Kapitän Marco Hartmann sprach am Samstag zu den Dynamo-Mitgliedern. Kapitän Marco Hartmann sprach am Samstag zu den Dynamo-Mitgliedern. © Imago
Kapitän Marco Hartmann sprach am Samstag zu den Dynamo-Mitgliedern.

Dynamo Dresden befindet sich in einer schweren Phase

Kapitän Marco Hartmann hat sich am Samstag in einer emotionalen Ansprache an die Dynamo-Mitglieder gewendet.

BUZZER DEINE MEINUNG!

  • Fail -
  • Läuft -
  • Krass -
  • WTF -
  • Kopf Hoch -
  • Peinlich -
Anzeige

Eine Stunde lang weilten am Sonnabend auch die Spieler und Trainer in der neuen Ballsportarena. Sie wurden trotz der aktuell misslichen Tabellensituation – Dynamo schwebt auf Platz 15 bei nur zwei Punkten Vorsprung auf den folgenden Relegationsrang in Abstiegsgefahr – freundlich und mit viel Beifall begrüßt. Noch bevor Sport-Geschäftsführer Ralf Minge ans Rednerpult trat, um den Bericht der sportlichen Leitung vorzutragen, ergriff Kapitän Marco Hartmann das Wort und räumte im Namen der Mannschaft selbstkritisch ein: „Wir befinden uns in einer Phase, wo der Fußball nicht so aussieht, wie er in den letzten anderthalb Jahren ausgesehen hat.“



Der Eichsfelder dankte im Namen seiner Kameraden für den warmherzigen Empfang, der der Mannschaft in der Krise helfe: „Die Begrüßung war sehr positiv, dafür ein großes Dankeschön – das ist sehr, sehr wichtig für uns.“ Der derzeit nach einem Muskelfaserriss noch im Aufbautraining befindliche Kapitän versicherte den Anwesenden, dass die Mannschaft die Situation sehr ernst nehme: „Ihr könnt mir glauben, dass wir alles daran setzen, da rauszukommen – das geht aber nur gemeinsam.“ Die Mannschaft wisse, dass sie auf dem Rasen den Funken entfachen muss, damit er auf die Ränge überspringen kann, so Hartmann. Ohne die Anfeuerungsrufe der Fans werde es im kommenden Kellerduell gegen den Tabellenletzten aus Kaiserslautern aber schwer, die schlechte Heimbilanz zu verbessern und den Abstand zur Abstiegszone zu vergrößern: „Wir gehen davon aus, dass ihr uns dabei unterstützt.“ Die Mitglieder beantworteten seinen Appell mit viel Beifall.

​Kutschke, Gogia und Stefaniak sind nicht zu ersetzen

Auch Minge forderte die Mitglieder auf, die Nerven zu behalten. Er erinnerte an die Erfolge der letzten Jahre, die nur durch den großen Zusammenhalt im Verein möglich gewesen seien. „Wir müssen uns die Geschlossenheit, diese Dynamik bewahren“, so der Ex-Auswahlspieler. Man müsse auch mal durch ein Tal gehen, könne keine geradlinige Entwicklung erwarten. Ihm sei es auch schwer gefallen zu akzeptieren, dass Leistungsträger wie Stefan Kutschke, Akaki Gogia und Marvin Stefaniak nicht zu halten waren. Er erinnerte daran, dass Kutschke und Gogia Leihspieler waren, deren kurzzeitige Verpflichtung nur durch Zuzahlung ihrer Leihgeber möglich gewesen sei. 50 Prozent ihrer Gehälter hätten Kutschke und Gogia noch aus Nürnberg und London erhalten.

DURCHKLICKEN: Bilder der Mitgliederversammlung

Eigentlich seien sie zu teuer für Dynamo gewesen. Eine Weiterbeschäftigung um jeden Preis könne man sich nicht leisten: „Wir sind dort wirklich an die Schmerzgrenze gegangen“, betonte Minge nicht zum ersten Mal. Der 57-Jährige unterstrich, dass Dynamo weiter selbst Spieler ausbilden wolle, wie es auch im neuen Leitbild des Vereins festgehalten ist. Er sehne die Fertigstellung des Trainingszentrums herbei, habe auch noch Projekte in Arbeit, „die momentan noch nicht sichtbar sind“.

SG Dynamo Dresden SG Dynamo Dresden (Herren) Region/Dresden Kreis Dresden Marco Hartmann (SG Dynamo Dresden) Fussball 2. Bundesliga

KOMMENTIEREN

Die besten Bundesliga Quoten werden bereitgestellt von Smartbets.

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Mehr zum Thema

KOMMENTARE

Anzeige