dominic peitz Dominic Peitz (li.) lässt sich auch von zwei Erfurtern nicht stoppen. © Nawe
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Die Stunde des Philosophen

Holstein-Routinier Dominic Peitz betrachtet das Remis in Erfurt positiv

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Unbedachte Worte kommen Dominic Peitz, Routinier des Fußball-Drittligisten Holstein Kiel, selten  bis gar nicht über die Lippen. Dies war am Sonnabend nach dem Last-Minute-Treffer zum 1:1 (0:1)-Endstand bei Rot-Weiß Erfurt nicht anders.

Gerade hatten die Störche Platz zwei an Jahn Regensburg verloren, mit Platz drei aber alle Chancen im Aufstiegsrennen bewahrt. Dank Peitz‘ ersten Drittliga-Tores im Holstein-Trikot. „Irgendwann muss man ja auch mal treffen nach den vielen Standards, die wir zuletzt hatten“, sagte der 32-Jährige, der in Erfurt in der 90. Minute nach Freistoß von Christopher Lenz zum verdienten Ausgleich  eingeköpft, in der Partie zuvor aber gegen Preußen Münster (0:0) in einer packenden Schlussphase drei Chancen ungenutzt gelassen hatte.

Und dann kamen die unausweichlichen Fragen der Journalisten nach den Möglichkeiten im Kampf um den Sprung in die Zweite Bundesliga fünf Spieltage vor dem Saisonschluss. „Jeder einzelne Punkt kann in der Endabrechnung Gold wert sein“, antwortete der 1,96-m-Mittelfeld-„Riese“, der an diesem Nachmittag in Thüringen nicht nur wegen seines Tores zum besten Kieler Feldspieler avancierte, zunächst standardgemäß.

Um Sekunden später in philosophische Tiefen abzutauchen: „Für mich ist es ein Phänomen, dass Mannschaften, die etwas erreicht haben und damit in Situationen kommen, etwas verteidigen zu müssen, ligaübergreifend verkrampfen. Über dieses Thema würde ich gerne einmal eine Doktorarbeit schreiben.“  Peitz sprach damit vor allem auf den ersten Durchgang gegen Erfurt an, in dem die Kieler „schläfrig“ zu Werke gegangen waren und „fußballerisch einen gebrauchten Tag“ erwischt hatten, wie es KSV-Cheftrainer Markus Anfang formulierte.

Peitz beschrieb den Status quo positiv. „Wir haben wieder nicht verloren, sind jetzt seit acht Spielen ungeschlagen. Das sollte uns den Rücken stärken für die kommenden Aufgaben. Uns zu schlagen, wird immer schwerer.“ Eine klare Kampfansage noch wartenden Gegner: Chemnitz, Rostock und Halle zu Hause, Regensburg und Großaspach auswärts.

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