10. Juli 2018 / 21:52 Uhr

"Die Fusion vorantreiben": Schuschel will NFV verbessern - Cetinkaya gratuliert fair

"Die Fusion vorantreiben": Schuschel will NFV verbessern - Cetinkaya gratuliert fair

Alexander Flohr
Murad Cetinkaya (re) zeigte sich als fairer Verlierer und gratulierte Thorsten Schuschel zum Vorsitz des Kreisspielausschusses. 
Murad Cetinkaya (re) zeigte sich als fairer Verlierer und gratulierte Thorsten Schuschel zum Vorsitz des Kreisspielausschusses.  © imago sportfotodienst
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Murad Cetinkaya hat nach der verlorenen Wahl zum Vorsitzenden des Kreisausschusses seinem Konkurrenten Thorsten Schuschel gratuliert und wird sich wieder auf seine Tätigkeit als Schiedsrichter konzentrieren. Schuschel hingegen will den NFV in den nächsten drei Jahren verbessern, vor allem in den Bereichen Jugendspielbetrieb und Kommunikation mit den Vereinen.

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Murad Cetinkaya hat sich als fairer Verlierer gezeigt. Bei der Wahl zum Vorsitzenden des Kreisspielausschusses, für die es zwei Kandidaten gab, gratulierte er Thorsten Schuschel zum Sieg. Trotzdem ist der Herausforderer auch einige Tage nach dem NFV-Kreistag in Burgdorf noch immer geknickt. „Ich war davon ausge- gangen, dass ich deutlich mehr Unterstützung hätte“, sagte Cetinkaya.

Am Ende setzte sich Schuschel mit 1218 zu 612 Stimmen durch. Jeder Verein hatte dabei mehrere Stimmen, die sich nach der Anzahl der gemeldeten Mannschaften berechneten. Für Cetinkaya wird es nach der Niederlage erst einmal als Schiedsrichter beim NFV weitergehen. „Meinen Posten im Spielausschuss gebe ich natürlich zunächst einmal ab“, sagte er. „Aber als Schiedsrichter werde ich weitermachen. Das ist für mich eine Herzensangelegenheit.“ Cetinkaya war zuletzt als Staffelleiter für die Organisation des Spielbetriebs in der Kreisliga 4, der 1. Kreisklasse 3 sowie in den Staffeln 2 und 3 der 2. Kreisklasse zuständig.

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 „Aktuell macht es Sinn, Abstand zu halten"

Sein Kontrahent Schuschel begrüßt Cetinkayas Entscheidung, als Unparteiischer auch weiterhin zur Verfügung stehen zu wollen. Der Wahlsieger betont allerdings zugleich, dass eine Zusammenarbeit schwierig wäre. „Aktuell macht es Sinn, Abstand zu halten, weil einfach ein paar persönliche Erlebnisse passiert sind“, meinte er.

Die nächsten Wahlen im Spielausschuss finden erst in drei Jahren statt. Bis dahin wird Cetinkaya sich wohl auf seine Tätigkeit als Schiedsrichter konzentrieren. Und dann? „Dann werde ich auf jeden Fall wieder zur Wahl antreten“, sagte er. „Ich denke, dass ich mit meiner Kandidatur bereits einiges bewegt habe.“ Zu einem Thema in seinem Wahlkampf gibt es bereits ein Ergebnis: Künftig wird es in der Kreisliga zwei Wochenspieltage zu Beginn der Saison geben. Dadurch sollen die Mannschaften zum Ende einer Spielzeit entlastet werden. Das war auch eine Forderung Cetinkayas.

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In den nächsten drei Jahren will Schuschel weitere Themen angehen. Das Wahlergebnis betrachte er auch als Wertschätzung seiner Arbeit. „Der Zuspruch der Vereine ist da. Ich denke, dass wir auf so einer Basis in Zukunft gut arbeiten können“, sagte er. Unter anderem gehe es darum, die Kommunikation mit den Vereinen zu verbessern. „Das Miteinander ist wichtig. Dazu gehört es auch, dass wir mit dem Spielausschuss vor Ort sein müssen“, sagte er.

Die Organisation des Spielbetriebs ist ein weiterer Punkt auf seiner To-do-Liste. „Bestimmte Abläufe müssen besser funktionieren. Das gilt vor allem im Jugendspielbetrieb“, sagte Schuschel. Auch im Hinblick auf die Wochenspieltage gebe es weitere Überlegungen: „Wir wollen analysieren, ob es beispielsweise Sinn macht, dies auch in anderen Ligen anzuwenden oder eventuell sogar mehr Wochenspieltage einzuführen.“ Immer im Blick behält Schuschel dabei die weiteren Entwicklungen im Kreis Region Hannover, der am 30. Juli aus den Kreisen Hannover-Land und Hannover-Stadt gebildet worden war. „Unsere Aufgabe ist es nun, diese Fusion unter Berücksichtigung vieler Ideen voranzutreiben“, sagte er.

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