Der Bus des BVB kam kurz nach den Detonationen unweit des Mannschaftshotels zum Stehen. Der Bus des BVB kam kurz nach den Detonationen unweit des Mannschaftshotels zum Stehen. © dpa
Der Bus des BVB kam kurz nach den Detonationen unweit des Mannschaftshotels zum Stehen.

Durchbruch! Polizei fasst Tatverdächtigen nach Anschlag auf BVB-Bus

Spektakulärer Erfolg: Ermittler setzen einen russischen Staatsangehörigen fest. Es geht offenbar um Aktienbetrug!

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Bei den Ermittlungen rund um den Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund in der vorigen Woche, bei dem BVB-Verteidiger Marc Bartra verletzt wurde, haben Ermittler offenbar einen Durchbruch erzielt. Nach übereinstimmenden Informationen von Spiegel und Bild hat die Bundespolizei durch ihre Spezialeinheit GSG 9 am frühen Freitagmorgen einen Tatverdächtigen festgenommen.

Bei dem Verdächtigen handelt es sich offenbar um den 28-jährigen russischen Staatsangehörigen Sergej W. aus Tübingen. Der Mann, der in Baden-Württemberg festgesetzt wurde, wird wegen 20-fachen versuchten Mordes und anderer Delikte bereits seit dem 13. April per Haftbefehl gesucht. Die drei vermeintlichen Bekennerschreiben aus IS-Kreisen und der linken wie rechten Szene sind so mit höchster Wahrscheinlichkeit respektive vom Verdächtigen als falsche Fährte selbst gelegt worden. Laut Generalbundesanwaltschaft wird ihm versuchter Mord, Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

Die Bundesanwaltschaft hat bislang keine Anhaltspunkte für mögliche Gehilfen und Mittäter.

Es geht um die BVB-Aktie

Das Motiv des Kriminellen: Aktienbetrug! W. hat offenbar aus reiner Habgier versucht, möglichst viele Teammitglieder der Dortmunder zu töten. Vom Mannschaftshotel der Borussen aus hatte W. einen Verbraucherkredit aufgenommen und Optionsscheine in Höhe von 78 000 Euro gekauft. Der perfide Plan: Im Falle eines Kursverlustes der BVB-Aktie hätte W. mit Hilfe sogenannter Put-Optionen (also Wetten auf fallende Kurse einer bestimmten Aktie) einen Millionengewinn machen können - nach Ermittlungen des Bundeskriminalamtes bis zu 3,9 Millionen Euro! Die Aktie hätte ins Bodenlose fallen müssen, wie es bei einem tödlichen Anschlag auf den Mannschaftsbus vermutlich passiert wäre. Mitarbeiter der Bank Comdirect machten die Polizei auf den Kauf des Pakets aufmerksam, der über eine IP-Adresse des Hotels "L'Arrive" getätigt worden war.

Mutmaßlicher BVB-Attentäter gefasst: Motiv Habgier?

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Die Angestellten des Hotels waren bereits kurz nach dem Anschlag auf W. aufmerksam geworden. Während die übrigen Gäste aufgeregt durch das "L'Arrive" eilten, ging der Russe ins Hotelrestaurant und bestellte sich ein Steak. Laut Bild habe er zudem mehrfach ungewöhnliche Wünsche geäußert, etwa das ihm zunächst von der Direktion zugewiesene Zimmer abgelehnt, weil er von dort nicht die Straße übersehen konnte. Er bezog stattdessen eine Räumlichkeit im Dachgeschoss - ein Ort, von dem er die Bomben in der Hecke des Zufahrtswegs per Fernzündung auslösen konnte.

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