23. März 2015 / 16:12 Uhr

Drahtig und fit: Jochen Kunath wird 70 Jahre jung

Drahtig und fit: Jochen Kunath wird 70 Jahre jung

Frank Müller
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Der gebürtige Zeitzer erreichte als Coach fünf Bezirksmeistertitel mit verschiedenen Vereinen.

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Neukieritzsch. Jochen Kunath feiert am Montag seinen 70. Geburtstag. Fußball-Experten ist der Neukieritzscher als langjähriger Spieler von Chemie Böhlen, aber ebenso auch als erfolgreicher Trainer bekannt.

In Zeitz 1945 geboren, begann er als Siebenjähriger bei Fortschritt West Leipzig mit dem Fußballspielen. 1961 kam er zum SC Lok Leipzig, wo er unter anderem mit Jörg Berger kickte, der später Auswahl- und Bundesliga-Trainer wurde. Im Männer-Bereich fasste Kunath 1963 aber bei Stahl Lippendorf in der DDR-Liga, der zweithöchsten Spielklasse, Fuß. Seine Wehrdienstzeit verbrachte er von 1963 bis 1965 beim damals renommierten Armeesportklub Vorwärts Berlin. Ab 1967 folgte seine erfolgreichste Zeit als Spieler, er wurde an der Jahnbaude in Böhlen zur festen Größe. Der vornehmlich als Verteidiger eingesetzte Kunath brachte es in 15 Jahren auf stattliche 420 Spiele, davon 44 auf der höchsten Ebene, in der DDR-Oberliga.

Kunath mischte als Spieler in der DDR-Oberliga mit

Danach begann seine äußerst erfolgreiche Laufbahn als Trainer. Von 1982 an trainierte er die BSG Aktivist Borna, mit der er zweimal Bezirksmeister wurde und 1988 in die DDR-Liga aufstieg. Ab 1989 folgten zwei Jahre bei Motor Grimma, der Rückkehr zum nunmehrigen Bornaer SV schlossen sich ab 1995 zwei Jahre beim TSV Lobstädt an, den er in die Landesliga führte. Zwischen 1998 und 2000 wurde er mit dem VfB Zwenkau Bezirkspokalsieger, stieg in die Bezirksliga auf und wäre als Bezirksmeister durchmarschiert, wenn der Verein nicht zugunsten von Chemie Leipzig II auf den Aufstieg verzichtet hätte. Danach schaffte Kunath mit Eintracht Sermuth den Sprung von der Bezirksklasse in die Bezirksliga. Mit dem Hausdorfer SV wurde er anschließend erneut Bezirkspokalsieger und stieg nochmals in die Landesliga auf.

Nach einem Jahr Pause sowie einem Kurzengagement in Zwenkau stieg Kunath 2006 ein weiteres Mal in Borna ein, das nun Sachsenliga-Aufsteiger war. Drei Jahre hielt er den BSV auf der Landesebene, ehe er sich nach und nach zurückzog. Seit 2011 wirkt der heutige Jubilar als Fußball-Abteilungsleiter bei seinem „Stammverein“ Chemie Böhlen, nur anfangs half er mal auf der Trainerbank aus. Insgesamt kann er als Coach auf fünf Bezirksmeistertitel zurückblicken, zweimal holte er den Bezirkspokal. Als Spieler waren für ihn zweifellos die Auftritte im DDR-Oberhaus Karriere-Höhepunkte. „Drahtig und fit“, wie seine Tochter Kathleen anerkennend sagt, ist er auch noch als nun 70-Jähriger. Was mit ihr, Ehefrau Karin, Sohn Matthias und Anhang heute gefeiert wird.

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