Holstein Kiel 010 Marvin Duksch hat zunächst Julius Reinhardt ausgespielt und pfeffert den Ball zum 1:0 ins Netz. © Paesler
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Ducksch beendet seine Durststrecke

Leihstürmer vom FC St. Pauli bringt die Störche gegen Chemnitz mit einem Traumtor auf die Siegerstraße

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Marvin Ducksch, Sturmspitze des Fußball-Drittligisten Holstein Kiel, wirkte nach Dienstende wie von Zentnerlasten befreit. Sein Treffer zum 1:0 gegen den Chemnitzer FC war am Sonnabend der Brustlöser auf dem schweren Weg zum 2:0-Heimsieg. Doch der statistische Teil gibt nur äußerst unzureichend wider, was sich in dieser 56. Spielminute auf dem Rasen des Holsteinstadions tatsächlich ereignet hatte.

Rechtsverteidiger Patrick Herrmann hatte den 23-jährigen Leihstürmer vom FC St. Pauli mit einem langen Pass bedient. Ducksch nahm die Kugel am Strafraum der Sachsen elegant mit der Brust an, mit dem Rücken zum gegnerischen Tor stehend. Einer kurzen Drehung folgte ein Drop-Kick-Vollspann-Strahl in den Winkel des CFC-Gehäuses. Das 1:0 – ein garantierter Platz bei der Auswahl zum „Tor des Monats“. „Ich habe mir einfach ein Herz gefasst. Das tat wirklich gut nach dem Frust in den letzten Wochen“, gestand der Angreifer, dem vor Jahren bei Borussia Dortmund eine große Karriere prognostiziert worden war.

In der Tat klebte Ducksch in den vergangenen Wochen das Pech an den Stiefeln. Als erster Anläufer des  Gegners klasse, auch seine Zuspiele in vorderster Front schufen viele Gefahrenmomente, aber als Torjäger … na ja! Und auch gegen Chemnitz schien sich der Negativlauf im Torabschluss fortzusetzen. Nach einer Kopfballvorlage von Dominic Peitz war Ducksch in der elften Minute allein auf Gäste-Keeper Kevin Kunz zugestürmt. Der von ihm mit der Pike getretene Ball rollte dem erhofften Ziel entgegen – und prallte dann vom Innenpfosten zurück.

All‘ dies war in der Stunde des persönlichen und kollektiven Triumphes vergessen. Selbst der Flachs kehrte bei Ducksch zurück. „Ich habe mich vor meinem Tor daran erinnert, dass ich so etwas früher mal konnte“, so der gebürtige Dortmunder: „Bei der Form der letzten Wochen wäre das Ding wohl übers Stadiondach geflogen.“

„Ich freue mich für die Jungs und speziell für Marvin, dass bei ihm der Knoten geplatzt ist“, sagte Störche-Cheftrainer Markus Anfang nach Spielschluss. Ducksch selbst hielt sich an den branchenüblichen Standardsatz: „Wichtiger als mein Tor sind die drei Punkte für die Mannschaft.“

Die muss am Dienstag (18 Uhr) zum Landespokal-Halbfinale zum Erzrivalen VfB Lübeck. Am Sonnabend danach folgt das Top-Spiel bei Jahn Regensburg. „Daran denken wir noch nicht. Zunächst einmal kommt der Pokal, da wollen wir ins Endspiel“, so Ducksch, der dann aber doch nachschob: „Wir haben jetzt noch vier Endspiele in der Liga.“ Dass er mit seinem Team auf Platz zwei der Tabelle und damit auf einen der zwei direkten Aufstiegsränge geflogen  war, wusste der gebürtige Dortmunder in diesen Minuten noch nicht. Ein Randaspekt, denn schließlich schaut Marvin Ducksch nach eigenen Worten ohnehin nicht auf  das Ranking. Zumindest nicht bis zum 20. Mai, dem Datum des letzten Saisonspieltages.

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