USER-BEITRAG Rolf Oberbeck on fire. Er erinnert sich noch heute gern an dieses Spiel zurück. © LN

Die großen Duelle gegen Werder

Morgen kommt Bremen auf die Lohmühle. Der Härtetest für den VfB Lübeck. Drei Spiele in der Vergangenheit bleiben den Fans immer in Erinnerung.

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Wenn Werder Bremen morgen nach langer Zeit wieder einmal auf der Lohmühle spielt (18.30 Uhr), dann werden die älteren Zuschauer glänzende Augen bekommen. „Das waren früher Duelle“, sagte Rolf Oberbeck und schwärmt von den Punktspielen der damaligen Oberliga Nord. Zwischen 1947 und 1963 fanden 18 Meisterschaftsspiele zwischen beiden Klubs statt. Bremen gewann elfmal, Lübeck viermal.

Besonders eine Partie ist in besonderer Erinnerung geblieben. Es war am 30. März 1958. Auf schneebedecktem Boden fegte der VfB den großen SV Werder mit 8:3 von der Lohmühle. „Es war unglaublich. So etwas vergisst man sein Leben lang nicht“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Dietmar Scholze.
Oberbeck war „Man of the Match“. Vier Tore schoss er gegen den starken Torhüter Dragomir Ilic. „Ich habe fünfmal aufs Tor geschossen, vier Bälle saßen“, sagte Oberbeck. „Ich hatte einen Glückstag. Ich konnte abziehen wie ich wollte.“

Als die Bundesliga 1963 eingeführt wurde, gab es nur noch zwei Pflichtspiele zwischen dem VfB und Werder - im DFB-Pokal. 25. August 2001, ein sonniger Sonnabend. 11000 Zuschauer strömten auf die Lohmühle. Party-Stimmung, weil der VfB lange Zeit mithalten konnte. Aber Ailton, der „Kugelblitz“, machte den Unterschied. Er konnte weder von Björn Arens, Kai Achilles noch von Serkan Rinal ausgeschaltet werden und erzielte bei Werders 3:2-Sieg zwei Tore.
Jens Scharping, der den VfB in Führung geschossen hatte, sagte nachher: „Bremen war einfach zu clever." Das zweite Tor von Dennis Kruppke kam zu spät (80.).

Das „Spiel der Spiele“ fand aber am 16. März 2004 statt. Der VfB Lübeck im Halbfinale des DFB-Pokals im Weserstadion. 40000 Zuschauer, darunter 10000 aus Lübeck und Millionen vor dem Fernseher. Gänsehaut-Feeling. Ein Meer von grün-weißen Fahnen auf den Tribünen. „Wir holen den DFB-Pokal und ihr werdet Deutscher Meister“, sangen die VfB-Fans. Ein riesiges Spruchband zierte den Lübecker Block: „Die Königin der Hanse gibt sich die Ehre.“

Der Spielfilm - ein Krimi. 1:0 für Lübeck, eine Ecke von Scharping köpfte Krstajic ins eigene Tor. Micoud schaffte den Ausgleich. 1:1 nach 90 Minuten. Verlängerung. Zandi brachte den VfB wieder in Führung. Unglaublich. Doch Ailton (wieder einmal!) und Valdez zerstörten den VfB-Traum vom Pokal-Finale in Berlin.

Morgen geht‘s wesentlich entspannter zu. Ohne Punkte, ohne ein Weiterkommen im Pokal. Für den VfB ist es der Härtetest vor dem Regionalliga-Start. Für Werder bedeutet die Partie der Abschluss des ersten einwöchigen Trainingslagers in Neuruppin (bei Berlin). Trainer Viktor Skripnik kommt mit dem kompletten Kader nach Lübeck. Nächste Woche geht‘s dann ins Zillertal (21. bis 29. Juli). Für das Spiel auf der Lohmühle wurden im Vorverkauf 3500 Tickets abgesetzt. Für Lübecks Spieler ist heute noch eine Teambuilding-Maßnahme angesetzt - mit einem kleinen Ball. Golfen mit Freunden in Curau.

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