23. Dezember 2018 / 15:35 Uhr

Dynamo Dresden erlegt die „Zebras“

Dynamo Dresden erlegt die „Zebras“

Jochen Leimert
Lucas Röser schießt für Dynamo Dresden schon in der 4. Spielminute das Führungstor.
Lucas Röser schießt für Dynamo Dresden schon in der 4. Spielminute das Führungstor. © dpa
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Die Walpurgis-Elf gewinnt das letzte Spiel des Jahres beim MSV Duisburg mit 3:1 (2:0). Damit verabschiedet sich Dynamo Dresden mit 25 Punkten auf dem Konto in die Winterpause.

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Duisburg. Drei Spiele ohne Sieg, Verletzungspech und dann auch noch zwei Suspendierungen – bei Dynamo Dresden standen die Vorzeichen vor dem Auswärtskick beim MSV Duisburg alles andere als günstig, doch die Mannschaft zeigte am Sonntagnachmittag allen, was eine Harke ist und gewann die letzte Partie des Jahres vor 14 836 Zuschauern mit 3:1 (2:0).

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MSV Duisburg - SG Dynamo Dresden 1:3 Zur Galerie
MSV Duisburg - SG Dynamo Dresden 1:3 © dpa
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Trainer Maik Walpurgis musste vor dem Anpfiff der Partie noch zwei kurzfristige Ausfälle verkraften, denn Aias Aosman leistete sich bei der Abfahrt an die Wedau offenbar eine grobe Disziplinlosigkeit, die Dynamo veranlasste, den syrischen Nationalspieler wie zuvor auch Philip Heise aus dem Kader zu streichen. Obendrein musste Brian Hamalainen aus privaten Gründen passen und konnte nicht als Linksverteidiger-Ersatz für Heise eingesetzt werden. Der Coach stellte dennoch wie erwartet in der Abwehr auf eine Viererkette um: Sören Gonther übernahm die linke Außenposition, Florian Ballas und Jannik Müller bildeten die neue Innenverteidigung, Erich Berko spielte wie zuletzt Rechtsverteidiger. Vor ihnen kickten Rico Benatelli und Jannis Nikolaou im zentralen Mittelfeld, Patrick Ebert und Baris Atik auf den Flügeln. Moussa Koné spielte gemeinsam mit Lucas Röser im Angriff.

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Markus Schubert: Ist erstmals in der 8. Minute gefordert, als er einen Kopfball von Dustin Bomheuer aus kurzer Distanz pariert. Bekommt insgesamt in den ersten 45 Minuten eher wenig zu tun, ist jedoch zur Stelle, wenn er gebraucht wird. Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit in einer Drangphase der Gastgeber aufmerksam und sicher. Sieht wegen Zeitspiel in der 73. Minute die gelbe Karte. 
Note: 2,5. Zur Galerie
Markus Schubert: Ist erstmals in der 8. Minute gefordert, als er einen Kopfball von Dustin Bomheuer aus kurzer Distanz pariert. Bekommt insgesamt in den ersten 45 Minuten eher wenig zu tun, ist jedoch zur Stelle, wenn er gebraucht wird. Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit in einer Drangphase der Gastgeber aufmerksam und sicher. Sieht wegen Zeitspiel in der 73. Minute die gelbe Karte. Note: 2,5. ©

Die teils aus der Not geborene Umstellung erwies sich schnell als gelungen, denn Röser köpfte bei seinem dritten Startelf-Einsatz in dieser Saison nach einer Atik-Flanke in der 4. Minute das 1:0. Ausgerechnet Röser, der schon im Hinspiel und letzte Saison jeweils einmal gegen den MSV getroffen hatte! Dynamos Start nach Maß wäre aber beinahe geschmälert worden, wenn Markus Schubert den Kopfball von Duisburgs Dustin Bomheuer nicht gehalten hätte (8.). Bei einem Freistoß in den Strafraum hatte die SGD-Abwehr Bomheuer übersehen. Auch Ahmet Engin hatte das 1:1 auf dem Fuß, schob die Kugel aber am rechten Pfosten vorbei, als Schubert ihm entgegen stürmte (12.).

Viel mehr hatten die „Zebras“ aber nicht zu bieten, Dynamo verteidigte den Vorsprung auf dem sehr tiefen Rumpelacker engagiert. Nur bei einem Freistoß war der MSV noch mal gefährlich, doch Lukas Daschner kam nicht mehr an den Ball (36.). Besser zogen sich die Schwarz-Gelben aus der Affäre, denn Benatelli schoss nur knapp drüber (45.), dann bediente Koné noch vor der Halbzeit den gut postierten Atik und der traf ins linke Eck (45.+2). Ein Schock für die Gastgeber, ein Energieschub für die Sachsen.

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Letztere konnten in der zweiten Spielhälfte die Aufholjagd der Hausherren, die zwei neue Leute bei Wiederanpfiff brachten, fast im Keim ersticken. Dynamo hatte aber auch etwas Glück, dass Stanislav Iljutchenko über die „Kiste“ schoss (48.). Dafür saß der nächste Stich der Schwarz-Gelben: Koné traf nach Zuspiel von Antreiber Ebert zum 3:0 (53.). Es war bereits sein achtes Saisontor. Die Gastgeber konnten zwar noch einmal verkürzen, als Oliveira Souza aus dem Gewühl Berko anschoss und der Ball ins Netz trudelte (66.), doch gefährden konnte die insgesamt harmlose Lieberknecht-Elf die Dresdner nicht mehr.

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Maik Walpurgis, Trainer Dynamo Dresden:
Für uns war das natürlich ein enorm wichtiges Spiel. Wir wussten natürlich um die Schwere der Aufgabe hier in Duisburg. Wir wussten auch, dass der Platz in einem wirklich desolaten Zustand ist. Es war sehr, sehr schwer, darauf zu spielen. Es war natürlich dann, nachdem wir 1:0 in Führung gegangen sind, ein enormer Vorteil, dass der Platz sehr schlecht war, denn Duisburg hatte auch eine Riesenmöglichkeit zum 1:1, dass der Ball dann auch mal verspringt.
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Maik Walpurgis, Trainer Dynamo Dresden: Für uns war das natürlich ein enorm wichtiges Spiel. Wir wussten natürlich um die Schwere der Aufgabe hier in Duisburg. Wir wussten auch, dass der Platz in einem wirklich desolaten Zustand ist. Es war sehr, sehr schwer, darauf zu spielen. Es war natürlich dann, nachdem wir 1:0 in Führung gegangen sind, ein enormer Vorteil, dass der Platz sehr schlecht war, denn Duisburg hatte auch eine Riesenmöglichkeit zum 1:1, dass der Ball dann auch mal verspringt. ©

Benatelli und Koné vergaben in der Schlussphase noch Chancen für zwei weitere Tore. Aber das war am Ende egal. Dynamo kann nun ein wenig beruhigter in die Weihnachtsfeiertage gehen – abgesehen natürlich von Heise und Aosman, die im Januar in der Vorbereitung einen schweren Stand haben dürften. Richtig glücklich waren dagegen am vierten Advent Osman Atilgan und Marius Hauptmann, denn sie kamen in der zweiten Halbzeit noch zu ihrem Zweitliga-Debüt. Was für ein Weihnachtsgeschenk für die beiden Youngster aus dem eigenen Nachwuchs!

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