08. März 2018 / 08:04 Uhr

„Die Jungs hören mir zu und sind hungrig“

„Die Jungs hören mir zu und sind hungrig“

Johannes David
Tüftler Mike Geppert ist nun für die Geschicke der A-Junioren des FC Eilenburg zuständig.
Tüftler Mike Geppert ist nun für die Geschicke der A-Junioren des FC Eilenburg zuständig. © Alexander Prautzsch
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Mike Geppert über seine neue Aufgabe als Trainer der A-Junioren des FC Eilenburg.

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Eilenburg. Das ging schnell: Keine zwei Monate nach seinem Abschied beim ESV Delitzsch ist Mike Geppert zurück. Der 48-Jährige trainiert die A-Junioren des FC Eilenburg, ist kurzfristig eingesprungen, weil ein Engagement des ursprünglich vorgesehenen Tobias Klein nicht zustande kam. Vorerst bis zum Sommer soll der erfahrene Übungsleiter das Nachwuchs-Flaggschiff des FCE durch die höchste Spielklasse Sachsens navigieren.

Die ersten gemeinsamen Einheiten liegen hinter der Mannschaft und dem Neuen – und hinterließen offenbar ein blendendes Gefühl. „Es gibt überhaupt keine Anpassungsprobleme. Die Jungs hören mir zu und sind hungrig. Wir wollen zusammen Erfolg haben“, sagt Geppert. Nach sechseinhalb Jahren als Chef der Männer des ESV hat er nun wieder eine Nachwuchstruppe übernommen. So begann seine Trainerlaufbahn vor einem Jahrzehnt beim FSV Krostitz.

In Eilenburg findet „Geppi“ ein bestelltes Feld vor. Nach dem Fastabstieg in der vergangenen Saison führte Bela Virag das Team zur Winterpause auf Rang neun der Landesliga. Der FCE-Großfeldkoordinator hatte die Aufgabe im Sommer zusätzlich übernommen, wollte die Verantwortung, sobald ein geeigneter Trainer gefunden würde, abgeben. Und hat den Worten nun Taten folgen lassen.

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Die erste Nagelprobe liegt bereits hinter der Kombination Geppert/FC Eilenburg. Am vergangenen Sonntag stand die Punktspielpremiere an – ausgerechnet gegen den FC Oberlausitz Neugersdorf. Den ungeschlagenen Spitzenreiter bezeichnete Geppert im Vorfeld als „Maß der Dinge“ gegen den man als Einheit auftreten und einfach Fußball spielen müsse. Letztlich reichte das nicht und die Jungs von der Mulde verloren 1:5. Doch in den kommenden Wochen folgen Partien, in denen die Chancen besser stehen sollten, etwa am Wochenende beim Tabellensiebten in Plauen.

Mit einem Makel muss der neue Coach aber so oder so leben: Die Gewissheit, hauptsächlich Spieler für andere Vereine auszubilden. Dass mehr als ein, zwei Jungs pro Jahrgang direkt den Sprung zu den Oberliga-Herren schaffen, ist schlicht illusorisch. „Natürlich wird es ganz schwer, in die erste Mannschaft reinzukommen. Aber die Spieler sind ihres eigenen Glückes Schmied, jeder hat die Chance dazu“, sagt Geppert. „Wenn es nicht klappt, wäre es zumindest schön, wenn sie nach der Jugend in der Landesliga oder Landesklasse Fuß fassen und nicht in der Kreisliga herumdümpeln. Dann hätten wir auch schon viel erreicht.“

Bliebe zum Schluss noch eine Frage: Ist das Ende der Zusammenarbeit im Sommer wirklich in Stein gemeißelt oder eher eine grobe Orientierung? „Wir warten mal ab wie es läuft und wie ich ankomme, dann werden wir uns nochmal zusammensetzen und schauen, wie es weitergeht“, erzählt Geppert. Theoretisch sei sogar eine Rückkehr zum ESV Delitzsch möglich, wo ihm eine Rolle als Sportlicher Leiter angetragen wurde. Fürs Erste gilt die Devise. „Jetzt konzentriere ich mich voll auf Eilenburg, perspektivisch kann ich mir dann alles anhören.“

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