Manuel-Janzer-Markus-Anfang Einstimmung auf den Arbeitstag im Holstein-Trikot: Störche-Flügel Manuel Janzer (re.) lauscht mit voller Konzentration den Regie-Anweisungen seines Cheftrainers Markus Anfang.) © imago
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Die Macht des freien Kopfes

Holsteins Flügelflitzer Manuel Janzer hofft auf körperliche Stabilität und anhaltende Torquote

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Bei diesem fußballerischen Adelstitel hält Manuel Janzer, Außenbahnspieler des Drittligisten Holstein Kiel, kurz inne: Störche-Top-Torjäger 2017! Zwei Treffer „nur“, aber immerhin. „Stimmt“, sagt der 24-Jährige und lacht. Und doch belegen die „Buden“ gegen den VfR Aalen und Fortuna Köln den Aufwärtstrend des gebürtigen Schwaben.

In 13 von bislang 22 Drittliga-Spielen kam der Turbo-Flügel der Störche in dieser Saison zum Einsatz. Im gesamten vergangenen Spieljahr stand die Quote bei 14 von 38. Immer wieder wurde Janzer von Verletzungen, zumeist muskulären Problemen geplagt. Dieser Fluch scheint gestoppt. „Ich habe die gesamte Wintervorbereitung mitmachen können. Und in dieser Zeit auch einige Tore geschossen. Das hat mir ein gutes Gefühl gegeben.Noch im vergangenen Sommer sah das schlechter aus“, so der Mann, der in Aalen das Licht der Welt erblickte und in zwölf Jahren beim VfB Stuttgart seine fußballerische Reife erlangte.

„Vielleicht habe ich mir im ersten Jahr hier in Kiel angesichts der starken Konkurrenz tatsächlich zu viel Druck gemacht. Zu viele Gedanken, wenn ich einmal nicht nominiert wurde“, so der U17-Europameister von 2009, der das Trio der gelernten „Außenseiter“ mit Kingsley Schindler und Steven Lewerenz komplettiert.

Auch ein „gutes Gespräch mit dem Trainer“ habe geholfen, in die Stammplatz-Spur einzubiegen. Positiv habe sich zudem die sanfte Ernährungsumstellung ohne dogmatischen Verzicht auf bestimmte Lieblingsspeisen ausgewirkt. Schon in der vergangenen Serie wurden die Weisheitszähne entfernt – fast schon eine professionelle Pflichtübung für besonders
verletzungsanfällige Spieler.

​Am Sonntag (14 Uhr/live im MDR-Fernsehen) wollen Janzer und seine Mitstreiter die  Auswärtshürde FSV Zwickau nehmen. Es wäre für den Ur-Süddeutschen, der den klimatologischen Eingewöhnungsprozess an der Ostsee nach eigenen Worten abgeschlossen hat, Drittliga-Einsatz 122. „Wir müssen diese Partie genauso angehen wie zuletzt beim 5:1 gegen Fortuna Köln“, sagt Janzer mit Blick auf die Umsetzung der uralten Fußball-Weisheit vom vergangenen Sonnabend, demnach zuerst der Kampf und dann die spielerischen Komponente kommt.

Schon in der vergangenen Saison, so erinnert sich Janzer, habe er in den drei aufeinander folgenden Partien zwischen Spieltag 29 und 31 je einmal getroffen: Cottbus, Aue und Magdeburg. „Danach allerdings war ich wieder verletzt“, beschreibt der gelernte Sport- und Fitnesskaufmann das persönliche Wellental im März 2016. Vielleicht auch ob dieses Hintergrundes orakelt der offensive Mittelfeldspieler: „Ganz ehrlich, mir ist es egal, wer am Sonntag die Tore schießt. Hauptsache, wir gewinnen als Team.“

Dass sein Vertrag bei den Störchen am 30. Juni ausläuft, beunruhigt den am Kieler Südfriedhof in einer Zweieinhalb-Zimmer-Wohnung lebenden Janzer zurzeit nach eigenen Worten nicht. Der Zusatz aber zeugt von der Verschmelzung schwäbischer und nordischer Mentalität. „Ich bin total gerne in Kiel und habe Spaß hier. Es würde mich freuen, auch in der kommenden Saison für Holstein spielen zu können.“ Im Optimalfall dann als feste Größe mit anhaltender Torjäger-Qualität.

Region/Kiel 3. Liga Deutschland 3.Liga (Herren) Manuel Janzer (Holstein Kiel) Holstein Kiel Holstein Kiel (Herren)

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