06. Dezember 2018 / 14:29 Uhr

Ex-Schalker Donis Avdijaj rechnet mit seiner Vergangenheit ab: "Jeder Fehltritt wurde böse bestraft"

Ex-Schalker Donis Avdijaj rechnet mit seiner Vergangenheit ab: "Jeder Fehltritt wurde böse bestraft"

Redaktion Sportbuzzer
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Donis Avdijaj, ehemaliger Profi des FC Schalke 04 (heute bei Willem II), galt als Riesen-Talent, ehe sein Ruf Schaden nahm.
Donis Avdijaj, ehemaliger Profi des FC Schalke 04 (heute bei Willem II), galt als Riesen-Talent, ehe sein Ruf Schaden nahm. © imago/Pro Shots
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Das "Geldschwimmbad"-Interview und eine 49-Millionen-Euro-Ausstiegsklausel zu Schalker Zeiten machten Donis Avdijaj das (Fußballer-)Leben schwer. In einem Interview rechnet er mit dieser schwierigen Zeit endgültig ab.

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Er galt als eines der Top-Talente des internationalen Fußballs. Donis Avdijaj war noch nicht einmal volljährig, als die Scouts der europäischen Top-Klubs bei ihm Schlange standen. "Bevor ich auf Schalke unterschieben habe, hatte ich unter anderem Angebote von Juventus, Arsenal, Manchester United und Liverpool", verrät der Mann aus dem Kosovo im Interview mit Goal und Spox. Aus Sicht des früheren Knappen sei es in so einer Phase viel schwerer gewesen durchzudrehen als nicht durchzudrehen. Avdijaj drehte durch - zumindest aus Sicht vieler Medien und Fußballfans.

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Heute ist Avdijaj 22 Jahre alt und spielt bei Willem II Tilburg in der niederländischen Eredivisie. Der Traum von einer Karriere bei einem der besten Klubs der Welt ist (vorerst) geplatzt. Doch warum schaffte der Offensivspieler den ganz großen Durchbruch, wie von vielen Experten prognostiziert, bisher noch nicht? "Ich musste allerdings sehr schnell feststellen, dass jeder kleine Fehltritt böse bestraft wird. Mit jedem meiner Fehler wurde die Last größer, die ich als Teenager mit mir herumtragen musste. Irgendwann hat die Berichterstattung über mich einen Weg eingeschlagen, mit dem ich niemals gerechnet hätte", so Avdijaj.

49-Millionen-Ausstiegsklausel und das "Geldschwimmbad-Interview"

Der Youngster spricht in besagtem Interview sowohl über die eigenen begangenen Fehler als auch über die Öffentlichkeit, in der zum Teil falsch dargestellt wurde. Gemeint ist neben der ominösen 49-Millionen-Euro-Ausstiegsklausel auf Schalke ("Plötzlich ging es nicht mehr um den Fußballer, sondern mehr um mein Verhalten neben dem Platz") das nicht minder bekannte "Geldschwimmbad"-Interview, das hohe Wellen schlug.

Avdijaj war zu dieser Zeit in Diensten von Sturm Graz und erklärte sich bereit, für ein Interview auf YouTube Rede und Antwort zu stehen. Auf die Frage, was er mit einem Gewinn von 15 Millionen Euro anstellen würde, antwortete der Jungstar damals: "Mir ein Schwimmbad bauen und hineinspringen. Ich würde mir ganz viele Pferde kaufen und wenn ich aus meinem Geldschwimmbad rausgehe, würde ich einfach davonreiten." Zunächst sei dieses "Scherz-Interview" kein Problem gewesen, doch plötzlich habe er dann in einer deutschen Zeitung von einem Skandal-Interview gelesen.

Avdijaj will gestärkt aus den Rückschlägen hervorgehen

Donis Avdijaj erinnert sich zurück: "Ich konnte es nicht glauben. Hätte ich gewusst, was daraus entsteht, hätte ich es nie gegeben. In den ersten Jahren meiner Profikarriere bin ich wiederholt in Fettnäpfchen getreten. Was aus diesen Dingen dann medial gemacht worden ist, hatte in den meisten Fällen aber auch so gut wie gar nichts mehr mit der Realität zu tun." Real waren jedoch die Reaktionen im Netz. "Es tut weh, wenn man einen Artikel über sich selbst liest und 1000 Leute in den Kommentaren schreiben, ich sei ein Scheißtyp", so der Fußballprofi, den all diese Dinge nach eigenen Angaben aber auch als Menschen reifen ließen.

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