03. Januar 2019 / 16:18 Uhr

Drei RB Leipzig-Fanclubs aus Dachorganisation ausgetreten: „Der Ball liegt beim Fanverband“

Drei RB Leipzig-Fanclubs aus Dachorganisation ausgetreten: „Der Ball liegt beim Fanverband“

Anton Zirk
Drei RB-Fanclubs trennen sich vom Dachverband.
Drei RB-Fanclubs trennen sich vom Dachverband. © 2018 Getty Images
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Mit dem Jahreswechsel sind drei Fanclubs von RB Leipzig aus dem Fanverband ausgetreten. Es geht unter anderem um die strategische Ausrichtung. Was genau hinter der Trennung steckt, bleibt unklar. Die Beteiligten suchen derweil nach Lösungen.

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Was ist los beim Fanverband Leipzig? Mit „Sportfreunde Leipzig“, der „BrauseCrew Berlin“ und den „Osttirol Bulls“ haben zum Jahreswechsel gleich drei Mitglieder die Dachorganisation einiger RB-Leipzig-Fanclubs verlassen. Das gab der Verband am Mittwoch bekannt.

Spekulationen auf Twitter

Auf Twitter und anderen sozialen Netzwerken entfachte die Meldung Spekulationen um die Gründe des Austritts, wohl auch, weil sich die Aussteiger mit Statements und Erklärungen bisher zurückhalten. Die „Sportfreunde Leipzig“, Gründungsmitglied des in seiner aktuellen Form seit Juli 2017 bestehenden Fanverbands, nannten in einem Tweet vielsagend „einige unterschiedliche Auffassungen, die die strategische Ausrichtung betreffen“ als Anlass.

Gespräche anberaumt

Auf SPORTBUZZER-Nachfrage sagte der Vorsitzende des Fanclubs, Thomas Lehmann: „Wir haben die genauen Gründe nicht veröffentlicht, weil wir uns und den Fanverband aus der Schussbahn nehmen wollen.“ Den eigenen Mitgliedern und den Verantwortlichen der Dachorganisation seien die Probleme hingegen detailliert mitgeteilt worden. Außerdem werde schon bald ein Gespräch mit dem Vorstand und den Beisitzern stattfinden: „Wir wollen diskutieren.“

Glaube an die Idee des Fanverbands ist da

Auch die „Osttirol Bulls“ wollen das für die zweite Kalenderwoche anberaumte Gespräch mit dem Fanverband nicht durch Bekanntgabe ihrer genauen Gründe für den Austritt vorbelasten. Dieser sei der Dachorganisation schon im Oktober – unabhängig von den anderen beiden Fanclubs – mitgeteilt worden, so Florian Streit. Er glaube zwar, dass die Ursachen für das Ausscheiden zum Teil ähnlicher Natur sind, dennoch werde jeder Fanclub ein eigenes Gespräch führen. „Der Ball liegt jetzt beim Fanverband. Er muss konstruktiv arbeiten wollen“, sagt Streit. Nur dann komme ein Wiedereintritt in Frage. Der Glaube an die Grundideen des Verbands sei weiterhin da.

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Fanverband hofft auf gemeinsame Lösung

So sieht es auch Fanverbands-Sprecher Sebastian Horn: „Das Tischtuch zwischen uns und den drei Fanclubs ist auf keinen Fall zerschnitten.“ Das Ziel müsse immer sein, dass viele Mitglieder unter dem Dach des Verbands organisiert sind, um gegenüber dem Verein RB Leipzig eine möglichst breite Basis zu haben. Das gelte auch für die nun ausgetretenen Fanclubs. „Ihre Gründe haben sie nachvollziehbar dargelegt“, sagte Horn weiter. Nun müsse man gemeinsam schauen, ob die Probleme lösbar sind. Kinderkrankheiten seien für so einen recht jungen Verband aber normal.

Stadionverbote nicht die Ursache

Einige Reaktionen auf den Austritt der drei Fanclubs seien, so Horn, kurios gewesen: „Da musste ich schon schmunzeln.“ Spekulationen um das Spiel der zweiten RB-Frauenmannschaft bei Roter Stern Leipzig und die folgenden Stadionverbote weist der Sprecher entschieden zurück: „Da gibt es absolut keine Verbindung.“

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