In der Halle: Philip Heineccius Futsal-Landesauswahlspieler Philip Heineccius © August Modersohn
In der Halle: Philip Heineccius

Futsal-Auswahlspieler Heineccius: „Du kannst nicht einfach abziehen“

Der Spieler des Radebeuler über den Spaß am Hallenkick

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Dresden. Philip Heineccius spielt beim Landesligisten Radebeuler BC. Das ist „Draußen-Fußball“, wie er sagt. Er kickt nämlich auch regelmäßig drinnen, in der Halle. Bei Borea hat er eine Futsal-Mannschaft ins Leben gerufen, die seit diesem Jahr in der NOFV-Liga antritt.

Was ist eigentlich Futsal? Die Antwort findet ihr HIER

Wir trafen Heineccius vor dem Futsal-Länderspiel zwischen Deutschland und Tschechien in der Ballsportarena. Zwei Tage zuvor hatten die Teams schon einmal gegeneinander gespielt, Deutschland verlor mit 2:13. Ganz so hoch geht es nicht aus, glaubt Heineccius, und tippt auf 4:7. Von der Differenz her lag er richtig, das Spiel ging 2:5 aus. Der Mann scheint Experte zu sein.

Philipp Heineccius, wie sind Sie auf die Idee gekommen, Futsal zu spielen?

Ich hatte schon immer Lust auf Hallenfußball. Als dann der sächsische Futsal-Auswahltrainer Marcus Urban mich im letzten Jahr fragte, ob ich das nicht einmal ausprobieren wolle, war ich sofort begeistert.

​Was macht Futsal so besonders?

Es ist viel weniger Zufall mit im Spiel. Du kannst nicht einfach mal aus der Distanz abziehen und hoffen, dass der Ball irgendwie reingeht, die Tore sind dafür viel zu klein. Und auch der Ball macht das Spiel besonders, dadurch dass er kleiner und schwerer ist als ein gewöhnlicher Fußball.

Ist Futsal nur etwas für Trickser?

Nein, beim Futsal geht es vor allem um taktisches Verständnis. Die Mannschaft trainiert Spielzüge ein, da kommt es dann auf Timing an – und auf blindes Verständnis. Da das Spiel so schnell ist, muss ich mich auf meine Mitspieler verlassen können und ahnen, wo sie stehen.

Sie waren so begeistert, dass Sie dann hier in Dresden eine Mannschaft gegründet haben?

Ja, mit ein paar anderen Spielern, die auch bei der sächsischen Auswahl waren. Wir haben dann mit Borea eine Mannschaft gegründet, die seit diesem Jahr in der NOFV-Liga antritt. Da es nur eine Liga für alle neuen Bundesländer gibt, sind wir in der höchsten Spielklasse. Im Anschluss an die Liga gibt es dann die Playoffs um die deutsche Meisterschaft.

Sind die Unterschiede groß zwischen den Teams?

Ja, ziemlich. Da es nur eine Liga gibt, sind die Qualitätsunterschiede groß. Wir spielen zum Beispiel gegen den deutschen Vizemeister Hohenstein-Ernstthal, wo auch mehrere Nationalspieler sind. Aber der Futsal wächst in Deutschland, immer mehr Fußballer interessieren sich für den Sport und häufig wird auch schon mit dem Ball trainiert.

Kann man also auch bei Ihnen mitmachen?

Ja, auf jeden Fall. Jeder der Lust hat, kann einmal vorbeikommen und mit trainieren – dann schauen wir weiter. Was auch noch beim Futsal hinzukommt, ist die Stimmung in der Halle. Die ist immer besonders, da könnte der Funke gerade in Dresden überspringen.

Region/Dresden Kreis Dresden Radebeuler BC

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