Dynamo Dresden musste in Runde eins des DFB-Pokals gegen TuS Koblenz ran (15) (imago) Dynamo-Torschütze zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich: Erich Berko (li.). © imago
Dynamo Dresden musste in Runde eins des DFB-Pokals gegen TuS Koblenz ran (15) (imago)

Dynamo Dresden bezwingt TuS Koblenz in der ersten DFB-Pokalrunde mit 3:2

Die Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus hat mit viel Mühe die zweite Runde im DFB-Pokal erreicht. Torschützen für die Schwarz-Gelben waren Erich Berko, Philip Heise und Aias Aosman. Torhüter Markus Schubert avancierte kurz vor Schluss mit einem gehaltenen Foulelfmeter zum Matchwinner.

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Zwickau. Es war das erwartete Ergebnis im DFB-Pokalspiel von Dynamo Dresden gegen die TuS Koblenz, wenn auch nicht in der Höhe. Knapp, aber verdient setzten sich die Schützlinge von Trainer Uwe Neuhaus am Freitagabend in Zwickau mit 3:2 (1:1) gegen den Regionalligisten durch. „Typisch Pokal, zwei Klassen Unterschied spielen manchmal nicht die Rolle. Riesenkompliment an Koblenz“, sagte Neuhaus nach der spannenden Partie.

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Wegen Baumaßnahmen im heimischen Stadion mussten die Rheinländer umziehen, fanden aber keinen näheren Ausweichort als Zwickau. Mehr als 400 Kilometer musste der Regionalligist bereits am Donnerstag nach Sachsen anreisen. Für die Dresdner Zweitligisten waren es nur 120 Autobahnkilometer, die sie erst am Spieltag in Angriff nahmen. Die Distanz machte sich auch bei den Fans bemerkbar. Nur 300 Koblenzer machten sich auf den weiten Weg, der große Rest der 6300 Fans im erst vor einem Jahr eröffneten Stadion Zwickau waren Anhänger der Schwarz-Gelben. Die sammelten für die wenigen „Heimfans“ Geld, um deren Reisekosten abzufedern, und boten Schlafplätze an. TuS-Aufsichtsratsmitglied Marcel Günther dankte den Dynamofans in der Halbzeitpause für mehr als 200 eingegangene Spenden mit einer Gesamtsumme von über 4000 Euro.

Uwe Neuhaus mit dem Rotationsprinzip - Kalte Dusche zu Beginn

Trainer Uwe Neuhaus veränderte seine Elf im Vergleich zum Zweitligaspiel gegen St. Pauli am vergangenen Montag auf mehreren Positionen. Markus Schubert hütete statt Marvin Schwäbe das Tor. Während Niklas Kreuzer, Rico Benatelli und der etatmäßige Kapitän Marco Hartmann auf der Bank Platz nahmen, waren Fabian Müller und in der Offensivzentrale Sascha Horvath und Aias Aosman erstmals in dieser Saison in der Startelf dabei.

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Geplaatst door SG Dynamo Dresden op vrijdag 11 augustus 2017

Zu Beginn gab es gleich erst mal eine kalte Dusche für die Dynamos, als Dimitrios Popovits einen tiefen Ball in die Spitze spielte. Florian Ballas war allein gegen zwei Mann auf verlorenem Posten. Kapitän André Marx überließ Dejan Bozic den Ball, der mit der ersten Offensivaktion des Spiels gleich zum überraschenden 1:0 traf (6.). „Auswärtssieg“, skandierten die Koblenzer Anhänger, doch ihre Freude währte nur kurz: Sascha Horvath setzte sich schön auf halbrechts durch und sein flacher Pass erreichte Erich Berko am langen Pfosten, der zum 1:1-Ausgleich einschoss (11.).

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In der Folge machte Dynamo das Spiel und zeigte den Rheinländern mehr und mehr die Grenzen auf. Trainer Uwe Neuhaus war offenbar dennoch nicht zufrieden, sprang mehrfach wild gestikulierend von seinem Stuhl auf. Die klarste Chance hatte in der 36. Minute Lucas Röser. Der abgefälschte Schuss des Neuzugangs aus Großaspach, der in den beiden ersten Zweitligapartien der neuen Saison gegen Duisburg und in St. Pauli zweimal getroffen hatte, landete am linken Außenpfosten (36.). Doch auch die Koblenzer testeten das Aluminium. Bozic ließ Ballas aussteigen, sein Versuch klatschte ebenfalls an den Außenpfosten. So ging es mit dem 1:1 in die Pause – ein aus Sicht der Außenseiter verdienter Zwischenstand.

Heise kurz nach dem Wechsel mit der Führung

Der langjährige Cottbuser Trainer Petrik Sander hatte seine Koblenzer gut vorbereitet. Nach dem Seitenwechsel brachte Philip Heise die SGD dann aber schnell auf die Siegerstraße. Keine vier Minuten nach Wiederanpfiff besorgte der schussstarke Außenverteidiger mit einem direkten Freistoß ins kurze Eck das 1:2. TuS-Torwart Chris Keilmann konnte dem Ball nur noch verdutzt nachschauen.

Markus Schubert hält den Sieg fest

Dann setzte starker Regen ein. Dynamo spielte, nutzte aber seine vielen Chancen, unter anderem durch Aosman (62.) und Röser (71.), nicht. „Wir hatten Glück, dass nicht das dritte Gegentor fällt“, meinte TuS-Trainer Sander. Und das rächte sich für Dynamo. Dimitrios Popovits tanzte Florian Ballas aus und schloss scharf ins kurze Eck ab (80.). Dann überschlugen sich die Ereignisse: Erst stellte Aias Aosman von der Strafraumgrenze den alten Abstand wieder her und stellte auf 3:2 (84.), dann hielt Markus Schubert einen Elfmeter von Andreas Glockner (86.).

Und spätestens jetzt wusste Dynamo-Coach Neuhaus, dass der Sieg noch längst nicht in trockenen Tüchern war. Er brachte in der Schlussphase Eero Markkanen für Lucas Röser und Marco Hartmann für Sascha Horvath ins Spiel, um vorn wieder für mehr Frische zu sorgen und Zeit von der Uhr zu nehmen. Doch es blieb beim letztlich verdienten 3:2 für die Dresdner, denen die Verlängerung erspart blieb. „Eine spannende Angelegenheit, aber es zählt nur das Weiterkommen“, machte Uwe Neuhaus klar. Dynamo befindet sich nach der Zitterpartie nun im Lostopf für die nächste Runde bei der Auslosung am 20. August.

Region/Dresden SG Dynamo Dresden TuS Koblenz SG Dynamo Dresden (Herren) TuS Koblenz (Herren) Fussball DFB-Pokal TuS Koblenz-SG Dynamo Dresden (11/08/2017 19:00)

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