14. September 2018 / 20:26 Uhr

Dynamo Dresden feiert im ersten Spiel unter Walpurgis ersten Sieg

Dynamo Dresden feiert im ersten Spiel unter Walpurgis ersten Sieg

Redaktion Sportbuzzer
REGENSBURG, GERMANY - SEPTEMBER 14:  Dario Dumic of Dynamo Dresden celebrates scoring the second goal during the Second Bundesliga match between SSV Jahn Regensburg and SG Dynamo Dresden at Continental Arena on September 14, 2018 in Regensburg, Germany.  (Photo by Adam Pretty/Bongarts/Getty Images)
Dynamo Dresdens Verteidiger Dario Dumic erzielt das 2:0 gegen den SSV Jahn Regensburg. © 2018 Getty Images
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Die SG Dynamo gewinnt dank Treffern von Aias Aosman und Dario Dumic mit 2:0 beim SSV Jahn Regensburg. 

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Regensburg. Im ersten Spiel unter dem neuen Trainer Maik Walpurgis hat Dynamo Dresden am Freitagabend in der 2. Fußball-Bundesliga den zweiten Saisonsieg eingefahren. Beim SSV Jahn Regensburg gelang den stark defensiv und auf Konter ausgerichteten Schwarz-Gelben ein 2:0 (1:0)-Erfolg. Ein Einstand nach Maß für den neuen Cheftrainer, der nun mit seiner Mannschaft dem kommenden Heimspiel gegen den Hamburger SV (Dienstag, 18.30 Uhr) mit mehr Zuversicht entgegensehen kann. Sport-Geschäftsführer Ralf Minge, der auf der Pressetribüne das Spiel verfolgte, atmete erleichtert auf. Er konnte sich nicht nur über den zweiten „Dreier“, sondern auch das zweite Zu-Null für Dynamo freuen. Kapitän Marco Hartmann war aber von Euphorie weit entfernt: „Wir müssen froh sein, dass das so gelaufen ist, und unbedingt weiterarbeiten, weil doch noch viel Luft ist.“

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Walpurgis begann die Partie vor 13 629 Zuschauern in der Continental-Arena mit drei personellen Änderungen gegenüber der Startelf, mit der Interimstrainer Cristian Fiel die Heimpartie gegen den 1. FC Heidenheim (1:3) angegangen war. So ließ der 44-Jährige die in der Länderspielpause stark beanspruchten Nationalspieler Haris Duljevic (Bosnien) und Linus Wahlqvist (U21 Schweden) sowie Baris Atik auf der Bank. Dafür rückten der von seinem Muskelfaserriss genesene Kapitän Marco Hartmann, Rico Benatelli und Niklas Kreuzer in die Startelf. Die schickte Walpurgis in einem 3-4-2-1 auf den Rasen, Rückkehrer Hartmann spielte zentral in der Dreier-Abwehrkette, Moussa Koné stürmte an vorderster Front.

Dort konnte sich der Senegalese zunächst nicht in Szene setzen, denn „Safety first“ hieß das Motto der Gäste, die erst einmal hinten sicher stehen wollten und zunächst wenig ins Angriffsspiel investierten. Dynamo ließ die Regensburger kommen, zog bei Angriffen des SSV Jahn die beiden Außenspieler Philip Heise und Niklas Kreuzer zurück und verwandelte die Dreier- in eine Fünfer-Abwehrkette. Davor ließen sich auch Rico Benatelli, Aias Aosman und Patrick Ebert weit zurückfallen und machten so die Räume für die Gastgeber sehr eng. Nach vorn aber gelang wenig: „Wir haben in dieser Phase keinen Zugriff aufs Spiel bekommen“, bemängelte Walpurgis später, „aber mir war auch klar, dass wir – wenn wir stabil stehen und uns von dem Druck, den Jahn Regensburg da ausgeübt, lösen – unsere Möglichkeiten bekommen.“

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Denen fehlte schlicht die Passgenauigkeit oder der Mut im Eins-gegen-eins, um sich vor dem Tor von Markus Schubert wirksam durchzusetzen. Die Mannschaft von Trainer Achim Beierlorzer rannte zwar an, doch sie blieb immer schnell hängen. Dynamo versuchte es mit weiten Bällen auf Koné, doch auch die waren zu ungenau. Die Führung für die Schwarz-Gelben fiel so wie aus heiteren Himmel – beim ersten nennenswerten Angriff der Gäste: Benatelli dribbelte sich rechts in den Strafraum, versuchte zu schießen – und Aosman stand am zweiten Pfosten genau richtig und staubte ab (22.). Ausgerechnet Aosman, der frühere Regensburger! „Das war ganz wichtig“, lobte Walpurgis den Syrer.

Dynamo wurde nun etwas mutiger, erkämpfte den einen oder anderen Eckball – und einer von ihnen hätte beinahe zum 2:0 geführt: Heise brachte die Kugel herein, Brian Hamalainen köpfte sie an den Pfosten (30.). Die Regensburger waren aber nicht geschockt, sie hielten gleich wieder dagegen: Jann George prüfte Schubert (35.), Sargis Adamyan schoss noch vor der Pause am zweiten Pfosten vorbei (45.).

Hartmann muss angeschlagen raus

Nach dem Seitenwechsel starteten die Rot-Weißen wütende Angriffe und baute Druck auf. Asger Sörensen köpfte nach einem Eckstoß knapp am Winkel vorbei (51.). Doch statt des 1:1 fiel auf der anderen Seite das 2:0: Dario Dumic schloss nach einem Kreuzer-Freistoß ab, traf Koné, doch im zweiten Anlauf markierte der Bosnier seinen ersten Treffer für die Sportgemeinschaft (52.). „Das 2:0 spielte uns natürlich in die Karten, weil wir uns dann auf eine gute Grundordnung konzentrieren konnten. Das hat die Mannschaft großartig gemacht – mit einer ganz hohen mentalen Intensität“, blickte Walpurgis später zurück. Wieder einmal wurden die Oberpfälzer eiskalt erwischt. Und es hätte gleich noch schlimmer für die Hausherren kommen können: Erst konnte Koné entwischen, wurde aber noch von Jonas Föhrenbach gestoppt (57.), dann passte Heise auf Ebert, doch der schoss direkt drüber (58.). Die Riesenchance zum 3:0!

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Der schnelle Koné hatte in der 68. Minute eine weitere Konterchance, doch sein noch leicht abgefälschter Schuss ging knapp am langen Pfosten vorbei ins Aus. So blieb der SSV im Spiel, musste Dynamo noch einige Angriffe der Domstädter abwehren. Eine Viertelstunde vor Schluss brachte Walpurgis nach Erich Berko (67. für Aosman) auch Duljevic, der den von vielen langen Sprints ausgelaugten Koné ersetzte. Hartmann musste indes wenig später angeschlagen vom Feld, so kam auch noch der Schwede Wahlqvist zu seinem Einsatz. Duljevic startete noch einen gefährlichen Konter, spielte Berko den Ball in den Lauf, doch der Ex-Stuttgarter verpasste sein drittes Joker-Tor in Folge (80.). Auch Kreuzer hatte noch eine Chance, doch Ex-Dynamo Philipp Pentke parierte seinen strammen Schuss (90.+1). Dass der Sieg nicht höher ausfiel, nahm Walpurgis seiner Truppe nicht übel, er zollte der Mannschaft „ein Riesenkompliment“. Sein Kollege Beierlorzer schaute dagegen säuerlich drein: „Wir sind brutal enttäuscht.“

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