Bei der WM 2014 flog die russische Elf schon in der Gruppenphase raus.  Bei der WM 2014 flog die russische Elf schon in der Gruppenphase raus.  © imago
Bei der WM 2014 flog die russische Elf schon in der Gruppenphase raus. 

Dopingverdacht gegen Russland: Ermittlungen gegen WM-Team von 2014

Nachdem bereits zahlreiche russische Athleten wegen Dopingvergehen für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro gesperrt worden waren, droht dem Land ein weiterer Eklat. Nun soll die gesamte russische Fußball-Nationalmannschaft zu unlauteren Mitteln gegriffen haben. 

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Das wäre ein riesiger Eklat: Der gesamte russische WM-Kader von 2014 steht nach Informationen der „Mail on Sunday“ unter Dopingverdacht. Die Fifa ermittelt nun gegen Russland, den kommenden Weltmeisterschaftsgastgeber von 2018.

Die britische Zeitung, die auch das Staatsdoping im Rahmen der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi aufgedeckt hatte, berichtet von Ermittlungen der Fifa. Dabei soll geklärt werden, ob auch die Fußballmannschaft im staatlichen Dopingprogramm mitwirkte.

Verschleierungen und Ungereimtheiten

Die „Mail on Sunday“ beruft sich auf E-Mails, die den Verdacht erheben, dass Spieler der WM-Mannschaft von 2014 gedopt waren. Berichtet wird von zweifelhaften Urinproben und Gesprächsverläufen von Ärzten in denen offen über Verschleierungen diskutiert wurde.

„Wir haben herausgefunden, dass Athleten saubere Urinproben zu den Offiziellen gebracht haben. Dort wurden sie dann eingefroren – für den Fall, dass später eine saubere Probe benötigt wurde. Sie wussten ganz genau, was sie da taten“, zitiert das britische Blatt den Ex-Wada-Vorsitzenden Dick Pound, der auch Mitglied im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) ist.

Fünf Spieler, die unter Verdacht stehen, sind auch in diesem Jahr beim Confederations Cup wieder für die Nationalelf im Einsatz. Namentlich sind dies Torhüter Igor Akinfeev, Ex-Chelsea-Spieler Youri Zirkhov, Aleksandr Samedov, Denis Glushakov und Maksim Kanunnikov.

Medien: Russlands WM-Team unter Dopingverdacht

Ungeheurer Imageschaden

Sollten die Ermittlungen der Fifa tatsächlich den Verdacht bestätigen, so wäre dies eine riesige Katastrophe für den russischen Fußball. Denn eine Schlüsselrolle im vermuteten systematischen Doping der Nationalmannschaft soll in den Berichten der Anti-Doping-Organisation Wada Witali Mutko spielen – der Mann, der einst die WM 2018 nach Russland holte und nun als Vizepremierminister ein hohes Amt in der russischen Regierung innehat.

Der WM-Gastgeber des kommenden Jahres steht mehr und mehr unter Druck. „Die Fifa untersucht noch die Vorwürfe gegen die russischen Fußballer“, erklärte ein Sprecher des Verbandes schlicht. Eine ausführliche Stellungnahme des mächtigen Weltverbandes steht allerdings noch aus.

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