Erzielte das 1:0 für den FC Schönberg: Masami Okada (l.) Erzielte das 1:0 für den FC Schönberg: Masami Okada (l.) © Jens Upahl
Erzielte das 1:0 für den FC Schönberg: Masami Okada (l.)

Drei Punkte durch kurioses Okada-Tor

Der FC Schönberg sorgt mit 1:0-Sieg beim 1. FC Lok Leipzig für Überraschung in der Regionalliga.

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Leipzig. Geschichte wiederholt sich, zumindest manchmal. Im Juni 2008 reiste der FC Schönberg zum Relegations-Rückspiel um den Aufstieg in die Oberliga zum 1. FC Lok Leipzig und feierte damals im Zentralstadion einen 1:0-Sieg. Der reichte allerdings nach der 1:2-Niederlage im Hinspiel, bei dem sich übrigens Sven Wittfot – er ist seit 2009 sportlicher Leiter beim FC Schönberg – einen Schien- und Wadenbeinbruch zugezogen hatte, nicht.

Am vergangenen Freitag (die OZ berichtete Sonnabend kurz) reisten die Maurinekicker zum ersten Regionalligaspiel zum 1. FC Lok Leipzig, diesmal ins Bruno-Plache-Stadion, und feierten wieder einen für viele Experten überraschenden 1:0-Auswärtssieg. Wie vor neun Jahren (Okuyama) war auch diesmal mit Masami Okade ein Japaner der Matchwinner.

„In den letzten Auswärtsspielen haben wir gute Spiele abgeliefert, konnten aber trotz der guten Kritiken nichts Zählbares mitnehmen. Heute haben wir eines unserer schlechteren Spiele gemacht, aber drei Punkte im Gepäck“, kommentierte Trainer Axel Rietentiet den zweiten Auswärtssieg seiner Mannschaft in der aktuellen Regionalligasaison. „Wir haben in der Woche gut gearbeitet und haben nach den verschlafenen ersten 20 Minuten alles probiert. Aber es gibt halt solche Tage, wo du einfach das Tor nicht triffst“, so sein Gegenüber Heiko Scholz, mit dem der FC Schönberg vorübergehend nach Punkten gleichzog. „Wir haben jetzt 30 Punkte auf dem Konto und sind darüber wir sehr, sehr glücklich“, sprach Rietentiet von einem großen Schritt in Richtung Klassenerhalt, einem etwas eigenartigen Spielverlauf und einem glücklichen Ausgang für sein Team.

Im Gegensatz zum 2:0 vor einer Woche gegen Oberlausitz Neugersdorf stellte Rietentiet sein Team auf einer Position um. Für den gesperrten Dominik Jordan (5. Gelbe Karte) rückte Masami Okada auf die rechte Seite in der Viererabwehrkette.Der zuletzt gesperrte Lukas Scherff rückte auf seine angestammte Position im linken Mittelfeld zurück.

Währen die Gastgeber klare optische Vorteile hatten, warfen die Schönberger, die übrigens aktuell die Fairplaywertung der Regionalliga Nordost anführen, ihre maßgeblichen Tugenden – Einsatzbereitschaft, Kampfgeist und Leidenschaft – in die Waagschale. Sie hatten in der 28., 32. und 33. Minute Glück, nicht in Rückstand zu geraten.

Dann die 38. Minute: Masami Okada setzte an der rechten Außenlinie in Höhe des gegnerischen Strafraums zu einer Flanke an. Doch die verunglückt. Der Ball nimmt eine kuriose Flugbahn, senkt sich hinter dem am kurzen Pfosten stehenden Lok-Keeper, prallt gegen den Innenpfosten und von dort in die Maschen. „Ich habe keine Ahnung, wie ich das gemacht habe“, strahlte der Torschütze nach seinem ersten Saisontor.

Unmittelbar nach der Pause setzte sich Lukas Scherff auf der linken Seite gegen seinen Gegenspieler durch und zog kurz und trocken aus 20 Meteren ab. Doch der Leipziger Schlussmann war rechtzeitig in der kurzen Ecke. „Wir haben vielbeinig verteidigt und zugegeben eine Menge Glück gehabt“, beschrieb Rietentiet die Schlussphase, in der vor 2616 Zuschauern – unter ihnen unter anderem Ex-Nationalspieler Ulf Kirsten, dessen Sohn bei Lok im Tor steht, derzeit aber verletzt ist – rollte eine Angriffswelle nach der anderen auf das Tor von Jörg Hahnel.

In der 78. Minute stockte den knapp ein Dutzend mitgereisten Schönberger Fans der Atem, als ein Kopfball von Ziane an der Latte landete. In der 85. Minute rettete Torhüter Hahnel nach einem Volleyschuss von Georgi aus 14 Metern mit einer tollen Parade den kostbaren Vorsprung, den er und seine Vorderleute schließlich bis zum Abpfiff verteidigten. „Zwei Siege in Folge, zweimal zu null“, blickte Rietentiet bereits auf das nächste Heimspiel am kommenden Sonntag (13.00 Uhr) im Palmberg-Stadion gegen RB Leipzig II voraus. Es ist gleichzeitig der Auftakt zu einer englischen Woche

Am Mittwoch, dem 22. März, steht dann um 16.30 Uhr das Nachholspiel beim Berliner AK an, drei Tage später, am 25. März, das Landespokal-Viertelfinale beim Torgelower FC Greif.

Hier geht`s zur Video-Zusammenfassung des Spiels im MDR

Regionalliga Nordost Region Nordostdeutschland (Herren) 1. FC Lokomotive Leipzig-FC Schönberg 95 (12/03/2017 14:30) 1. FC Lokomotive Leipzig FC Schönberg 95 FC Schönberg 95 (Herren) 1. FC Lokomotive Leipzig (Herren) Region/Mecklenburg Vorpommern Kreis Schwerin-Nordwestmecklenburg

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