10. August 2018 / 17:04 Uhr

Die starke Rückrunde des ATSV Scharmbeckstotel birgt Gefahren

Die starke Rückrunde des ATSV Scharmbeckstotel birgt Gefahren

Frank Mühlmann
Warner und Mahner: ATSV-Coach Philipp Meinke.
Warner und Mahner: ATSV-Coach Philipp Meinke. © Werner Maaß
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Bezirksligist geht mit Sturmsorgen und sehr schwachen Testergebnissen in die neue Saison

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In der vergangenen Saison hat der ATSV Scharmbeckstotel mit einer extrem erfolgreichen Rückrunde auf beinahe wundersame Art und Weise noch den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga 3 geschafft. So schön die Gedanken an diese „Cinderella Story“ rückblickend noch sind, so gerne möchten die Schwarz-Gelben einen ähnlichen Kraftakt und ein solches Herzschlagfinale diesmal vermeiden.

Die Vorzeichen für eine sorgenfreiere Spielzeit stehen nicht allzu schlecht. Das Grundgerüst der Mannschaft ist geblieben, viele junge Akteure haben das Team verstärkt. Der älteste Neuzugang Tammo Bode ist gerade mal 20 Jahre alt. „Da wir uns erst am letzten Spieltag retten konnten, besaßen wir keine großen Möglichkeiten mehr, einen ganz dicken Fisch an Land zu ziehen“, beschreibt Philipp Meinke die Situation auf dem umkämpften Transfermarkt. „Deshalb setzen wir auf viele Talente, womit ich in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht habe“, erklärt der ATSV-Trainer.

Als Königstransfer kann wohl Nils Bonkowski vom TSV Wallhöfen bezeichnet werden. Ein Spieler, auf den Meinke dank seines enormen Talents große Stücke hält, mit dem er aber in
der Vorbereitung noch viel experimentierte: „Er kann in der Offensive jede Position bekleiden, aber ich habe die ideale noch nicht abschließend gefunden.“ Auch dem zentralen
Mittelfeldspieler Tim Hensel (Aschwarden) und Außenverteidiger Enis Albayrak (JFV Bremen) ist laut Meinke sofort zuzutrauen, sich in dieser Liga zurechtzufinden.

Im Tor hat Nils Sievert erneut gute Karten, als Nummer eins in die Saison zu gehen, wobei sich Philipp Meinke dabei noch nicht abschließend festlegen wollte. Die Verteidigung machte in den Testspielen den wohl bislang stabilsten Eindruck. Allerdings wird Abwehrchef und Kapitän Eike Pupat die ersten Partien aufgrund eines tiefen Muskelfaserrisses verpassen. Seine Position dürfte zunächst Neuzugang Rene Meier bekleiden.

Merh aus dem Bezirk Lüneburg

Im Mittelfeld sieht Philipp Meinke mit seinem breiten Kader mehr Möglichkeiten als im Vorjahr. Allerdings hat sich eine Stammformation bislang noch nicht herauskristallisiert. „Ich habe viel ausprobiert“, gesteht Meinke, „aber bei der Chancenkreation im letzten Drittel hinken wir meinen Ansprüchen noch weit hinterher.“ Eigentlich hatte Meinke mit dem erfahrenen Jonas Krebs große Pläne, doch dieser fällt mit einem Muskelbündelriss bis auf Weiteres aus.

Hoffnung gibt dem ATSV aber die starke Frühform von Kjell Scheper, der gemeinsam mit Viateslav Dederer für den Spielaufbau und Tempowechsel zuständig sein soll. Das größte Problem aber besitzt Scharmbeckstotel zweifelsohne im Sturm. Die Wiederkehr der langzeitverletzten Pascal Blaak und Florian Arkenau, die sich die Innen- beziehungsweise Außenbänder gerissen haben, ist lange nicht absehbar. Vor allem Blaaks Geschwindigkeit fehlt Meinke als Trumpfkarte in vorderster Front. Dadurch wird viel auf den 35-jährigen
Johann Boger ankommen, der zurzeit seinen „zweiten Frühling“ (Meinke) erlebt.

Der Übungsleiter weiß, dass Rückrundenplatz fünf auch eine Gefahr birgt: „Einige meiner Jungs haben sich etwas zurückgelehnt, was auch mitverantwortlich für die schwachen Testresultate war. Wir müssen aber stets am Limit spielen und bekommen in dieser Liga nichts geschenkt. Das Saisonziel Klassenerhalt wird auch dieses Mal beileibe kein Selbstläufer.“ Zumal das Startprogramm knackig ist.

Nach dem Auftakt beim „einzig logischen Meister“ (Meinke) TSV Etelsen am Sonntag um 15 Uhr muss der ATSV gegen den hungrigen Aufsteiger Rot-Weiß Achim ran, bevor mit Pennigbüttel und Ottersberg ebenfalls hohe Hürden warten. „Da können wir ohne Understatement auch gleich viermal verlieren, und dann stehen wir wieder dort, wo wir nicht hinwollen“, blickt Philipp Meinke warnend voraus.

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