14. April 2018 / 15:07 Uhr

Dynamo Dresden blamiert sich zum Jubiläum und verliert gegen Holstein Kiel mit 0:4 

Dynamo Dresden blamiert sich zum Jubiläum und verliert gegen Holstein Kiel mit 0:4 

Jochen Leimert
Verzweifelte Gesichter bei Dynamo Dresden nach der 0:4-Niederlage gegen Holstein Kiel.
Verzweifelte Gesichter bei Dynamo Dresden nach der 0:4-Niederlage gegen Holstein Kiel. © dpa
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Viele Chancen der Dresdner blieben ungenutzt. Dynamo Dresden steckt weiterhin im Abstiegskampf fest.

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Dresden. Es hat nicht sollen sein mit einem Sieg zum Vereinsjubiläum: Dynamo Dresden verlor am Samstagnachmittag sein Heimspiel gegen Holstein Kiel vor 29 035 Zuschauern im DDV-Stadion mit 0:4 (0:1) und bleibt weiter im Abstiegsschlamassel stecken. Die Schwarz-Gelben spielten zwar lange ordentlich nach vorn, nutzten aber eine Vielzahl an Chancen nicht. Kiel agierte dagegen eiskalt, unglaublich effektiv – so steigt der Aufsteiger wohl noch einmal auf. Die Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus aber muss sich fragen, warum sie vor dem gegnerischen Tor so schwach agiert und hinten zur Schießbude verkommt.

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Nachdem vor Spielbeginn Ulf Kirsten feierlich zum Ehrenspielführer ernannt und sein Konterfei überlebensgroß über der Haupttribüne enthüllt wurde, ging die Partie begleitet von einer tollen Choreographie farbenfroh und turbulent los. Die bunten Transparente auf den Rängen waren gerade erst verschwunden, da stieß Niklas Kreuzer in den Strafraum der Kieler vor, wurde aber von seinem Gegenspieler Tom Weilandt elfmeterreif von den Beinen geholt. Schiedsrichter Felix Zwayer aus Berlin zeigte auf den Punkt: Moussa Koné trat an, scheiterte aber an Kenneth Kronholm im Tor der Kieler Sportvereinigung Holstein (5.).

Nach der vergebenen Großchance taten sich die Schwarz-Gelben, bei denen überraschend Manuel Konrad den verletzten Jannik Müller in der Innenverteidigung ersetzte, schwer damit, Druck aufzubauen. Der Respekt vor dem schnellen Aufbauspiel der „Störche“ war groß. Die konnten sich aber auch nicht wirklich durchsetzen; der in die Startelf zurückgekehrte Kapitän Rafael Czichos probierte es nur einmal aus der Distanz, verzog aber deutlich (11.). In der Viererkette agierte der Kieler Spielmacher erfolgreicher, er rettete mehrfach in großer Not gegen die Dresdner. So blockte er u. a. den Schuss von Rico Benatelli (25.).

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Gerade als Dynamo sich wieder am Strafraum der Gäste festzusetzen schien, führte ein Gegenangriff zum Gegentor. Marcel Franke kam gegen Dominick Drexler einen Schritt zu spät und foulte den 27 Jahre alten Bonner. Zwayer zeigte auch diesmal sofort auf den Punkt. Kingsley Schindler trat an und versetzte Marvin Schwäbe, der kurz zuvor noch eine Müllkugel aus dem K-Block vor der Torlinie hatte wegkicken müssen (28.).

Das 0:1 zog aber keine Schockstarre für die Neuhaus-Elf nach sich. Im Gegenteil: Haris Duljevic holte eine Ecke heraus, bei der Philip Heise den Ball gut in die Mitte trat, wo Franke zum Kopfball ansetzte. Der Ball ging scharf aufs Tor, doch Kronholm war erneut auf dem Posten (29.). Dann sorgte ein abgefälschter Kreuzer-Schuss für Gefahr, als sich der Ball aufs Tornetz senkte. Nur Sekunden später schoss Duljevic von der linken Seite, wieder bekam Kronholm aber eine Hand an den Ball. Marco Hartmanns Nachsetzen blieb ohne Erfolg (31.).

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Bis zur Pause passierte nicht mehr viel, die zweite Halbzeit begann mit einer Pyro-Show im K-Block, begleitet von einer Trompeter-Einlage. Das Stadion war im Nu vernebelt, dann setzte sich Duljevic im Strafraum durch, doch seine Eingabe von der Torauslinie wurde noch abgefangen (50.). Ein Heise-Zuspiel sollte Duljevic erreichen, doch der wurde „in der Box“ noch gestört. Die Attacke gegen ihn und das Ausbleiben des Elfmeterpfiffs beantworteten die Fans im K-Block sofort mit „Fußball-Mafia DFB!“-Gesängen. Ihrer Mannschaft nutzte das indes wenig – sie tat sich weiter schwer, die Abwehr der Holsteiner auseinander zu nehmen. Die Männer von der Förde verteidigten ihren Vorsprung geschickt. Glück hatten sie aber, als Benatelli mustergültig für Horvath auflegte, der Wiener aber den Ball am Dreiangel vorbeischoss (63.). Das musste das 1:1 sein!

Neuhaus reagierte prompt, brachte für Horvath und den mit Gelb belasteten Koné Erich Berko und Pascal Testroet, doch kurz darauf fiel das 0:2. Torjäger Marvin Ducksch traf und markierte seinen 15. Saisontreffer für Kiel (65.). Dann war der Ball plötzlich im Netz von Kronholm – Testroet hatte nach Kreuzer-Eingabe getroffen, doch das Schiedsrichter-Gespann entschied auf Abseits, was die Dresdner Fans noch wütender machte (67.). Auch als Berko im Sechzehner fiel, gab es auch nichts außer Aufregung (74.). Zum Pechvogel avancierte aber immer mehr Joker Testroet, der erst am langen Pfosten vorbei geköpft hatte (71.) und dann an der „Krake“ Kronholm verzweifelte (84.). Als Neuhaus noch einmal Personal tauschte, Ballas für Benatelli brachte, war der Effekt alles andere als erhofft: Alexander Mühling nutzte einen Konter zum 3:0 für Kiel (86.). Ducksch erhöhte mit seinem zweiten Treffer in diesem Spiel noch auf 4:0 für die Norddeutschen. Sein Torkonto steht jetzt bei 16 Treffern.

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Dynamo Dresden: Schwäbe – Kreuzer, Konrad, Franke, Heise – Hartmann – Benatelli (85. Ballas), Hauptmann – Horvath (63. Berko), Duljevic – Koné (63. Testroet)

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