Schiedsrichter Daniel Siebert beendet das Spiel für Willi Orban vorzeitig. Schiedsrichter Daniel Siebert beendet das Spiel für Willi Orban vorzeitig. © Imago
Schiedsrichter Daniel Siebert beendet das Spiel für Willi Orban vorzeitig.

Die dunkelrote Kartenbilanz von RB Leipzig – Hasenhüttl-Team Tabellenletzter

Es war nicht nur die vierte Niederlage für RB Leipzig am Samstagabend gegen Bayern München, sondern auch schon der dritte Platzverweise gegen den Rekordmeister. Der Vizemeister kassiert in dieser Saison auffällig viele Karten und ist derzeit Schlusslicht der Fairplay-Tabelle.

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Leipzig. Der RB-Kapitän nahm es ein bisschen mit Galgenhumor. Nach der 0:2-Niederlage beim wieder erstarkten Ligaprimus FC Bayern lief Willi Orban durch die Katakomben der Münchner Allianz-Arena und wurde dabei von einem Mannschaftsbetreuer berührt. Er hob beschwichtigend beide Hände, sagte laut „Kein Foul, kein Foul“ und verschwand gen Flieger, der bereits am späten Samstagabend wieder von München nach Leipzig abhob.

Dem Leipziger Innenverteidiger schien nach den vielen Diskussionen über die Schiedsrichterleistung am Mittwoch beim Pokal-Aus diesmal klar zu sein – der Platzverweis war keine deutliche Fehlentscheidung. „Es war ein Foul, das man regelkonform mit Rot bewerten kann“, sagte dann auch sein Trainer Ralph Hasenhüttl zu der Aktion von Orban in der 13. Minute an Arjen Robben und fügte hinzu: „In dem Fall wäre es besser gewesen, er hätte ihn laufen lassen und wir hätten das 0:1 kassiert, dann wäre noch nichts verloren gewesen.“ Ob der Niederländer wirklich an den Ball gekommen wäre, es sich eindeutig um die Vereitelung einer klaren Torchance handelte, ist auch nach mehreren Zeitlupen nicht eindeutig festzustellen. Im Zweifel hätte Daniel Siebert den RB-Kapitän also nicht vom Platz stellen müssen.

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Nach der vierten Niederlage samt drittem Platzverweis gegen den Rekordmeister stellt sich aber die Frage, warum sich die Leipziger ihren Chancen auf ein Duell auf Augenhöhe selbst so oft berauben. Ist das auch mangelnde Cleverness? Marcel Sabitzer sagte deutlich: „Das ist fahrlässig, das darf uns nicht passieren.“ Auch Emil Forsberg ärgerte sich: „Zweimal eine Rote Karte in Folge ist natürlich nicht gut. Das hat uns die nächste Runde im Pokal und drei Punkte in der Liga gekostet. Das tut weh.“

Letzter Platz in der Fairplay-Tabelle

Die zwei Platzverweise in dieser Woche gegen Bayern sind allerdings nicht die ersten der Leipziger in dieser Saison. „Wir haben in diesem Jahr bisher die ein oder andere Rote Karte zu viel bekommen. Da sind wir noch ein bisschen grün, ungestüm, jung und wild“, meinte Hasenhüttl. In der Fairplay-Tabelle der Bundesliga ist RB nach zehn Spieltagen Schlusslicht. 14 Gelbe, zwei Gelb-Rote, eine Rote Karte.

Das Bundesliga-Fairplay-Ranking

Wettbewerbsübergreifend mussten RB-Kicker in dieser Spielzeit bereits viermal frühzeitig vom Rasen. Naby Keita führt die unrühmliche Statistik mit zwei Platzverweisen, im Pokal gegen Bayern und in der Bundesliga gegen Gladbach, an. Hinzu kommen die Rote Karte von Orban in München sowie Gelb-Rot von Stefan Ilsanker beim BVB. Nur in der Champions League ist die Weste in dieser Hinsicht noch weiß.

Doch was tun, gegen diese unschöne Tendenz der letzten Wochen? Sabitzer erklärte in München deutlich, dass viele der Platzverweise bisher vermeidbar gewesen wären. „Das muss man schon ansprechen. Das darf auf dem Niveau nicht passieren“, sagte der österreichische Nationalspieler. Verteidiger Lukas Klostermann plädierte dafür, Ruhe zu bewahren: „Man muss trotzdem ein bisschen die Balance halten. Wenn wir sagen, wir gehen gar nicht mehr in die Zweikämpfe, dann kriegen wir jedes Spiel gefühlt fünf Gegentore. Aber wir werden das natürlich anschauen und wollen das in den nächsten Spielen ganz klar vermeiden.“

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Region/Leipzig RB Leipzig RB Leipzig (Herren) Fussball Bundesliga FC Bayern München-RB Leipzig (28/10/2017 18:30)

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