14. September 2018 / 09:45 Uhr

Dresdner Eislöwen starten in DEL-2-Saison 2018/19

Dresdner Eislöwen starten in DEL-2-Saison 2018/19

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Das Team der Dresdner Eislöwen für die Saison 2018/19.
Das Team der Dresdner Eislöwen für die Saison 2018/19. © © by Matthias Rietschel
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Mit neuem Coach und altem Käpt'n, sowie einem höheren Etat treten die Eislöwen am Freitag die neue DEL2-Saison an.

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Dresden. Mit Prognosen hält sich Jochen Molling bewusst zurück. Die Play-offs seien das Ziel, weiter möchte sich der neue Cheftrainer der Dresdner Eislöwen vor dem Saisonstart am Freitag bei den Towerstars in Ravensburg und am Sonntag daheim gegen Heilbronn nicht aus dem Fenster lehnen. „Wir haben eine gute Vorbereitung gespielt, aber vor dem ersten Match weiß keiner so richtig, wo er steht“, hält der 45-Jährige den Puck erst einmal flach.

Dennoch stehen die Vorzeichen für die nunmehr 13. Zweitliga-Saison der Blau-Weißen besser als je zuvor. Nach dem bitteren Pre-Play-off-Aus im Frühjahr entschlossen sich die Verantwortlichen im Sommer zu einem Komplett-Umbruch. Dem Abgang von Geschäftsführer Volker Schnabel folgte die Trennung von Chefcoach Franz Steer. „Wir wollen den Standort neu definieren, erfolgreich sein, aber dabei die regionale Identifikation stärken“, hatte Peter Micksch, Präsident des Stammvereins ESCD und damit zugleich Hauptgesellschafter, die Neu-Ausrichtung begründet. Mit den einheimischen Maik Walsdorf als kaufmännischem und Thomas Barth als sportlichem Geschäftsführer wurden „die eigenen Kompetenzen in Führungsverantwortung gebracht“, wie Micksch es formuliert. Dazu wurde mit der Westminster Unternehmensgruppe endlich der lang ersehnte neue Hauptsponsor, der in Person von Marian Ziburske auch gleich noch als Gesellschafter einstieg, ins Boot geholt. Damit bauten die Eislöwen die wirtschaftliche Basis aus und erhöhten den Etat auf geschätzte 2,4 Millionen Euro.

Auf dieser Grundlage konnte in die Mannschaft investiert werden. Zum einen blieben Leistungsträger wie Steve Hanusch, René Kramer, Steven Rupprich, Martin Davidek, Alexander Höller, Harrison Reed oder Thomas Pielmeier dem Team erhalten, zum anderen lockte man mit dem zuletzt in Crimmitschau als Top-Scorer gefeierten Jordan Knackstedt oder dem erfahrenen Freiburger Dauerbrenner Chris Billich treffsichere Stürmer sowie den offensivstarken Verteidiger Jordan Heywood an die Elbe. Im Tor vertrauen die Trainer dem bewährten Duo Marco Eisenhut und Sebastian Stefaniszin. Kennzeichnend für den neu eingeschlagenen Weg sind aber vor allem die jungen Wilden, die in den Kader aufgenommen wurden. So sollen solche Youngster wie Timon Ribnitzky, Tim Heyter, Georgiy Saakyan oder Tom Knobloch an der Seite der älteren, routinierten Cracks erste Zweitliga-Erfahrungen sammeln. Arne Uplegger, der in der Vorsaison bereits Luft in der ersten Männer-Mannschaft schnupperte, wurde von den Fans gleich zum „Becher-Spieler“ gewählt. Mit einem Durchschnittsalter von 25,87 Jahren liegen die Elbestädter im unteren Mittelfeld der Liga, Weißwasser (24,00) und Frankfurt (24,31) sind die beiden jüngsten Teams, während Aufsteiger Deggendorf mit 28,64 Jahren das älteste stellt.

Gestern präsentierte Molling auch den neuen Kapitän, der mit René Kramer zugleich der alte ist. „Ich habe mir in der Vorbereitung ein Bild gemacht, wer in der Mannschaft welche Rolle übernimmt. Für mich war dann schnell klar, dass René die Funktion weiter ausfüllen wird. Er hat sich in den letzten eineinhalb Jahren gut weiterentwickelt“, begründet der Cheftrainer die Entscheidung. Als Assistenten bleiben Alexander Höller und Thomas Pielmeier ebenfalls zwei bewährte Kräfte. Um allen „Fraktionen“ Gehör zu schenken, gehören zudem Harrison Reed und Timo Walther zum Mannschaftsrat. „Für mich ist es eine große Ehre, wieder Kapitän zu sein. Man lernt ja immer dazu und ich habe mir auch viel von meinen Vorbildern Hugo Boisvert, der in Kassel mein Kapitän war, oder von Steve Walker damals in Berlin, abgeschaut.“ Für Molling sei jedoch nicht entscheidend, wer einen Buchstaben auf der Brust trage. „Wir haben auch viele andere Spieler im Team, die Verantwortung übernehmen“, betont er.

René Kramer freut sich, dass es nun endlich losgeht. Ravensburg sei als Auftaktgegner ein „ganz schöner Hieb“, wie er meint. Auch für Molling zählen die Towerstars neben den Bietigheimern und Frankfurt zu den Top-Favoriten.

Von Astrid Hoffmann

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