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Die Gelegenheit für Schwarz-Gelb auf dem Betzenberg ist günstig

Dynamo hat noch nie in Kaiserslautern gewonnen, das könnte sich am Mittwoch beim Tabellenletzten ändern

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Dresden. Der „Betze“ brennt – der Slogan steht für die traditionell heiße Atmosphäre, die Gastmannschaften im Fritz-Walter-Stadion von Kaiserslautern empfängt. Doch das Feuer rund um den bekanntesten Hügel der Pfalz lodert in diesen Tagen schon lange, bevor Dynamo Dresden am Mittwochabend (17.30 Uhr) in der 49.780 Fans fassenden WM-Arena von 2006 Farbe bekennen muss. Denn die Anhänger der hier beheimateten Roten Teufel machen ihren Profis vor dem Spiel gegen den Aufsteiger die Hölle heiß. Kein Wunder – der vierfache deutsche Meister ist nach fünf Spielen noch sieglos, hat erst ein Tor geschossen und findet sich am Ende der Zweitliga-Tabelle wieder. Mehr als die zwei Unentschieden in Würzburg (1:1) und gegen Düsseldorf (0:0) haben die Männer von Trainer Tayfun Korkut bisher nicht zu bieten. Selbst im DFB-Pokal ist der Traditionsverein nicht mehr vertreten – beim Drittligisten Hallescher FC flog man gleich in der ersten Runde nach einem 3:4 nach Verlängerung raus.

Man könnte meinen, die Gelegenheit sei günstig für die Dresdner, im siebenten Anlauf endlich den ersten Auswärtssieg auf dem Betzenberg zu schaffen. Doch Dynamo-Trainer Uwe Neuhaus warnt davor, die in der Krise steckenden Pfälzer zu unterschätzen: „Lautern ist nicht so schlecht, wie es der jetzige Tabellenstand aussagen könnte. Davon bin ich überzeugt. Sie werden mit aller Macht versuchen, uns zu bezwingen. Aber es birgt auch Chancen für uns, die wir auch eiskalt ausnutzen müssen.“ Er habe sich das letzte Heimspiel der Roten Teufel gegen den VfB Stuttgart angeschaut, das die Schwaben unter ihrem Interimstrainer Uwe Janßen mit 1:0 gewannen, und rechne damit, „dass wir Druckphasen überstehen müssen“, sagte Neuhaus. Gelingt das ähnlich gut wie beim 2:0-Sieg in Hannover, dann kann der Aufsteiger auch Zählbares aus der 100 000-Einwohner-Stadt mitnehmen.

Gegen Stuttgart präsentierte sich der in dieser Saison finanziell nicht auf Rosen gebettete FCK freilich deutlich verbessert als noch beim desolaten Auftritt in Sandhausen, wo sich die Erben der legendären ’54er-Weltmeister Fritz und Ottmar Walter, Horst Eckel, Werner Liebrich und Werner Kohlmeyer am 11. September mit 0:2 blamierten. Die verjüngten Lauterer kämpften vor 45 761 Fans aufopferungsvoll, waren im Abschluss aber nicht zwingend genug. „Das müssen wir verbessern, weil uns das nicht zufliegen wird“, forderte Korkut im „kicker“. Auf die Hilfe von Mittelstürmer Kacper Przybylko (Mittelfußbruch) kann er aber auch gegen die Dresdner nicht hoffen. Der FCK-Trainer verbreitete trotzdem Zuversicht, weil seine Mannschaft gegen den VfB zu einigen Einschussgelegenheiten gekommen war: „Es ist nicht zufällig, dass wir uns Torchancen herausspielen. Schlimmer wäre es, wenn wir keine hätten.“

Gegen Dynamo muss Korkut aber erneut improvisieren, denn wegen einer gegen Stuttgart erlittenen Oberschenkelverletzung fällt nun auch noch Kapitän Daniel Halfar aus. Neben ihm und Przybylko fehlen daneben definitiv weiter Mittelfeldspieler Christoph Moritz (Muskelverletzung), Verteidiger Mensur Mujdza (Kniereizung) und der noch ein Spiel rotgesperrte Keeper André Weis. Neuhaus kann dagegen auf den Kader der letzten Wochen bauen, der nur am vergangenen Sonntag beim 0:3 gegen Aue einen schlechten Tag erwischte. Lediglich auf Niklas Landgraf (Patellasehnenprobleme) und Marcel Hilßner (Zerrung) muss der Dresdner Coach definitiv verzichten. Bei Giuliano Modica (Trainingsrückstand) war er sich zuletzt noch nicht ganz sicher, ob er ihn auf die Bank setzt, tendierte aber dazu den Italo-Argentinier noch einmal zu schonen: „Ihm fehlt die Wettkampfpraxis, die Wettkampfhärte, das Tempo im Spiel.“ Er solle die Zeit nutzen, im Training individuell noch an seinen Schwachstellen zu arbeiten.

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