22. Juli 2018 / 20:12 Uhr

Trauer beim RSV Hannover: Kanupolo-Star Fiete Junge stirbt im Alter von 26 Jahren

Trauer beim RSV Hannover: Kanupolo-Star Fiete Junge stirbt im Alter von 26 Jahren

Stefan Dinse
Fiete Junge war erfolgreicher Kanupolo-Spieler und wurde 2017 mit dem Silbernen Lorbeerblatt durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier geehrt.
Fiete Junge war erfolgreicher Kanupolo-Spieler und wurde 2017 mit dem Silbernen Lorbeerblatt durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier geehrt. © Sielski-Press
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Kanupolo-Star Fiete Junge stirbt mit gerade einmal 26 Jahren nach kurzer Krankheit. Junge starb offenbar an den Folgen einer Hirnhautentzündung. Die Bestürzung ist weltweit groß.

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In einer Woche hätte Fiete Junge zur Kanupolo-Weltmeisterschaft nach Welland in Kanada fahren sollen. Doch es ging alles entsetzlich schnell. Der Nationalspieler vom RSV Hannover ist nach kurzer Krankheit offenbar an den Folgen einer Hirnhautentzündung gestorben. Er wurde nur 26 Jahre alt.

Für einen Lehrgang der deutschen Auswahl hatte sich Junge noch kurzfristig bei Bundestrainer Björn Zirotzki (Duisburg) abgemeldet. Wenige Tage später war er tot. „Ich bin zutiefst traurig. Wir verlieren einen tollen Sportler und einen Freund“, sagte Zirotzki. „Es war unser großer gemeinsamer Wunsch, Weltmeister zu werden. Es ist unfassbar. Unser Mitgefühlt gilt seiner Familie.“

Beileidsbekundungen aus der ganzen Welt

Junge studierte Jura in Göttingen und hatte in diesem Jahr sein erstes Staatsexamen abgelegt. Einmal in der Woche fuhr er zum Training nach Hannover, blieb dem RSV stets treu. 2015 wurde er deutscher Vizemeister. Größere Erfolge fuhr der technisch überaus versierte Athlet mit den Deutschen ein. Nach zwei WM-Titeln bei den Junioren gewann Junge in seinem ersten Jahr in der DKV-Auswahl der Männer WM-Silber. Europameister wurde er im Jahr darauf. 2017 gab es Gold bei den World Games und das Silberne Lorbeerblatt von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Viel mehr kann ein Kanupolo-Spieler nicht erreichen.

„Ich kenne keinen, der nicht gern mit Fiete zusammengespielt hätte. Er war stets ein ganz großes Vorbild und ein toller Athlet“, betonte Ex-Bundes- und RSV-Trainer Björn Wende, der die Karriere Junges von Beginn an begleitet hat. „Die gesamte Kanupolo-Familie trauert, es kommen Beileidsbekundungen aus aller Welt.“

Zum vierten Bundesligaturnier an diesem Wochenende in Brandenburg fuhr der RSV, bei dem auch Junges zwei Jahre älterer Bruder Felix spielt, nicht. Der Club rutschte dadurch in der Tabelle von Rang drei auf Position sieben ab – das alles ist nun ohne Belang.

„Fiete wollte immer mit seinem Bruder und nur beim RSV spielen. Solch liebevolle Geschwister habe ich sonst nie erlebt“, sagt Wende. Junge habe einfach immer gute Laune gehabt. „Fiete war ein Aushängeschild des Kanupolos. Er war ein Leuchtturm.“

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