Mittelfeldmann Amaury Bischoff (l.) und Trainer Pavel Dotchev haben mit Hansa zum Start ein Auswärtsspiel in Lotte vor sich. Trainer Pavel Dotchev und der FC Hansa Rostock wollen in der ersten DFB-Pokalrunde am Montag gegen Bundesligist Hertha BSC die Überraschung schaffen. © Lutz Bongarts
Mittelfeldmann Amaury Bischoff (l.) und Trainer Pavel Dotchev haben mit Hansa zum Start ein Auswärtsspiel in Lotte vor sich.

Hansa-Trainer Dotchev fordert vor Pokal-Hit: Wir müssen frech spielen

Der Coach sieht sein Team gegen Hertha BSC nicht chancenlos. 21000 Karten sind verkauft.

BUZZER DEINE MEINUNG!

  • Fail -
  • Läuft -
  • Krass -
  • WTF -
  • Kopf Hoch -
  • Peinlich -
Anzeige

Pavel Dotchev muss noch heute etwas schmunzeln, wenn er an den 21. August 2004 denkt. An jenem Sonnabend saß er als Cheftrainer auf der Bank des SC Paderborn im Pokal-Hit gegen den Hamburger SV. Die Gastgeber drehten einen 0:2-Rückstand und machten mit einem 4:2 die Sensation perfekt. „Ich war der glücklichste Mensch der Welt“, erinnert sich Dotchev.

Liveticker: Hansa Rostock gegen Hertha BSC im DFB-Pokal

Ein paar Monate später war klar: „Es war eine Lüge“, sagt der heute 51-Jährige mit Blick auf den Wettskandal um Schiedsrichter Robert Hoyzer, der Fußball-Deutschland bis ins Mark erschütterte. Hoyzer hatte mit zweifelhaften Entscheidungen (Rot gegen HSV-Star Emile Mpenza, zwei Elfmeter für den SCP) maßgeblichen Anteil an der „Überraschung“.

„Aber wir haben sie geschlagen“, meint Dotchev und lächelt. Frei von allen Skandalen hofft der Hansa-Coach im Pokal-Knüller am Montagabend gegen Hertha BSC (20.45 Uhr) auf einen erneuten Pokal-Coup. „Wir sind ganz klarer Außenseiter. Die Chancen stehen 30:70, vielleicht sind es nur 20:80. Das ist eine Gefühlssache“, meint der gebürtige Bulgare, der sich gegen den Europa-League- Teilnehmer dennoch etwas ausrechnet: „Wir haben eine kleine Chance. An diese Chance müssen wir glauben und bis zum Schluss alles versuchen, um weiterzukommen.“

Während sich Hansa längst im Punktspiel-Modus befindet, bestreitet Hertha das erste Pflichtspiel der Saison. „Das ist ein leichter Vorteil“, glaubt Dotchev und fordert einen mutigen Auftritt: „Wir müssen frech spielen, wenn wir den großen Bundesligisten ärgern wollen. Angsthasen-Fußball wollen die Fans nicht sehen.“

Die Hanseaten können mit Kapitän Amaury Bischoff antreten, dessen Rot-Sperre aus der Liga im Pokal keine Gültigkeit hat. Abwehrchef Oliver Hüsing fehlte beim gestrigen Mannschaftstraining. „Er hat schon länger ein paar Probleme an der Achillessehne, deshalb haben wir ihm eine Pause gegönnt. Ich bin zuversichtlich , dass er Montag dabei ist“, sagte Dotchev.

Die Partie wird vor einer prächtigen Kulisse stattfinden. Fast 21 000 Karten sind bereits verkauft. Etwa 3000 Stehplätze sind noch zu haben. Da der Deutsche Fußball- Bund das Duell als Risikospiel eingestuft hat, ist die Kapazität des Ostseestadions auf 24 000 Plätze begrenzt. „Zu Hause vor fast ausverkauftem Haus zu spielen, ist ein absolutes Highlight“, betont Dotchev, um im gleichen Atemzug hinzuzufügen: „Wir dürfen uns nicht nur auf das Spiel freuen, sondern wollen eine Topleistung abrufen.“

Hansa hat bei den vergangenen sechs Teilnahmen im DFB-Pokal nie die erste Runde überstanden. Den größten Erfolg feierte der letzte DDR-Pokalsieger in der Saison 1999/2000, als er erst im Halbfinale 2:3 bei Rekordmeister Bayern München scheiterte.

Ganz anders Pavel Dotchev: Er hat als Trainer schon mehrfach Pokal-Geschichte geschrieben. Vor fünf Jahren kickte er mit Preußen Münster den SV Werder Bremen raus (4:2 nach Verlängerung), 2015 feierte er mit Erzgebirge Aue einen 1:0-Sieg über Eintracht Frankfurt. Am Montag könnte der nächste Streich folgen.

Region/Mecklenburg Vorpommern ezimport F.C. Hansa Rostock (Herren) F.C. Hansa Rostock (Herren) F.C. Hansa Rostock Fussball DFB-Pokal Hertha BSC (Herren) Hertha BSC

KOMMENTIEREN

Die besten Bundesliga Quoten werden bereitgestellt von Smartbets.

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

KOMMENTARE

Anzeige