Für RB Leipzig ging nicht zu viel beim FC Bayern. Für RB Leipzig ging nicht zu viel beim FC Bayern. © Imago
Für RB Leipzig ging nicht zu viel beim FC Bayern.

Doppelte Kopfsache – Darum schenkt RB Leipzig das Topspiel früh ab

Die Darbietung der Hasenhüttl-Elf beim FC Bayern München war vor allem in der zweiten Halbzeit völlig untypisch für RB Leipzig. Das Selbstbewusstsein hat trotz deprimierender Bayernwoche aber nicht gelitten, versichern die Beteiligten.

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München/Leipzig. Ein kurzer Gang vor den Block der 7500 mitgereisten Fans, dann verschwand die Mannschaft von RB Leipzig nach dem bitteren 0:2 bei den Bayern geschlossen in der Kabine. „Was sollen wir auch auf dem Platz noch machen?“, stellte Diego Demme einem Fernsehreporter etwas ratlos die Gegenfrage, als er sich darüber beschwerte, warum denn keiner für Interviews auf dem Rasen geblieben sei.

Es war für RB Leipzig wirklich kein Abend, um noch lange in der Münchner Allianz Arena zu verweilen. Wäre es nach Ralph Hasenhüttl gegangen, hätten die zweiten 45 Minuten gar nicht erst angepfiffen werden müssen. „Nach dem 0:2 zur Halbzeit war klar, dass du die Zuschauer hättest nach Hause schicken können“, meinte der RB-Trainer.

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Mental waren der frühe Platzverweis in der 13. Minute und das schnelle Gegentor nach 18 Minuten zu viel für seine Fußballer. „Dann weißt du, dass du die leeren Kilometer läufst, ohne irgendwelchen Ertrag. Das ist im Kopf nicht einfach“, erklärte Nationalspieler Marcel Sabitzer. Das Resultat war spätestens im zweiten Durchgang zu sehen, als sich die Bayern den Ball locker hin und her schoben, RB nur einmal auf das gegnerische Tore schoss.

Dass es nicht bitterer für die Roten Bullen im Bundesliga-Topspiel wurde, immerhin hatten die Bayern 24:3 Torschüsse, wirkte wie ein unausgesprochenes Agreement zwischen zwei Champions-League-Teilnehmern. Nach dem Motto: „Wir tun euch nicht weiter weh, ihr versucht gar nicht erst, euch zurück zu kämpfen.“

Drei Leistungsträger früh geschont

Der Ex-Leipziger Joshua Kimmich erklärte: „Klar hätten wir in der zweiten Halbzeit gerne noch das Dritte und Vierte nachgelegt und gezeigt, dass wir der FC Bayern sind. Aber im Unterbewusstsein spielt es schon eine Rolle, wenn man ein Mann mehr ist, führt und am Dienstag wieder ein Spiel hat.“ Ähnlich klang es beim RB-Coach: „Unterm Strich ist es mir sogar lieber, ich verliere so und kann ein paar Kräfte schonen, auch wenn es natürlich für die Zuschauer schade war.“

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Mit Timo Werner, Marcel Sabitzer und Emil Forsberg nahm Hasenhüttl drei seiner Leistungsträger früh vom Platz. „In der Halbzeit haben wir dann schon auf Verwaltungsmodus geschalten, um ein paar Spieler zu schonen, weil wir am Mittwoch ein richtig wichtiges Spiel haben“, sagte der 50-Jährige mit Blick auf die Partie beim FC Porto und fügte hinzu: „Dann werden wir hoffentlich wieder länger mit elf Mann einen Plan umsetzen können, der uns vielleicht die Chance eröffnet, in der Champions League zu überwintern.“

An der breiten Brust von RB Leipzig scheint die Bayernwoche nichts geändert zu haben. Die Spieler wirkten nach der erneuten Pleite in München extrem gefasst, als hätten sie geahnt, dass es beim Rekordmeister nichts zu holen gibt. Emil Forsberg meinte: „Es ist okay für uns. Wir haben trotzdem viel Selbstvertrauen, auch wenn wir die zwei Spiele verloren haben.“

Etwas Entwarnung gab Hasenhüttl beim Auslaufen am Sonntag im Falle Naby Keita, der am Samstagabend kurz vor Schluss mit Schmerzen nach einem Tritt von Thiago frühzeitig den Platz verlassen musste. „Naby geht es besser, der Tritt war zum Glück nicht so schlimm. Ich hoffe, dass es bis Mittwoch geht“, meinte der RB-Trainer, der sich über die Geste von Thiago nach der Partie freute. Der Bayern-Spieler erschien in der Leipziger Kabine, um sich für das Foul zu entschuldigen. Wie RB am Sonntag mitteilte, handelt es sich bei der Verletzung um eine Schienbeinprellung.

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