08. Juni 2018 / 11:38 Uhr

Diese Kicker waren als Spieler von Hertha BSC bei einer WM dabei

Diese Kicker waren als Spieler von Hertha BSC bei einer WM dabei

Stephan Henke
Josip Simunic (r.), der schon 2002 bei der WM war, sah 2006 im Spiel gegen Australien insgesamt drei Gelbe Karten von Schiedsrichter Graham Poll (l.), sein damaliger Hertha-Teamkollege Niko Kovac war hautnah dabei.
Josip Simunic (r.), der schon 2002 bei der WM war, sah 2006 im Spiel gegen Australien insgesamt drei Gelbe Karten von Schiedsrichter Graham Poll (l.), sein damaliger Hertha-Teamkollege Niko Kovac war hautnah dabei. © dpa
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Insgesamt 19 Herthaner sind bislang zu einer Weltmeisterschaft gefahren - den Titel konnte keiner gewinnen.

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Die neusten heißen Marvin Plattenhardt (Deutschland), Genki Haraguchi (Japan) und Mathew Leckie (Australien), insgesamt sind es 19: Fußball-Bundesligist Hertha BSC hat seit der Einführung der Fußball-Weltmeisterschaft 1930 schon einige Spieler zu einer WM entsandt. Weltmeister wurde zwar noch keiner, doch trotzdem hat der eine oder andere Fußball-Geschichten mitgeschrieben.

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Eine der kuriosesten ist wohl die von Josip Simunic. Mit Kroatien spielte der kantige Innenverteidiger 2006 seine zweite WM, es lief das letzte Gruppenspiel gegen Australien, wo Simunic einst geboren wurde. In der 62. Minute zückte Schiedsrichter Graham Poll die erste Gelbe Karte gegen den Herthaner, in der 90. dann die zweite. Doch statt Simunic vom Platz zu schicken, ließ der englische Unparteiische Simunic weiterspielen. Drei Minuten später meckert der allerdings so sehr, dass er schließlich seine dritte Gelbe sah – und doch noch vom Platz musste.

Das Malheur schlug hohe Wellen. „Das kann ich nicht verstehen, und das kann ich auch nicht verzeihen. Da sind fünf Schiedsrichter bei einem Spiel, von denen vier per Funk verbunden sind. Ich kann nicht nachvollziehen, dass sich keiner eingeschaltet hat“, sagte danach Fifa-Präsident Sepp Blatter. Kroatien half die unfreiwillige Aktion übrigens nicht, durch das 2:2 zog Australien als Gruppenzweiter hinter Brasilien ins Achtelfinale ein, Kroatien schied als Dritter aus.

Arne Friedrich bei zwei Weltmeisterschaften


Erfolgreicher waren da schon einige deutsche Nationalspieler. So stand Marko Rehmer 2002 im Kader, als Deutschland unter Teamchef Rudi Völler sogar ins Finale einzog. Rehmer selbst hatte daran allerdings nur einen geringen Anteil, 45 Minuten aus dem Achtelfinale gegen Paraguay (1:0) stehen in seiner Turnierbilanz.

Deutlich mehr Einsatzzeit hatte  da Arne Friedrich, der gleich für zwei Weltmeisterschaften nominiert wurde. Sowohl beim „Sommermärchen“ 2006 als auch bei der WM in Südafrika 2010 gehörte er zum absoluten Stammpersonal Deutschlands, machte insgesamt 13 von 14 möglichen Spielen und fehlte 2006 nur aufgrund einer Verletzung im Spiel um Platz drei gegen Portugal (3:1). Auch 2010 sprang Platz drei für ihn raus, im Viertelfinale gegen Argentinien schoss er sogar sein einziges WM-Tor.

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Negativere Schlagzeilen schrieb dagegen die Mannschaft, mit der Erich Beer 1978 zur WM in Argentinien fuhr. Die Hertha-Legende stand viermal auf dem Platz, unter anderem bei der „Schmach von Cordoba“, als Deutschland gegen Österreich 2:3 verlor. Beim Stand von 1:0 wechselte Bundestrainer Helmut Schön den Mittelfeldspieler aus. „Ich war stinksauer, als ich für Hansi Müller runter musste“, erinnerte sich Beer später. Österreich drehte das Spiel und gewann am Ende 3:2. Für Beer war es das letzte Spiel in der Nationalmannschaft überhaupt. „Ich sage zu meiner Entschuldigung, dass ich nur die erste Halbzeit gespielt habe, und da haben wir geführt.“

Ein Sieg gegen Deutschland gelang auch dem damaligen Herthaner Gojko Kacar 2010. Im zweiten Gruppenspiel gewann er mit Serbien 1:0 gegen den späteren WM-Dritten. Das half den Serben allerdings nicht, die beiden übrigen Gruppenspiele verloren sie gegen Ghana und Australien und schieden aus. Ein ähnliches Schicksal ereilte auch Verteidiger Steve von Bergen mit der Schweiz. Im ersten Gruppenspiel 2010 schlugen die Eidgenossen sensationell den Turnierfavoriten Spanien mit 1:0. Doch nach einer Niederlage gegen Chile und einem Remis gegen Honduras war das Turnier für die Schweiz früh beendet – und Spanien wurde später Weltmeister.

Vier Jahre zuvor schaffte es Gilberto ins Starensemble von Brasilien und schoss gegen Japan sogar ein Tor. Ein Treffer gelang auch dem Kroaten Niko Kovac beim 2:2 gegen Australien. Und umjubelter Siegtorschütze für die USA war John Anthony Brooks 2014 bei der WM in Brasilien. Beim 2:1 gegen Ghana war er in der 86. Minute erfolgreich.

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