05. Dezember 2018 / 08:30 Uhr

Dresdner Eislöwen verlieren bissiges Derby gegen Lausitzer Füchse

Dresdner Eislöwen verlieren bissiges Derby gegen Lausitzer Füchse

Astrid Hofmann
4.12.2018, 
Dresdens Dennis Palka scheitert wieder an Goalie Maximilian Franzreb, 
DEL 2, Eishockey, Dresdner Eislöwen-Lausitzer Füchse,
 by Matthias Rietschel
Hart umkämpftes Derby in Dresden. Dresdner Eislöwen-Lausitzer Füchse. © Matthias Rietschel
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Die Dresdner Eislöwen haben am Dienstagabend nach einer großen Aufholjagd hauchdünn das Eishockey-Derby  gegen die Lausitzer Füchse (3:4) verloren.

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Auch im fünften Derby konnten die Dresdner Eislöwen den Bock nicht umstoßen. Sie verloren am Dienstagabend vor 3071 Zuschauern gegen die Lausitzer Füchse nach einer großen Aufholjagd am Ende hauchdünn mit 3:4 (0:3, 1:0, 2:0, 0:1) nach Penaltyschießen. Damit konnten die Schützlinge von Bradley Gratton die erhoffte Siegesserie nicht fortsetzen. Zumindest ein Punkt blieb im Löwenkäfig, gefeiert wurde auf dem Eis aber in Gelb-Blau. Die Füchse-Anhänger sangen: „Wir sind stolz auf unser Team.“

Früher Schock für Eislöwen

Die Gäste aus Weißwasser zeigten im ersten Drittel, warum sie derzeit zu den Top-Vier der DEL2 gehören. Schon in der fünften Minute setzten die Lausitzer den ersten Nadelstich. Mit einem Schlagschuss von halblinks hämmerte Chris Owens die Scheibe zum 1:0 (5.) in die Maschen. Den Schock verdauten die Hausherren noch relativ schnell. In der 8. Minute tankte sich Jordan Knackstedt bis vors gegnerische Gehäuse, aber an Keeper Maximilian Franzreb brachte er den Puck nicht vorbei. Die nächste Chance gab es wenig später für die Füchse, aber auch Ex-Eislöwe Feodor Boiarchinov scheiterte an Marco Eisenhut.

Füchse legen nach und dominieren durch schnelles Umschaltspiel

Von Beginn an war auch an diesem Dienstagabend die typische Derby-Bissigkeit im Spiel. So gerieten Jakub Kania und Timo Walther aneinander, für beide ging es zur Abkühlung auf die Strafbank. Als beide Teams wieder komplett waren, dauerte es nicht lange, schon klingelte es erneut im Kasten der Dresdner. Vincent Hessler stand genau richtig im Slot und musste beim Schuss von Chris Owens nur noch den Schläger zum 2:0 (15.) hinhalten.

Gepostet von Dresdner Eislöwen Eishockeyclub am Dienstag, 4. Dezember 2018

Löwen um Anschluss bemüht

Die Eislöwen waren zwar bemüht, den Anschluss herzustellen, aber sie gewannen zu wenige Zweikämpfe, verloren dazu noch die Scheibe mehrfach an den Gegner, der mit schnellem Umschaltspiel oft gefährlich agierte. So verhinderte in der 16. Minute nach einem Fehler der Dresdner nur noch Goalie Marco Eisenhut in letzter Sekunde den nächsten Füchse-Treffer. Der ließ aber trotzdem nicht lange auf sich warten. Als die Eislöwen in der Schlussphase zwei Strafen in kurzer Folge kassierten – erst Alexander Höller, dann Jordan Heywood – schlug es erneut ein. Kurz nachdem die Elbestädter zumindest wieder zu viert waren, bediente Feodor Boiarchinov mit einem Querpass den vorm Tor lauernden Steve Saviano, der zum 3:0 (20.) für die Lausitzer einnetzte.

Trainer Brad Gratton fand in der Kabine dann wohl klare Worte. Im zweiten Drittel gaben seine Jungs deutlich mehr Gas, setzten sich phasenweise vorm Füchse-Gehäuse fest. In der 29. Minute dann die Erlösung aus Sicht der Blau-Weißen: Harrison Reed versenkte den Puck zum 1:3 im Tor der Füchse. Bei den beiden folgenden Überzahlspielen zeigte sich, dass die Treffsicherheit bei den Gastgebern immer noch zu wünschen übrig lässt. Ob Nick Huard (32.) oder später Martin Davidek (37./39.) konnten die kleine Hartgummischeibe nicht im gegnerischen Gehäuse unterbringen. In der 36. Minute musste dagegen Eisenhut beim Überzahlspiel der eigenen Mannschaft eine Glanztat vollbringen, um den Schuss von Saviano zu entschärfen.

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Eislöwen im letzten Drittel on fire

Zu Beginn des Schlussdrittels überstanden die Eislöwen zuerst ein Unterzahlspiel, schlugen dann kurz darauf im Powerplay zu. Thomas Pielmeier markierte mit einem Schlagschuss unter die Latte den 2:3-Anschluss (46.). Auch der von den Schiedsrichtern bemühte Videobeweis bestätigte den Treffer des Eislöwen-Kapitäns. Jetzt keimte Hoffnung. Nun brannten die Blau-Weißen ein wahres Angriffs-Feuerwerk ab. Als Dennis Palka in der 55. Minute den Ausgleich erzielte, sprangen die blau-weißen Fans jubelnd auf. Doch in regulärer Spielzeit klappte es trotz aller Bemühungen der Dresdner nicht mehr mit einem Tor.

So ging es – wie schon beim letzten Mal – in die Verlängerung. Als sich Chris Owens gleich in der 61. Minute in die Kühlbox verabschiedete, sprach alles für die Gratton-Männer. Doch das Powerplay brachte nichts ein und auch anschließend blieb Franzreb stets der Sieger. Als musste die Entscheidung im Penaltyschießen fallen. Während für die Hausherren nur Nick Huard traf – Jordan Knackstedt und Harrison Reed scheiterten –, gelang Jeff Hayes schließlich der Siegtreffer für die Lausitzer.

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