14. Juni 2018 / 20:37 Uhr

Die finanziellen Spielräume von RB Leipzig in diesem Sommer

Die finanziellen Spielräume von RB Leipzig in diesem Sommer

Anne Grimm
Zum zweiten Mal vom Sportdirektor zum Trainer: Ralf Rangnick.
RB Leipzigs Sportdirektor Rangnick hat schon mehr als die Hälfte seines Budgets verbraucht. © dpa
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Das Transferbudget von RB Leipzig ist mit den ersten zwei Neuzugängen bereits über die Hälfte ausgeschöpft. Den Salzburger Haidara muss der Bundesligist von seiner Wunschliste streichen. Die Trainerfrage zieht sich weiter wie Kaugummi.

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Leipzig. Mit dem Transferkonto von RB Leipzig verhält es sich wie mit Taschengeld: Wer mehr ausgeben will, als der Chef des Hauses veranschlagt hat, muss sich etwas dazuverdienen. Im konkreten Fall bedeutet das: Etwa 40 Millionen Euro stehen Ralf Rangnick nach Sportbuzzer-Informationen in diesem Sommer zur Verfügung. Die Summe ist aber nicht in Stein gemeißelt: Gewinne, die der 59-jährige RB-Sportdirektor durch Spielerverkäufe auf dem Transfermarkt erzielt, können ebenfalls in neue Fußballer investiert werden.

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Die Rechnung: Mit den beiden defensiven Neuzugängen Nordi Mukiele (16 Millionen Euro) und Marcelo Saracchi (11 Millionen Euro), ist bereits mehr als die Hälfte des Budgets verbraucht. Um im Mittelfeld noch einen Ersatz für Naby Keita und in der Offensive ein vielversprechendes Talent zu holen, sind mehr als die verbliebenen 13 Millionen Euro nötig. Amadou Haidara ist seit Donnerstag keine Option mehr für den Leipziger Kader: Der als Keita-Nachfolger gehandelte Mittelfeldkicker verlängerte in Salzburg bis 2022.

Fest steht: In diesem Sommer erzielt RBL erstmals ein Einnahmenplus. Von den mehr als 60 Millionen Euro aus dem Keita-Transfer zum FC Liverpool wurden 40 Millionen für Neueinkäufe bereitgestellt. Der „Rest“ soll in die Tilgung von Schulden bei Red Bull investiert werden, wie Geschäftsführer Oliver Mintzlaff erklärte. Mit etwa 80 Millionen steht der Verein beim Hauptsponsor in der Kreide. Die Darlehen hatte RB Leipzig in den vergangenen Jahren aufgenommen, um neue Spieler zu verpflichten.

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Für weitere Sommerabgänge sind bisher für Profi-Fußball-Verhältnisse nur kleine Summen in die Vereinskasse geflossen: Bundesliga-Absteiger Köln zahlte für Benno Schmitz etwas mehr als eine Million Euro. Der Wechsel von Agyemang Diawusie zum FC Ingolstadt brachte 500.000 Euro. Um das verbliebene Budget ausreichend zu erhöhen, sind größere Einnahmen nötig. Etwa durch den Transfer von Verteidiger Bernardo, der mindestens einen Gewinn von acht Millionen Euro bringen soll.

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Aber wer sitzt künftig nach der Trennung von Ralph Hasenhüttl im dritten Bundesligajahr als neuer (oder altbekannter) Trainer auf der Bank von RB Leipzig? Im Verein gibt man sich überbetont entspannt. Zwar wollte RBL eine Lösung, wie Mintzlaff Anfang Juni im Bild-Interview erklärte, innerhalb von zwei Wochen präsentieren, doch diese sind kommenden Montag vorüber. Ein Indiz dafür, dass auch nächste Woche kein Coach vorgestellt wird: Pressesprecher Benjamin Ippoliti ist erst ab 25. Juni wieder da. Ohne ihn hat es in den vergangenen drei Jahren keine Pressekonferenz gegeben. Sportdirektor Rangnick ist in den nächsten Tagen ebenfalls nicht am Cottaweg anzutreffen.

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