29. August 2018 / 18:19 Uhr

Duell der Co-Trainer: Babelsberg 03 empfängt Optik Rathenow

Duell der Co-Trainer: Babelsberg 03 empfängt Optik Rathenow

Mirko Jablonowski
Matthias Boron (l.) und Marcel Subke stehen sich am Freitagabend gegenüber.
Matthias Boron (l.) und Marcel Subke stehen sich am Freitagabend gegenüber. © Kuppert/Laak
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Regionalliga Nordost: Im Duell zwischen dem SV Babelsberg 03 und dem FSV Optik Rathenow stehen sich zwei Co-Trainer mit vielen Gemeinsamkeiten gegenüber.

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Sie sind beide 26 Jahre alt, gelernte Torhüter und zählen zu den jüngsten Co-Trainern der Fußball-Regionalliga. Am Freitagabend (19 Uhr, Karl-Liebknecht-Stadion) treffen Matthias Boron (SV Babelsberg 03) und Marcel Subke (FSV Optik Rathenow) mit ihren Teams im Brandenburg-Duell der vierten Liga aufeinander und wollen von der Seitenlinie versuchen, positiven Einfluss zu nehmen.

„Das wird für uns natürlich ein schweres Spiel“, weiß Subke vom Aufsteiger aus dem Westhavelland, der in den ersten fünf Saisonspielen vier Punkte einfuhr. „Babelsberg hat zurzeit einen guten Lauf und ist zu Hause ohnehin sehr stark. Wir können aber befreit aufspielen.“

​Matthias Boron: "Wir müssen Geduld beweisen"

Die Favoritenrolle liegt sicherlich beim Gastgeber, der mit zehn Zählern Tabellenplatz drei belegt. „Natürlich wollen wir gewinnen“, stellt Boron klar und erwartet einen ähnlichen Gegner wie beim letzten Heimspiel. Damals setzten sich die Kiezkicker gegen einen tief stehenden und abwartenden FSV Budissa Bautzen mit 4:0 durch. „Wir müssen erneut Geduld beweisen und auf die schnellen Rathenower Offensivspieler Shelby Printemps, Nii Bruce Weber und Caner Özcin aufpassen“, blickt Boron, der im Januar 2014 zum Funktionsteam des SVB stieß und seit vergangenem Sommer Co-Trainer ist, auf das Flutlichtduell am Freitagabend.

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Er und Subke werden an der Seitenlinie wieder im Hintergrund agieren, als Schattenmänner ihrer Cheftrainer. Auf Babelsberger Seite steht Almedin Civa (46) zwar erst in der zweiten Spielzeit als Coach in der Verantwortung, verfügt als ehemaliger Zweit- und Drittliga-Spieler aber über reichlich Erfahrung.

​Angenehme Zusammenarbeit mit Almedin Civa

„Er hat ein absolutes Wissen und sieht im Spiel Sachen, die ich nie im Leben sehen würde. Da macht es definitiv etwas aus, wenn man selbst höherklassig aktiv war. Da kann ich extrem viel von lernen“, sagt der gebürtige Potsdamer Boron, der im Kiezverein ebenfalls für die A-Junioren (Regionalliga Nordost) verantwortlich ist und die B-Elite-Jugend-Lizenz besitzt.

Matthias Boron (l.) mit Babelsbergs Cheftrainer Almedin Civa.
Matthias Boron (l.) mit Babelsbergs Cheftrainer Almedin Civa. © Benjamin Feller
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„Das Arbeiten mit Alme ist sehr angenehm, da er sehr strukturiert ist. Da ich durch meine Tätigkeit als Nachwuchstrainer quasi mit der Theorie aufgewachsen bin, kann er dort etwas von mir profitieren und ich kümmere mich viel um organisatorische Dinge“, beschreibt der 1,97 Meter große Neffe der vierfachen Ruder-Olympiasiegerin Kathrin Boron-Kölm, der 2011 bei der U14 der Babelsberger erste Trainererfahrungen sammelte. „Am Ende hat Alme aber natürlich die Hand drauf und ist für die Durchführung verantwortlich.“

​Karriereaus wegen Studium

Ähnlich sieht es bei der Optikern aus Rathenow aus, wo mit Ingo Kahlisch (62) seit 1989 das Trainerurgestein schlechthin die Zügel in der Hand hält. Seit dem Winter 2016 wird er von Marcel Subke als Co- und Torwarttrainer unterstützt. „Er ist ein super Typ, der etwas im Kopf hat und in allen Bereichen eine sehr gute Einstellung an den Tag legt“, lobt Kahlisch seinen Nebenmann. „Bei uns reicht es ja nicht, sich nur auf Fußball zu konzentrieren. Die Kombination mit Ausbildung, Studium oder Beruf ist entscheidend. Wir machen nicht auf Pseudo-Profitum.“

Subke steht beispielhaft für diesen Weg. 2011 kam der Torhüter von Hertha BSC II ans Stadion Vogelgesang. In den kommenden vier Spielzeiten bestritt er 89 Punktspiele in Ober-und Regionalliga. Dann wurde der zeitliche Aufwand neben seinem Biotechnologie-Studium zu hoch. Er konnte nicht mehr gewährleisten, regelmäßig bei den Einheiten zwischen den Pfosten zu stehen.

​Mehr Verantwortung an der Seite von Ingo Kahlisch

„Mit der Co-Trainer-Lösung konnte ich trotzdem beim Fußball und vor allem bei Optik bleiben. Auch wenn ich noch relativ jung bin habe ich schon eine gewisse Fußballerfahrung, die ich auch sehr jungen Spielern vermitteln kann“, sagt der gebürtige Berliner, der 2017 den Lehrgang zur Trainer-B-Lizenz erfolgreich absolviert hat.

In Bildern: Von Hermann Andreev bis Almedin Civa: Die Trainer des SV Babelsberg 03 seit 2003.

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Seit seinem Start an der Seitenlinie habe er mehr und mehr Verantwortung übernommen, hat seinen Rollentausch in jungen Jahren auf keinen Fall bereut. „Neben Ingo Kahlisch nehme ich eine unterstützende Rolle ein. Wir sind mittlerweile zu einem Trainerteam geworden. Im Training liegen meine Schwerpunkte beim Passspiel in Verbindung mit dem Torabschluss.“

​Marcel Subke: "Konkurrenz belebt das Geschäft"

In dieser Woche dürfte sein Fokus verstärkt auf Torhüter Luis Zwick gelegen haben. Der gebürtige Teltower, war in der vergangenen Spielzeit von Hansa Rostock an Hertha BSC II ausgeliehen, ist der jüngste Neuzugang der Rathenower und belebt den Konkurrenzkampf zwischen den Pfosten, wo Aufstiegstorwart Bjarne Rogall bislang gesetzt war.

Rathenows Co-Trainer Marcel Subke.
Rathenows Co-Trainer Marcel Subke. © Christoph Laak

„Ein Torwartduell ist immer etwas sehr Spezielles. Aber hier ist es wie überall: Konkurrenz belebt das Geschäft. Wichtig ist, dass es dabei sportlich und fair bleibt“, sagt Marcel Subke, der diese Situation aus seiner aktiven Zeit genauso kennt wie Matthias Boron – beide haben eben viele Gemeinsamkeiten.

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