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Dornbreite fegt Strand 08 vom Platz

Eine geschlossene Mannschaftsleistung war der Schlüssel zum Erfolg

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„Fünf Tore. Das glaubt doch kein Mensch“, konnte es auch Stadionsprecher Carsten Schopenhauer nicht fassen. Der Aufsteiger sorgte im Oberliga-Duell für eine faustdicke Überraschung gegen den Titelkandidaten. Statt sich hinten einzuigeln, entschied sich Dornbreites Trainer Sören Warnick für ein sehr offensives System und ließ seine Mannschaft vor 412 zahlenden Zuschauern früh attackieren. „Das war ein tolles Fußballspiel“, freute sich der 42-Jährige nachher, „die Strander haben mit dieser taktischen Marschrichtung nicht gerechnet.“ Hinzu sei aber auch Glück gekommen. Damit meinte Warnick die gegnerische Abwehr einschließlich des total unsicheren NTSV-Torwarts Kai Erschens, der im ersten Durchgang bei allen drei Gegentreffern von Torben Beyer (7., nach Linksflanke von Marvin Worreschck), Ole Schliesser (18., mit einem sensationellen 16-Meter-Schuss) und Kapitän Kolja Schlichte (36., nach Zuspiel vom starken Bastian Henning) keine gute Figur machte. Strands Trainer Frank Salomon nahm seinen Schützling später in Schutz. „An Kai alleine will ich die klare Niederlage nicht festmachen. Dafür mussten wir heute einige Ausfälle verzeichnen“, sagte er.

Der Matchplan der Lübecker ging perfekt auf. Sie spielten sich förmlich in einen Rausch, waren aggressiver und mutiger. Selbst der zwischenzeitliche 2:1-Anschlussßtreffer durch Stürmer Romaric Logon (25., aus dem Gewühl nach einer Owusu-Ecke) brachte die Hausherren nicht aus dem Konzept. Ganz im Gegenteil. Auch die zweite Halbzeit bestimmten sie. Nachdem Henning (47.) auf 4:1 erhöht hatte, ließ Beyer (49., 52.) eine noch höhere Führung aus. Zwar konnte der eingewechselte Ex-Dornbreiter Ramazan Acer (61.) verkürzen. Doch Felix Kaben (81.) stellte auf der anderen Seite nach Dahm-Vorarbeit den alten Abstand wieder her. „Das war unsere schlechteste Saisonleistung. Dornbreite hat verdient gewonnen und gezeigt, wie einfach es geht“, meinte Strands Jan-André Sievers. „Mit so einer Leistung kannst du keinen Anspruch auf den ersten Platz stellen. Das war grausam.“ An der Einstellung habe es nicht gelegen, betonte derweil Salomon. „Wir hatten zwei Tage Pause. Das Topspiel gegen Neumünster hat uns viel Kraft gekostet sowohl körperlich wie psychisch. Gerade am Anfang haben wir es Dornbreite vor dieser Kulisse zu leicht gemacht. Wenn du mehr willst, musst du solche Spiele beherrschen“, räumte ein enttäuschter Gästetrainer ein.

Ganz anders die Stimmung bei den Dornbreitern, die mit dem zweiten Saisonsieg die Abstiegsränge verließen. „Wir hatten eine ganz gute Taktik. Wenn man die Strander spielen lässt, sind sie überragend. Wir haben sie aber nicht spielen lassen“, strahlte „Kolle“ Schlichte. „Wir hatten eine gute Chancenauswertung und sind nicht die Gurkentruppe, wie es der Tabellenstand vielleicht aussagt.“ Warnick kann stolz sein auf seine Mannschaft nach diesem bärenstarken Auftritt. „Wir hätten mit der gewählten Taktik auch in die Fresse bekommen können. Der Zeitpunkt der Tore war gut. Wir haben ein sehr hohes Level gespielt. Es hat alles gepasst“, sagte der FCD-Coach und gönnte sich nach dem Abpfiff ein kühles Bierchen. GIE

FC Dornbreite: Szymura – Lange, Schlichte, Senghore, Schliesser – Worreschck – Beyer (61. Kaben), Leischner (64. Dahm), Burkhardt, Behrens (78. Schönborn) – Henning.

TSV Strand 08: Erschens – Ertekin, Lindenberg, Thiel – Sievers, Blazheski (46. Mokhlis), Meyer, Owusu – Pajonk, Gödeke (46. Acer), Logon (68. Sankowski).

Die Siegesfeier im Video:

https://www.youtube.com/watch?v=v-NP4AYRiBg&feature=share

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