11. Januar 2019 / 08:43 Uhr

Dresdner Shorttrack-Hoffnungen ruhen auf Anna Seidel

Dresdner Shorttrack-Hoffnungen ruhen auf Anna Seidel

Astrid Hofmann
Die Dresdnerin Anna Seidel rechnet sich bei der Shorttrack-EM in den Niederlanden guten Chancen auf eine Top-Platzierung aus. 
Die Dresdnerin Anna Seidel rechnet sich bei der Shorttrack-EM in den Niederlanden guten Chancen auf eine Top-Platzierung aus.  © dpa (Archiv)
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In den Niederlanden beginnt am Freitag die Shorttrack-Europameisterschaft. Die 20-Jährige Dresdnerin Anna Seidel wird über die 1000 m an den Start gehen. 

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Dresden. Wenn an diesem Freitag die Shorttrack-Europameisterschaften im niederländischen Dordrecht beginnen, sind die Augen der deutschen Fans natürlich in erster Linie auf Anna Seidel gerichtet. Die zweimalige Olympia-Teilnehmerin vom EV Dresden hatte zu Beginn des Winters mit einem zweiten Platz über 1000 m beim Weltcup in Salt Lake City für ein erstes Ausrufezeichen gesorgt. Auch der neue Bundestrainer Stuart Horsepool, der das Amt im Sommer übernahm, ist überzeugt: „Annas Ergebnisse in diesem Winter waren besser als in den vorangegangenen Jahren. Sie verfügt über das Potenzial, regelmäßig aufs Podium zu laufen.“

Schon 2016 und 2018 konnte die 20-Jährige jeweils über diese Distanz Bronze gewinnen. Auch ihre Teamgefährtin Bianca Walter traut ihr in Dordrecht einiges zu: „Anna hat in den Weltcups gezeigt, dass sie zu den Besten Europas gehört. Sie hat zuletzt stets mit den Jungs trainiert und ist auf einem sehr guten Niveau.“ Horsepool warnt aber: „Bei den Weltcups sind 15 verschiedene Skaterinnen aufs Podium gelaufen, acht stammen aus Europa. Das zeigt, dass die EM auf sehr hohem Niveau stattfinden wird. Das sollte uns bewusst sein.“

Von der Top-Form ist Bianca Walter selbst noch ein Stück entfernt, wie sie zugibt. Für die 28-Jährige ist es schon ein Erfolg, dass sie sich überhaupt für einen Staffel-Einsatz bei der EM qualifizieren konnte. Gleich zwei schwere Knieverletzungen bremsten sie in der Vorbereitung aus, kosteten sie praktisch ein halbes Jahr. „Erst seit November kann ich wieder richtig trainieren. Es war diesmal wirklich ein harter Kampf. Zwischenzeitlich habe ich auch gezweifelt, ob mein Körper das alles noch will“, gesteht die Olympia-Teilnehmerin von Pyeongchang. „Doch in den letzten beiden Wochen ist der Knoten dann endlich geplatzt. Die Rundenzeiten stimmen mich optimistisch und es macht auch wieder Spaß“, sagt Walter, die 2010 schon Staffel-Europameisterin war. Allerdings reiche es nur für einen Team-Einsatz, noch nicht für einen Start im Einzel. Obwohl die DESG drei deutsche Starterinnen nominieren könnte, schickt Horsepool aufgrund des fehlenden Leistungsvermögens der anderen nur Anna Seidel als Einzelläuferin ins Rennen. Für die Staffel sind dazu neben Walter noch die Dresdnerinnen Katharina Gärtner, Gina Jacobs und als Ersatz Lisa Eckstein nominiert. Was mit der Staffel möglich sein wird, kann auch Bianca Walter nur schwer voraussagen: „Im nacholympischen Jahr gibt es einige, die pausieren oder es kommen neue Läuferinnen dazu. Da wissen wir überhaupt nicht, wo wir stehen. Das Erreichen des B-Finales sehe ich als realistisches Ziel, alles andere wäre Bonus.“ Auf jeden Fall habe das harte Training des britischen Bundestrainers schon Früchte getragen. „Wir haben uns alle verbessert, sind einen Schritt nach vorn gekommen. Der neue Trainer setzt zuerst einmal auf einen großen Umfang, um damit die Basis für die kommenden Jahre zu legen“, ist Walter auch für die Zukunft zuversichtlich gestimmt.

Bei den Männern vertreten nur der Dresdner Christoph Schubert und der Rostocker Adrian Lüdtke die deutschen Farben. Sie werden über die Einzelstrecken an den Start gehen. Eine Herren-Staffel hat sich nicht qualifiziert.

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