10. September 2018 / 08:11 Uhr

Dynamo Dresdens Erich Berko im Aufwind

Dynamo Dresdens Erich Berko im Aufwind

Jochen Leimert
Erich Berko kann den Ball nicht mehr bekommen ,dahinter der Prager Kapitän Daniel Krch
Dynamos Erich Berko (l.) enteilt beim Test gegen Bohemians Prag dem Kapitän der Tschechen, Daniel Krch. Beide trafen im Spiel je einmal. © Steffen Manig
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Der Angreifer der SG Dynamo hat das Toreschießen neu für sich entdeckt

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Wilsdruff/Dresden. Es klemmt bei Dynamo Dresden, die von Verletzungspech geplagte Mannschaft hat im neuen System die letzten vier Spiele verloren, die Suche nach einem neuen Trainer gestaltet sich schwieriger als erwartet. Doch bei allem Frust gibt es auch positive Neuigkeiten wie die absehbare Rückkehr von länger verletzten Leistungsträgern wie Marco Hartmann und Sören Gonther – oder den Formanstieg von Erich Berko. Der Angreifer, der in der Saisonvorbereitung etwas außen vor zu sein schien, hat in den letzten vier Spielen dreimal getroffen. Eine starke Quote, die man so von ihm nicht gewohnt ist und die angesichts der Vorgeschichte etwas überrascht.

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Im Sommer hatten Beobachter zeitweise den Eindruck, Berko spiele bei Trainer Uwe Neuhaus nur noch eine Nebenrolle. Bei der Generalprobe vorm Ligastart fehlte Berko beim 1:2 gegen Aston Villa im Aufgebot, stattdessen durfte er tags darauf nur beim B-Elf-Test in Bischofswerda (2:0) ran. Schon dort markierte der Ex-Stuttgarter in der 90. Minute das zweite Tor für die Schwarz-Gelben, doch für einen Platz im Kader für das Duisburg-Spiel (1:0) reichte es nicht. Erst am 2. Spieltag spielte Berko auf der Bielefelder Alm – ganze vier Minuten lang, aber er konnte die Partie mit seinem 1:2-Anschlusstreffer noch einmal spannend machen.

Beim peinlichen Pokal-Aus in Lotte durfte Berko auch nicht von Beginn an spielen. Beim 2:3 nach Verlängerung gegen den Viertligisten SV Rödinghausen kam er erst in der 73. Minute ins Spiel, konnte diesmal aber nicht knipsen und Neuhaus den Job retten. Seine Joker-Qualitäten bewies er dafür beim 1:3 gegen Heidenheim, als er in der zweiten Halbzeit von Interimstrainer Cristian Fiel für Aias Aosman eingewechselt wurde und Dynamo nach einem 0:2-Rückstand auf 1:2 heranbrachte.

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Fiel ließ ihn daraufhin am vergangenen Freitag beim 2:3 gegen Bohemians Prag von Beginn an als zweite Spitze neben Lucas Röser stürmen – und wieder traf der eigentlich als Linksaußen eingeplante Offensivspieler. Überbewerten mochte der stets bescheiden auftretende Berko das Tor aber nicht: „Das war ein Testspiel, mal sehen, wie es in der Liga weiterläuft.“ Mit einem Stammplatz in einer Dynamo-Doppelspitze könnte er sich aber durchaus anfreunden, denn „klar ist man da näher an der Box, eher am Geschehen als außen“. Stürmer habe er schon früher gespielt, traue sich das auch zu – wenn er nicht als einzige Spitze operieren muss: „Ich würde nie von mir behaupten, dass ich alleine in der Spitze spielen kann, aber um den Stürmer herum oder mit einer zweiten Spitze – das geht dann schon.“

Ob er in diesen Varianten noch einmal seine Torgefährlichkeit beweisen darf, das weiß aber niemand. Berko schraubt seine Erwartungen lieber nicht so hoch, auch wenn er besser in Tritt gekommen ist: „Ich komme langsam wieder auf Minuten, aber ich weiß nicht, was der neue Trainer für Ideen hat. Da kann es ganz anders aussehen. Ich versuche mich weiter anzubieten.“

Dass sich das lohnt, hat der 24-Jährige ja gerade erst erfahren. Seine Nichtberücksichtigung gegen Duisburg hat ihn gewurmt, aber auch neu angestachelt: „Ich war in jedem Fall am Anfang enttäuscht, aber es kommt immer darauf an, wie man damit umgeht. Hätte ich geschmollt, hätte ich in der Liga vielleicht keine Minute mehr gekriegt.“ Beim neuen Trainer, der in Kürze präsentiert werden soll, hofft Berko aber natürlich, dass er seinen Formanstieg mit viel Einsatzzeit konservieren oder noch forcieren kann. Nachlassen darf er nicht, denn die Konkurrenz schläft nicht – auch Haris Duljevic hat beim 2:1 der Bosnier in Nordirland ein Tor erzielt und frisches Selbstbewusstsein getankt.

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