Toni Ziffert (rechts) behauptet sich hier gegen den Hohensteiner Wilhelm USER-BEITRAG Toni Ziffert vom FC Grimma im Spiel gegen Hohenstein © Karsten Hannover
Toni Ziffert (rechts) behauptet sich hier gegen den Hohensteiner Wilhelm

FC Grimma bekommt gegen den VfL Hohenstein die kalte Dusche

VfL Hohenstein-Ernstthal erzielt fünf Toren gegen die Muldestädter

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Hohenstein-Ernstthal. Nach dem unfreiwilligen Spielausfall am vergangenen Wochenende, als die II. Mannschaft des VFC Plauen kurzerhand aufgrund mangelnden Personals nicht antrat, musste Sachsenligist FC Grimma am Sonntag eine bittere Niederlage hinnehmen. Beim VfL 05 Hohenstein-Ernstthal unterlag die Mannschaft von Trainer Daniel Wohllebe mit 3:5 (1:1) und schaffte es dadurch nicht, noch enger an die Tabellenspitze heranzurücken.

Insgesamt war allerdings mehr möglich, doch aufgrund ganz schwacher 15 Minuten zu Beginn der zweiten Hälfte gerieten die Muldestädter kurzerhand durch einen Triple-Schlag auf die Verliererstraße. Zwar zeigte die Elf in der Endphase nochmals Moral und verkürzte zwischenzeitlich sogar noch auf 3:4, doch ein Elfmeter kurz vor Schluss ließ die gutklassige Partie zugunsten der Platzherren entscheiden. Für die Grimmaer gilt es nun diese Niederlage zu verdauen, die richtigen Lehren daraus zu ziehen und am Samstag um 14.00 Uhr gegen den Radebeuler BC einen neuen Anlauf auf drei Punkte zu nehmen.

​Lange Verletztensliste beim FC Grimma

Sah im Vorfeld die personelle Situation für dieses Auswärtsspiel am Sachsenring ganz gut aus, änderte sie sich am Spieltag schlagartig. Neben den Langzeitverletzten Marcel Fricke, Mirko Jentzsch, Michel Schwarz, Robert Schabram, Philipp Schlüter und Max Theinert sowie dem privat verhinderten Oliver Kurzbach gesellte sich am Sonntagmorgen auch noch Torhüter Jan Evers, wo ein Krankheitsfall in der Familie einen Einsatz in Hohenstein-Ernstthal nicht möglich machte. Sein Vertreter Pascal Birkigt machte seine Sache insgesamt ordentlich, bei den Gegentoren war er allesamt machtlos. Nichtsdestotrotz begannen die Muldestädter sehr ordentlich und setzten die ersten Akzente.

Der Lohn für diese couragierte Anfangsphase sollte sich schon bald einstellen. Durch energisches Nachsetzen erzwang Robin Brand einen Ballverlust von Fischer – den anschließenden Querpass netzte Rico Engler aus Nahdistanz mühelos zum 0:1 ein (13.). Sehr gern nahmen die Gäste dieses Geschenk an und blieben auch in der Folgezeit am Drücker. Eine flache Eingabe von Vincent Markus beförderte Torschütze Engler aus Nahdistanz an den Pfosten (15.), einen zu kurz abgewehrten Ball katapultierte Christoph Jackisch knapp neben den Kasten (19.).

Die Gastgeber brauchten eine Weile um eigene Offensivakzente zu setzen. Dies gelang zunächst fast ausschließlich nach Standardsituationen, da die Gäste-Abwehr aus dem Spiel heraus quasi nichts zuließ. So bedrohte ein abgefälschter Wilhelm-Freistoß erstmals das Tor der Muldestädter, doch reagierte Birkigt hier blendend (27.). Fortan erlangten die Westsachsen zwar mehr und mehr Gleichwertigkeit, ohne jedoch zwingend gefährlich zu werden.

Ausgleich kurz vor der Halbzeit

Auch die Gäste agierten fortan nicht mehr ganz so zielstrebig nach vorn, oftmals unterliefen der Wohllebe-Elf im Ballvortrag einfache Fehler. Einzig Jackisch versuchte sich nochmals mit einem Freistoß, doch ließ sich Petkov im Tor der Gastgeber nicht überlisten (38.). Stattdessen gelang den Einheimischen vor der Pause – quasi aus dem Nichts – doch noch der Ausgleich, wozu natürlich eine Standardsituation herhalten musste. Einen extrem strittigen Benduhn-Freistoß fälschte die Grimmaer Abwehrmauer auf den am zweiten Pfosten einlaufenden Colditz unglücklich ab, welcher per Kopf zum 1:1-Halbzeitstand erfolgreich war (40.).

Dass dieser Ausgleichstreffer jedoch durchaus Signalwirkung bei den Grimmaern hinterließ, war zu Beginn der zweiten 45 Minuten unverkennbar. Die Anfangsviertelstunde verschliefen die Gäste total und sahen sich kurzerhand einem 1:4-Rückstand konfrontiert, wobei ein guter Gegner wie Hohenstein-Ernstthal diese Möglichkeiten knallhart nutzte. Zunächst gelangte die Kugel über die Stationen Wittig und Neubert genau auf den Kopf von Torjäger Weiske, der das Streitobjekt entgegen der Laufrichtung Birkigts zum 2:1 im Gehäuse unterbrachte (50.). Wenig später kam ein eigener Einwurf als Bumerang zurück – abermals bediente Neubert Mittelstürmer Weiske, der aus Nahdistanz zum 3:1 einnetzte (59.). Doch damit noch nicht genug.

Niederlage innerhalb von 11 Minuten besiegelt

Nach einem Freistoß von Wilhelm ließ sich abermals Weiske nicht zweimal bitten und köpfte zum 4:1 ein (61.). Hätte Birkigt 120 Sekunden später nicht so blendend gegen den dreifachen Torschützen reagiert, hätte der Rückstand gar noch weiter anwachsen können (63.). Binnen elf Minuten hatten die Gäste damit quasi alles verspielt. Doch die Elf fing sich nach diesen Schlafmützigkeiten wieder und bewies Moral. Nach gutem Zusammenspiel mit Jackisch strich ein Schuss von Engler knapp am Tor vorbei (65.), nach einem weiten Abschlag von Birkigt konnte Jackisch von einem Missverständnis in der Hintermannschaft der Platzherren nicht profitieren (68.).

Die Muldestädter waren nun wieder mittendrin in der Begegnung, doch dieser dreifacher Nackenschlag zu Beginn der zweiten Hälfte war einfach zu viel. Nichtsdestotrotz verkürzten die Gäste auf 4:2. Sehr gut von Toni Ziffert eingeleitet, ließ Jackisch Petkov mit einem Flachschuss keine Chance (71.). Fortan setzten die Grimmaer alles auf eine Karte, mit Maksymilian Drobniak brachte Trainer Wohllebe einen zweiten Stürmer. Die Platzherren verlegten sich in der Folgezeit aufs Verwalten, doch blieben ihre Nadelstiche immer gefährlich. So musste Stefan Tröger nach einem Weiske-Schuss auf der Linie retten (75.).

Mit dem Mute der Verzweiflung ruckten die Gäste nochmals an und wer weiß, was in den restlichen knapp zehn Minuten passiert wäre, wenn Schiedsrichter Jautze (Dresden) ein für alle hör- und sichtbares Foulspiel von Colditz an Wiegner im Hohensteiner Strafraum mit Strafstoß bewertet hätte (79.). Doch hätte, wäre, wenn zählt nicht, letztlich brachte man sich durch diese verschlafene Anfangsviertelstunde der zweiten Hälfte selbst in diese Not. Zwei Minuten vor Ende keimte dann jedoch noch einmal leise Hoffnung im FC-Lager auf.



Nach einer unübersichtlichen Situation im Strafraum der Gastgeber erkannte der Referee ein Handspiel von Heinrich und zeigte diesmal auf den ominösen Punkt. Engler ließ sich diese Möglichkeit nicht entgehen und verkürzte auf 4:3 (88.). Doch quasi im Gegenzug war diese Hoffnung schon wieder zunichte. Nach einer Attacke von Mirko Dietrich an Neubert entschied der Schiedsrichter auch auf der anderen Seite auf Strafstoß. Benduhn zeigte sich vom Punkt souverän und schickte Birkigt zum 5:3-Endstand in die falsche Ecke (89.).



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