16. April 2018 / 14:30 Uhr

Drei Generationen beim VfL Oldesloe: „Heute ist mehr Technik, Opa“

Drei Generationen beim VfL Oldesloe: „Heute ist mehr Technik, Opa“

Redaktion Sportbuzzer
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Drei Generationen VfL: Volker Neumann (l.) mit seinem Vater Willi Neumann und seinem Sohn Jesse.
Drei Generationen VfL: Volker Neumann (l.) mit seinem Vater Willi Neumann und seinem Sohn Jesse. © SF
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Mit Straßenfußball hat er angefangen, ab 1945 dann beim VfL Oldesloe mitgespielt. Heute ist Willi Neumann 90 Jahre alt. Während er nur noch zuguckt, sind Sohn Volker (50) und Enkel Jesse (17) noch aktive Fußballspieler - drei Neumann-Generationen beim VfL.

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An sein erstes Spiel gegen den ATSV Marlie erinnert sich Willi Neumann noch ganz genau: „Weil ich keine Sportschuhe hatte, habe ich in Militärstiefeln gespielt - und wir haben 1:2 verloren.“ Als die Jugend wenig später neu aufgestellt wurde, spielte er als Seitenläufer (heute linkes Mittelfeld) zunächst in der A-Jugend, doch schon ein Jahr später in der Liga-Mannschaft (1. Herren) und gewann direkt das Freundschaftsspiel gegen Altona 93 mit 2:0. Im gleichen Jahr erlitt Willi Neumann bei einem Zusammenstoß auf dem Feld eine Kopfverletzung, die ihm ein halbes Jahr Fußballpause einbrachte - eigentlich.

Ohne Betäubung genäht

„Drei Wochen später stand ich schon wieder auf dem Platz, bekam an die gleiche  Stelle einen Stollen an den Kopf, was dann ohne Betäubung genäht wurde“, erinnert sich Willi an diese „Strafe“. Zu seinen Highlights gehört natürlich das Spiel gegen den HSV im Travestadion mit Uwe Seeler und Charly Dörfel, auch wenn die Partie für den VfL 0:7 verloren ging. Mit 32 Jahren wechselte Willi Neumann ins Trainergeschäft und trainierte zunächst Jugendliche im Fußball, wurde über Tochter Ulrike dann jedoch zum Leichtathletiktrainer.

1:13 nach 0:7 gegen den HSV

Die Geschichte wiederholte sich. Auch Volker Neumann spielte Kreisauswahl und zog sich eine schlimme Verletzung zu: Seitenabriss am Knie, zwölfeinhalb Wochen fußballerisch außer Gefecht. „Zum Zugucken bin ich aber mit Gehgips und Krücken trotzdem gegangen.“ Zudem verlor auch er gegen den HSV im Travestadion - und zwar 1:13. Selbst die Trainerlaufbahn im Jugendbereich schlug der Betriebsschlosser ein und trainierte auch Sohn Jesse. Inzwischen sind Volker und Jesse froh, dass sie nicht mehr Trainer und Spieler in einem Team sind. „Das hat schon manchmal ganz schön geknallt“, erinnern sich beide schmunzelnd.

Der heute 17-Jährigen spielt in der A-Jugend beim VfL und hat es bis zum Stützpunkttraining geschafft. „Heute ist mehr Technik, Opa“, findet Jesse, der inzwischen auch als Schiedsrichter auf dem Feld aktiv ist. sf

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