05. August 2017 / 02:38 Uhr

Hansa-Coach Dotchev über Meppen-Spiel: Das ist eine Charakterfrage

Hansa-Coach Dotchev über Meppen-Spiel: Das ist eine Charakterfrage

Stefan Ehlers
Trainer des FC Hansa Rostock Pavel Dotchev.
Trainer des FC Hansa Rostock Pavel Dotchev. © Bernd Wüstneck/archiv
Anzeige

Ungeachtet des guten Saisonstarts warnt der 51-Jährige vor demAufsteiger, der erstmals seit über 20 Jahren in Rostock gastiert.

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Rostock. Erinnern Sie sich noch? Es war der 21. April 1995, als der FC Hansa Rostock im Ostseestadion auf den SV Meppen traf. Zu den Hansa-Profis, die bei diesem Zweitliga-Spiel unter Flutlicht auf dem Platz standen, gehörten der heutige Sportvorstand René Schneider und Co-Trainer Uwe Ehlers. Beide Klubs trennten sich 2:2 – und am Saisonende deren Wege. Hansa stieg in die Bundesliga auf. Meppen hielt sich noch bis 1998 in der zweiten Liga, dann folgte der Absturz. Nach Jahren in der Bedeutungslosigkeit (fünfte Liga) meldeten sich die Emsländer in diesem Jahr im Profifußball zurück. Damit ist auch die „Funkstille“ zwischen beiden Klubs beendet.

Nach über 20-jähriger Abstinenz gastiert der SV Meppen heute wieder in Rostock (14.00 Uhr). „Für mich ist das ein sehr wichtiges Spiel“, sagt Hansa-Trainer Pavel Dotchev. „Ich will sehen, dass die Mannschaft brennt.“

Dotchev weiß, dass die englische Woche mit den Spielen gegen Großaspach (0:0) und in Erfurt (1:0) Kraft gekostet hat. Viel Zeit zum Trainieren blieb nicht. Das Team kehrte erst in der Nacht zu Mittwoch aus Thüringen zurück. Doch Dotchev lässt keine Ausreden gelten. „Das ist eine Charakterfrage“, meint der 51-Jährige. „Wenn wir nicht einhundert Prozent abrufen, werden wir Probleme kriegen.“

Den überaus erfreulichen Saisonstart mit sieben Punkten und null Gegentoren will Dotchev nicht überbewerten: „Wir sind keine Träumer. Das sind sieben Punkte – mehr nicht. Wir sind noch keine Spitzenmannschaft.“

Aber Hansa ist auf einem guten Weg. Die Defensive ist top. „Das ist harte Arbeit, die dahinter steckt“, meint Innenverteidiger Julian Riedel. „Für die Abwehr ist das natürlich geil. Und wenn wir dann vorne noch einen machen und gewinnen, ist es umso schöner.“

Dotchev sieht vor allem in der Offensive Reserven: „Die wenigen Chancen, die wir kriegen, müssen wir nutzen. Das ist unser Defizit.“

Für Belebung im Angriffsspiel soll Neuzugang Selçuk Alibaz (27) sorgen, der erstmals im Kader steht. „Er ist noch nicht bei einhundert Prozent. Wir werden Geduld haben müssen“, meint Dotchev, der weiß, dass die Erwartungshaltung bei den Fans groß ist.

Während Hansa einen nahezu optimalen Start erwischte, ist Aufsteiger Meppen (nur ein Punkt aus drei Spielen) noch nicht in der 3. Liga angekommen. Dotchev: „Wir sind Favorit. Das ist ein Spiel, in dem wir mehr verlieren können als Meppen.“

Die aktuellen TOP-THEMEN

Mega-Sale: SPORTBUZZER-SHOP

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Mecklenburg Vorpommern
Sport aus aller Welt