Carlo Ancelotti musste beim FC Bayern früh in der neuen Saison gehen. Carlo Ancelotti musste beim FC Bayern früh in der neuen Saison gehen. © imago
Carlo Ancelotti musste beim FC Bayern früh in der neuen Saison gehen.

Die wahren Gründe für den Ancelotti-Rauswurf beim FC Bayern

Sportlicher Misserfolg, Zwist mit einigen Spielern: Doch das waren nicht die einzigen Gründe für die Entlassung von Carlo Ancelotti beim FC Bayern. 

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Nüchtern betrachtet erschien die Entlassung von Carlo Ancelotti beim FC Bayern vielleicht etwas verfrüht. In der Bundesliga spielt der Rekordmeister oben mit und bei Scheichklub Paris St. Germain kann man auch schon mal verlieren. Doch wie der Kicker berichtet, haben nicht nur sportliche Gründe dazu geführt, dass sich der Klub vom Italiener trennte. Zuletzt war lediglich die Rede von fünf Spielern, die Ancelotti gegen sich aufgebracht haben soll.

Hinrundenaus für Franck Ribéry

Doch insgesamt ging wohl ein Riss durch die gesamte Mannschaft. Besonders Ancelottis Vorliebe für die spanische Fraktion (Thiago, Javi Martínez, James Rodriguez) beim FC Bayern spaltete die Gruppe. Angeblich hätten gemeinsame italienisch-spanische Abendessen die Aufstellung nachhaltig beeinflusst. Leidtragenden wie Franck Ribéry und Jérôme Boateng, die in wichtigen (DFB-Pokalhalbfinale 2017, Boateng) oder für sie wichtigen (gegen Paris St. Germain, Ribéry hatte 40 Freunde und Verwandte eingeladen) nur auf der Bank schmorten, wurden zu Ancelotti-Gegnern. Auch Thomas Müller hatte sich über seine Situation unter dem Italiener beklagt. Mats Hummels galt ebenfalls nicht unbedingt als Befürworter, will sich aber auch nicht als "Königsmörder" dahin gestellt sehen. "Das ist nicht okay", sagte der Nationalspieler.

Profis bemühten sich heimlich um Einzeltraining

Stichwort beklagen. Das Training war vielen Bayern-Spielern zu lasch. Arjen Robben soll sich beim Vorstand beschwert haben, dass die Anforderungen selbst in der D-Jugend in Grünwald, dort wo sein Sohn spielt, höher seinen als in den Einheiten unter Ancelotti. Einige Spieler organisierten sich eigenständig (und heimlich) Einzeltrainings, obwohl vom Trainer verboten.

Taktische Eingriffe während des Spiels? Fehlanzeige. Beim 2:2 gegen den VfL Wolfsburg lautete seine einzige Ansage in der Halbzeitansprache: "Ihr müsst aufpassen."

Generell verlief die Kommunikation zwischen dem Coach und seinen Spielern wohl unzureichend. So erkundigten sich Joshua Kimmich und Kingsley Coman beim Vorstand nach ihrem Wert für den Verein, weil sie sich vernachlässigt fühlten - auch Boateng zog ein vorzeitigen Abschied beim FC Bayern wohl in Erwägung.

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Und dann wäre da noch die Sache mit der Spielvorbereitung. Vor dem Spiel gegen Paris hatte Ancelotti erstmals (!) umfangreiche Videoanalysen verordnet, um im Endeffekt doch wieder anders aufzustellen als vorher besprochen.

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