Gary Noel macht das 2:0. Doch startete er aus unerlaubter Position? Gary Noel macht das 2:0. Doch startete er aus unerlaubter Position? © objectivo
Gary Noel macht das 2:0. Doch startete er aus unerlaubter Position?

Die Derby-Nachlese: VfB zeigt sich einsichtig - Eutin fühlt sich benachteiligt

Trotz Schließung des Transferfensters: Neuzugänge bei 08 noch möglich

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Das Regionalliga-Nachbarschaftsduell zwischen Abstiegskandidat Eutin 08 und Aufstiegskandidat VfB Lübeck hat für viel Gesprächsstoff gesorgt. Nicht zuletzt, weil die 1853 Zuschauer beim 4:2-Sieg der Lübecker zwei komplett unterschiedliche Halbzeiten sahen.

Beim neuen Spitzenreiter aus der Hansestadt wurde das brisante Duell bereits am Sonntag kurz aufgearbeitet. Vor dem offiziellen Fototermin mit allen VfB-Teams ließ Trainer Rolf Landerl seine Burschen auslaufen. Die Spieler zeigen sich indes direkt nach dem Spiel einsichtig. „In der ersten Halbzeit haben wir Eutin komplett an die Wand gespielt. Danach haben unsere Körper unverständlicherweise abgeschaltet. Eigentlich müssen wir so abgeklärt sein, dass wir den Ball und Gegner weiter laufen lassen“, sagte der einwechselte Leon Dippert. Auch Stefan Richter fand deutliche Worte. „Durch eigene Nachlässigkeit haben wir die Eutiner stark gemacht. Wir müssen daran arbeiten, dass sauber herunterzuspielen.“ Dabei hatte Landerl noch in seiner Kabinenansprache davor gewarnt, nachzulassen. „In der zweiten Halbzeit müssen wir es besser machen. Wir haben zu lässig agiert“, monierte der zweifache Torschütze Gary Noel. Angesprochen auf die Tabellenführung sagte er: „Von mehr zu träumen, ist noch zu früh. Klar, wollen wir am liebsten schon diese Saison aufsteigen, müssen aber weiter arbeiten.“ Zunächst gelte der Fokus dem nächsten Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig II am kommenden Sonntag (13.30 Uhr). „Da wollen wir unseren Fans zu Hause wieder was anbieten“, räumte Noel ein. Am Montag ist frei, am Dienstag wird zweimal (9.30 + 17 Uhr) trainiert.

„Das passt in unsere Situation. Klarer geht’s nicht Krass ist das 2:0." ("Mecki" Brunner)

Der Pass vor dem 2:0: Der Ball ist in der Luft, Noel steht (ganz rechts) wohl im Abseits. Der Pass vor dem 2:0: Der Ball ist in der Luft, Noel steht (ganz rechts) wohl im Abseits. © Youtube
Vor dem 3:0: Wieder scheint Noel am nächsten zum Eutiner Tor zu stehen. Vor dem 3:0: Wieder scheint Noel am nächsten zum Eutiner Tor zu stehen. © Youtube

Bei den unterlegenen Eutinern ärgerte man sich nach Auswertung der TV-Bilder darüber, dass Noel laut Trainer „Mecki“ Brunner vor dem zweiten und dritten Gegentor im Abseits stand. „Das passt in unsere Situation. Klarer geht’s nicht. Krass ist das 0:2. Das ist bitter, das so etwas im Regionalligabereich passiert“, haderte er. Ungeachtet dessen hat das Spiel abermals die Defizite in der Abwehr seiner Elf aufgezeigt. „Ich weiß nicht, ob wir vom Kopf her nicht da waren“, unkte Torjäger Florian Stahl. Neuzugang Marcus Steinwarth befand: „Die erste Halbzeit war schlecht. Wir hatten gar keinen Derbycharakter gezeigt. Das war zu halbherzig. Ich weiß nicht, ob wir von der Kulisse beeindruckt waren.“ Vorne sind die Ostholsteiner jedenfalls immer für ein Tor gut (was die zweite Halbzeit gezeigt hat) und stellen auch den viertbesten Angriff (elf Tore). Auf der anderen Seite sind sie die Schießbude der Liga (19 Gegentreffer). Gegen die Lübecker agierten sie naiv, indem sie sehr hoch verteidigt haben. „Die Fehler müssen wir abstellen“, fordert Brunner.

​Kein Vorwurf an Bohnsack - das Warten auf Meyer geht weiter

Patrick Bohnsack, der vor dem 0:1 ausgerutscht war, wollte der Trainer keinen Vorwurf machen. „Er ist kein gelernter Innenverteidiger. Ihn könnte ich viel besser rechts im Mittelfeld gebrauchen“, erklärte der 57-Jährige. Dort, wo er noch keine Ideallösung gefunden hat. Feddy Kaps etwa fehlt die nötige Schnelligkeit. Somit geht das Warten auf die Rückkehr von
Sönke Meyer weiter. Der Kapitän und Abwehrchef will zwar diese Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen, doch dürfte es noch lange bis zum Comeback auf dem Platz dauern. Deshalb schloss Brunner nicht aus, dass man nach Schließung des Transfermarkts am 31. August nochmal tätig werde. Zumal der Kader eindeutig in der Breite zu dünn ist.
„Vertragslose Spieler können ja noch verpflichtet werden. Ich befinde mich im Austausch mit unserem sportlichen Berater Peter Schubert“, so Brunner. Kontakt gab es etwa zu Kerim Carolus (23, zuletzt Hamburger SV II), der aber am liebsten dritte Liga spielen möchte. Keine einfache Aufgabe erwartet die Rosenstädter am kommenden Sonnabend beim
Tabellenzweiten Hamburger SV II (13 Uhr). So will Brunner das Positive aus der guten zweiten Halbzeit mitnehmen. „Diese muss uns das Gefühl geben, dass es weitergeht.“ Wollen die Rosenstädter aber die Klasse halten, müssen sie in ihren Leistungen konstanter werden und ein cleveres Abwehrverhalten an den Tag legen.

Region/Lübeck Kreis Lübeck Kreis Ostholstein VfB Lübeck Eutin 08 Regionalliga Nord Region Norddeutschland (Herren)

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