Pflegen ein gutes Verhältnis: Doberans Trainer Ronny Susa und Bützow-Coach Helge Marquardt (r.). Pflegen ein gutes Verhältnis: Doberans Trainer Ronny Susa und Bützow-Coach Helge Marquardt (r.). © Denver Ehrlich/Johannes Weber
Pflegen ein gutes Verhältnis: Doberans Trainer Ronny Susa und Bützow-Coach Helge Marquardt (r.).

Doberaner FC gegen TSV Bützow: Für 90 Minuten ruht die Freundschaft

Die Landesliga-Fußballerdes Doberaner FC peilen gegen die „Kumpels“ vom TSV Bützow eine Pokal-Überraschung an.

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Bad Doberan/Rostock. Für viele Spieler des Fußball-Landesligisten Doberaner FC (DFC) dürfte das Achtelfinale gegen den TSV Bützow ein „normales“ Landespokalspiel werden. Für die Talente, die in den vergangenen Wochen und Monaten aus der Jugend aufgerückt sind, soll es dagegen der bisherige Höhepunkt ihrer jungen Laufbahn werden. Anstoß ist morgen um 14 Uhr auf dem Kunstrasenplatz am Busbahnhof.

Großes Spiel für DFC-Talente

DFC-Mittelfeldspieler Jan Herbert Baor sagt: „Für mich ist es wirklich ein großes Spiel. Ich habe schon überlegt, aber ein größeres Spiel hatte ich noch nie. Aufgeregt bin ich allemal.“ Der 18-Jährige freut sich riesig auf die große Herausforderung gegen den favorisierten Verbandsligisten. „Ich bin heiß auf die Partie“, betont er. „Für uns wird es schwierig. Aber uns zeichnet aus, dass wir ein Team sind. Wenn wir das zeigen können, über Kampf sowie Willen ins Spiel kommen und von Anfang an da sind, dann dürfte es eine ausgeglichene Partie werden“, hofft Baor.

DFC-Coach Ronny Susa äußert sich ebenfalls sehr motiviert. „Wir wollen Geschichte wiederholen und wie vor zwei Jahren ins Viertelfinale einziehen. Bützow kann sich auf einen heißen Tanz einstellen.“ Die Doberaner wollen das Spiel so lange wie möglich offen halten und möglichst nach 90 Minuten für eine Entscheidung sorgen. „Wir müssen ein frühes Gegentor vermeiden, um nicht einem Rückstand hinterher zu laufen“, fordert der 37-Jährige.

Freundschaft muss ruhen

Die Bützower und Bad Doberaner schätzen sich sehr. Beide Seiten haben in den vergangenen Jahren mehrfach in Freundschaftsspielen und bei Hallenturnieren gegeneinander gespielt. „Ich habe ein gutes Verhältnis zu Helge Marquardt (Trainer des TSV Bützow/d. Red.). Wir gehen sehr respektvoll miteinander um. Generell haben wir zu den Bützowern gute Kontakte“, meint Ronny Susa.

Im vergangenen Winter nutzte der TSV einige Monate lang den damals gerade neu eröffneten Kunstrasenplatz in Bad Doberan, um draußen trainieren zu können. Für den anstehenden Winter liegt noch keine Anfrage aus Bützow in der Münsterstadt vor. TSV-Coach Helge Marquardt sagt vor dem Duell mit dem DFC: „Unsere Freundschaft lassen wir am Sonnabend für mindestens 90 Minuten ruhen. Es geht ums Weiterkommen.“

Auch die Bützower wollen zum zweiten Mal nach der Saison 2015/16 ins Viertelfinale einziehen. Damals waren sie dort am späteren Finalisten FC Schönberg 95 (0:1) gescheitert. Diesmal sorgt auch die neu eingeführte Prämienregelung für einen zusätzlichen Anreiz, die nächste Pokalrunde zu erreichen. Jeder Viertelfinal-Teilnehmer erhält 2500 Euro Preisgeld vom Landesfußballverband. „Das ist eine schöne Extra-Motivation für uns. Wir wollen unserer Favoritenrolle gerecht werden und am Sonnabend die schwierige Aufgabe in Bad Doberan lösen“, meint Marquardt.

Zuletzt vier Plfichtspielsiege in Folge

Der 43-Jährige coacht seit rund vier Jahren den TSV Bützow. Bützows Defensivspezialist Max Körting sagt: „Der Pokal ist eine gute Abwechslung zum Liga-Alltag. Wir wollen auf jeden Fall so weit wie möglich kommen.“ Zuletzt hatte der TSV spielfrei, weil der Rasenplatz in Bützow nach dem vielen Regen der vergangenen Wochen nicht bespielbar war. Die Partie gegen Pampow musste kurzfristig abgesagt werden. Statt dessen trainierten die Bützower auf einem Ausweichplatz.

Davor feierten die Warnowstädter vier Pflichtspielsiege und belegen in der Verbandsliga-Tabelle mit 20 Punkten aus zehn Begegnungen einen guten fünften Platz. „Wir können selbstbewusst ins Spiel gegen Doberan gehen und wollen unsere Serie fortsetzen“, sagt Körting. Selbstbewusst wollen auch die Doberaner auftreten. Sie haben beim 2:1 gegen Grimmen in der dritten Pokalrunde bewiesen, dass sie gegen Verbandsligisten bestehen können. Auch diesmal?

Doberaner FC (Herren) Doberaner FC TSV Bützow 1952 (Herren) TSV Bützow 1952 Mecklenb.-Vorpom.-Pokal Mecklenburg-Vorpommern Runde 1 (+1) (Herren) Region/Mecklenburg Vorpommern Kreis Warnow

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