Severin Mihm (l.) und Lucas Albrecht in ihrer WG. © Privat

Duell ehemaliger Mitbewohner

Regionalliga Nordost: Severin Mihm trifft mit Babelsberg 03 auf die TSG Neustrelitz um Kumpel Lucas Albrecht.

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*Potsdam. *„An eine sehr coole Zeit“, erinnert sich Lucas Albrecht mit Blick auf die zwei gemeinsamen Jahre in der Fußballer-Wohngemeinschaft mit Severin Mihm, der mit einstimmt: „Es war sehr lustig und absolut entspannt.“ Albrecht (kam von Hansa Rostock) und Mihm (zuvor Energie Cottbus) schlossen sich Babelsberg zur Rückrunde 2012/13 an und mussten gemeinsam den Weg in die Regionalliga mitgehen. „Wir haben in der Kabine gleich nebeneinander gesessen. Nach dem Abstieg hat sich das mit der WG dann einfach so ergeben. Seve wollte zu Hause raus und ich war nach der Auflösung meiner alten WG ebenfalls auf der Suche“, plaudert Albrecht, der zuvor ein halbes Jahr mit den Babelsberger Teamkollegen Daniel Reiche, Sergej Evljuskin und Aaron Berzel zusammenwohnte.

Lucas Albrecht: "Das Auswärtsspiel in Potsdam ist das schönste, das es in dieser Liga gibt"

Am Ende wurde es eine Wohnung in Berlin-Charlottenburg. Eine klassische Aufgabenverteilung gab es in der Gemeinschaft „Alihm“ nicht – jeder sei für alles verantwortlich gewesen. „Es gab auch keinen Putzplan, dass hat so funktioniert“, erzählt der 24-jährige Mihm, der bereits in Cottbus in einer WG gewohnt hatte, in der es aber bei weitem nicht so gut wie mit Albrecht lief: "Das war eine Katastrophe". Fragt man Mihm und Albrecht nach einem Spiel, welches sie aus der gemeinsamen Babelsberger Zeit besonders in Erinnerung haben, kommen beide schnell zum Landespokalduell in Klosterfelde (Landesliga Nord) in der Saison 2014/15. Dort lag man nach der Halbzeit mit 0:2 zurück und drohte bereits in der zweiten Runde die Segel zu streichen. In Hälfte zwei drehte man die Partie, in die Mihm erst kurz vor der Pause eingewechselt wurde, und siegte noch mit 4:2. Mihm legte Albrecht dabei gleich zwei Treffer auf.

Am Freitag (19  Uhr, Karl-Liebknecht-Stadion) stehen sich die beiden ehemaligen Mitbewohner als Kontrahenten gegenüber. Mihm empfängt mit Babelsberg 03 Kumpel Albrecht, der seit dem Sommer für den aktuellen Tabellenelften Neustrelitz aufläuft und erstmals nach seinem Wechsel wieder im „Karli“ sein wird. „Das Auswärtsspiel in Potsdam ist das schönste, dass es in dieser Liga gibt“, meint Albrecht. Er habe generell nur gute Erinnerungen an seine Zeit bei den Filmstädtern. „Ich bin nicht im Bösen gegangen, verfolge den Babelsberger Weg weiter und freue mich, wenn es gut läuft.“ Die drei Punkte gönnt er seinen Ex-Kollegen natürlich nicht. „Wir wollen punkten, wissen aber auch, dass es gegen die zu Hause ungeschlagenen Babelsberger gerade Freitagabend ganz schwer wird.“

Vom Stürmer zum Innenverteidiger

Der 25-Jährige wird dabei auf einer für ihn ungewohnten Position auflaufen. Der gelernte Stürmer ist von TSG-Trainer Andreas Petersen, Vater vom Freiburger Profifußballer Nils Petersen, zum Innenverteidiger umfunktioniert worden. „Das kam völlig überraschend. Ich habe vor dem ersten Rückrundenspiel gegen Nordhausen einmal auf dieser Position trainiert und dann erst am Vormittag vor der Partie vom Startelfeinsatz in der Abwehr erfahren“, erinnert sich Albrecht. So richtig wohl sei ihm bei dem Gedanken zunächst nicht gewesen. Petersen habe ihn dann zu seinem „Glück gezwungen“. Auch der "Mannschaftsrat hat die Entscheidung gut geheißen". Mittlerweile ist Rechtsfuß Albrecht dankbar für die Versetzung und hat sich mit seiner neuen Rolle im Team angefreundet.  

Auch Severin Mihm ist gespannt, wie sich Albrecht, dessen Schnelligkeit er gerne hätte, schlägt. „Die Voraussetzungen dafür bringt er mit. Er ist groß, schnell und hat ein gutes Passspiel“, findet der Außenverteidiger, der für Albrecht "einfach eine Maschine" ist und "zu den besten in der Regionalliga" gehört. Das will Mihm auch am Freitagabend unter Beweis stellen, wenn die Freundschaft zu Lucas Albrecht für neunzig Minuten ruht.

Schiedsrichter stößt Neustrelitzer Viteritti um

  • „Bei mir haben sich Freunde aus ganz Deutschland gemeldet“, berichtet Lucas Albrecht.
  • Bei der 0:2-Niederlage seiner TSG Neustrelitz gegen den FC Oberlausitz-Neugersdorf gab es in der 28. Spielminute den negativen Höhepunkt der Partie, der hohe Wellen schlug.
  • Schiedsrichter Norbert Giese nahm einen Strafstoß für die TSG zurück, weil sein Assistent zuvor ein Handspiel von Djibril N`Diaye anzeigte.
  • Bei den Neustrelitzer Protesten in der Folge stieß Giese Spieler Fabio Viteritti unsanft zu Boden.
  • „Wir waren schon ziemlich perplex. Ich denke, wenn die Spieler den Respekt vor dem Schiedsrichter bewahren sollen, sollte das auch auf der anderen Seite so sein“, erzählt Albrecht.
  • SV Babelsberg 03 TSG Neustrelitz Hertha BSC II-FSV Budissa Bautzen (12/03/2017 14:30) Regionalliga Nordost Region Nordostdeutschland (Herren) Region/Brandenburg SV Babelsberg 03 (Herren) TSG Neustrelitz (Herren)

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