da müssen wir deutlich zulegen“, weiß auch Gabriel um die Achillesferse der Polizisten. Zumal mit Merlin Höckendorff der Abwehrchef künftig nicht mehr zur Verfügung steht. Den USA-Rückkehrer verschlägt es als Unternehmensberater per sofort nach München. „Er wird uns fehlen. Doch er hat von vornherein mit offenen Karten gespielt“, sagt Gabriel. Höckendorff verlässt PSV mit einem lachenden und einem weinenden Auge: „Wir haben im letzten Spiel diesen wichtigen Dreier geholt. Leider spiele ich jetzt nicht mehr mit meinen Bruder Livius zusammen.“

PSV Neumünster (Herren) TSV Lägerdorf (Herren) Schleswig-Holstein-Liga (Herren) Region/Kiel

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