27. Dezember 2017 / 14:03 Uhr

Die zwei Gesichter der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst

Die zwei Gesichter der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst

Karsten Bödeker
Raymund Maaß TSG Seckenhausen
Raymund Maass (mi, rot) ist bislang der beste Torschütze der TSG.
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Hinrunden-Analyse: Der Bezirksligist hat als Tabellensiebter eine passable Hinrunde hingelegt, wenn auch keine konstante

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Zwei verschiedene Serien hat Fußball-Bezirksligist TSG Seckenhausen-Fahrenhorst in der ersten Saisonhälfte hingelegt. Eine war positiv, die andere negativ und so steht das Team mit 22 Punkten auf Rang sieben. Sechs Siege, sechs Niederlagen und vier Unentschieden – mehr Durchschnitt geht nicht. Einzig auffällig ist der Platz vier in der Tabelle der Heimspiele. Das Gesamtergebnis ist ordentlich, angesichts der Tatsache, dass in Prognosen ein zweistelliger Platz zu erwarten war. „Insgesamt sind wir zufrieden, es hätten vier Punkte mehr sein können“, meint Trainer Dirk Hofmann. Dass die Hinrunde ergebnismäßig fast exakt geteilt war, hat für ihn keine Bedeutung. „Wann wir die Punkte holen, ist egal.“

Tatsächlich kam die TG gut aus den Startlöchern, schien fast zu stoppen, doch dann rettete sie die Winterpause vor einem weiteren Absturz. Begeistert ist Hofmann über die letzten sechs sieglosen Partien nicht, findet die Entwicklung aber erklärlich: „Wir hatten eine super Vorbereitung auch mit dem Trainingslager in Barsinghausen, das wir gewonnen hatten. Später haben wir den kleinen Kader gemerkt und außerdem hatten wir da Gegner, gegen die man auch mal verlieren kann.“ Tatsächlich gewann die TSG fünf von sechs Spielen am Stück, darunter 4:1 gegen Bassum. Es folgte ein 8:1 gegen den überforderten ASC Nienburg, der längst nicht mehr der ambitionierte Landesligist aus den Nuller-Jahren ist. Danach holte die TSG bis zum Winter nur drei von 18 möglichen Punkten. Allerdings gab es die Niederlagen gegen die beiden Sulinger Vereine und gegen Stuhr, eben gegen Spitzenteams.

Der kleine Kader ist perspektivisch ein Problem, denn der eigene Nachwuchs ist dünn gesät. Die zeitweise geringe Trainingsbeteiligung war keine Charakterfrage sondern beruflich begründeten Ausfällen geschuldet. Der Kader war vor der Saison nahezu unverändert geblieben. Nico Kiesewetter suchte sein Glück in Etelsen (Landkreis Verden). „Wir haben versucht, ihn als Kollektiv zu ersetzen“, so Hofmann. Raymund Maaß kam aus der Zweiten zurück in den Bezirk und ist mit sechs Treffern der beste Goalgetter. Christian Schult traf auch sechsmal, Marvin Bialucha fünfmal. Damit hat das Trio drei Viertel aller TSG-Treffer in dieser Hinrunde erzielt. Überhaupt ist die Offensive statistisch betrachtet eine Baustelle des Teams. Von den 25 Toren fielen acht beim Spiel gegen Nienburg. Das macht in den übrigen Partien einen Schnitt von einem Tor und eine Verbindung zwischen Torflaute und mangelndem Erfolg ist deutlich. Denn in den letzten fünf sieglosen Partien fielen nur zwei TSG-Tore. Immerhin gelangen zwei 0:0. Dazu Hofmann: „Unsere Offensive mit Raymund Maaß und Marvin Bialucha kann nicht immer beim Training dabei sein.“

Andererseits ist die Defensive mit 19 Gegentreffern recht stabil. Im Tor stand 14 Mal Maurice Lutterklas. Malte Wolpmann durfte zweimal ran. „Maurice hat sich fest etabliert und ist eine Stütze“, so Hofmann. Mit Eike-Claas Müller zog sich ein Routinier zurück, mit Christian Schult und Torben Budelmann blieben zwei andere Ü30er, die beide fast alle Spiele mitmachten und für Hofmann gesetzt bleiben. „Das ist geballte Erfahrung, die wir brauchen.“ Hofmann neigt in seinem Rückblick nicht zu großen Aussagen. So habe es mit dem 0:0 gegen Mühlenfeld und dem 1:1 gegen Estorf-Leeseringen nur zwei Partien gegeben, die ihn geärgert hätten. Gegen Mühlenfeld habe die TSG Chancen satt gehabt und gegen Leeseringen einfach nur schlecht gespielt. „Aber einen richtigen Tiefpunkt gab es nicht.“ Das 8:1 gegen den ASC war naturgemäß ein Highlight, aber auch gegen den SV Heiligenfelde und den TV Stuhr sei die TSG richtig gut gewesen.

Apropos Stuhr: Dass Seckenhausen gegen den Verein, mit dem es eine Spielgemeinschaft im Jugendbereich gibt, nicht gewinnen kann, wurmt nicht nur Routiniers wie Christian Schult, sondern auch Hofmann, der erst seit drei Jahren dabei ist. „Diese Saison haben wir schon zweimal gegen sie gespielt und im Sommer werden sich wohl unsere Wegen trennen“, meint er mit Blick auf die Landesliga-Ambitionen des Lokalrivalen. Dafür wolle die TSG mit einem Sieg gegen ein anderes Spitzenteam ein Ausrufezeichen setzen. Das sei einer der Wünsche für die Rückrunde. Ansonsten wäre Hofmann schon mit einer Fortsetzung des Durchschnitts zufrieden. „Die Tabelle ist ja noch nicht gerade und wir können durch Nachholspiele noch abrutschen. Wir wollen rechtzeitig die Punkte gegen den Abstieg holen.“

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